| | Die homöopathiefreundliche [[Karl und Veronica Carstens-Stiftung]] finanzierte eine Vorstudie zur Frage "Potenzial der Homöopathie für den Pflanzenschutz".<ref>E. Wyss, L. Tamm, Th. Amsler, K. Günther, S. Baumgartner: Potenzial der Homöopathie für den Pflanzenschutz (Vorstudie). In: Albrecht H, Frühwald M (Eds.), Jahrbuch Band 15, [[KVC Verlag]] Essen, 63-97</ref> Mit der Koordination beauftragt war das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) im Schweizerischen Frick. 2005 bis 2006 wurden Anwender befragt sowie eine Anwendungsbeobachtung von potenzierter Flusssäure ("Fl-ac", Potenzen D6 bis C200), Apfelschorfnosoden und Manganum carbonicum gegen Apfelschorf durchgeführt. Der Apfelschorf (''Venturia inaequalis'') ist eine Apfelbaumkrankheit, die durch den Schlauchpilz Venturia inaequalis verursacht wird.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Apfelschorf</ref> Im Endeffekt war die Vorstudie also ein Versuch, eine Pflanzenmykose durch homöopathische Mittel anzugehen. Die Vorstudie der Carstens-Stiftung ergab, dass homöopathische Mittel bei rund 75% der befragten Anwender eingesetzt wurden, meist in Hoffnung auf prophylaktische Effekte. Eine Wirkung der potenzierten Flusssäure war in der Vorstudie nicht erkennbar ("keine protektive oder therapeutische Wirkung gegen den Apfelschorf"). Die Autoren wollen jedoch "statistisch sicherbare Tendenzen" für eine positive Wirkung der Apfelschorfnosoden erkannt haben. | | Die homöopathiefreundliche [[Karl und Veronica Carstens-Stiftung]] finanzierte eine Vorstudie zur Frage "Potenzial der Homöopathie für den Pflanzenschutz".<ref>E. Wyss, L. Tamm, Th. Amsler, K. Günther, S. Baumgartner: Potenzial der Homöopathie für den Pflanzenschutz (Vorstudie). In: Albrecht H, Frühwald M (Eds.), Jahrbuch Band 15, [[KVC Verlag]] Essen, 63-97</ref> Mit der Koordination beauftragt war das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) im Schweizerischen Frick. 2005 bis 2006 wurden Anwender befragt sowie eine Anwendungsbeobachtung von potenzierter Flusssäure ("Fl-ac", Potenzen D6 bis C200), Apfelschorfnosoden und Manganum carbonicum gegen Apfelschorf durchgeführt. Der Apfelschorf (''Venturia inaequalis'') ist eine Apfelbaumkrankheit, die durch den Schlauchpilz Venturia inaequalis verursacht wird.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Apfelschorf</ref> Im Endeffekt war die Vorstudie also ein Versuch, eine Pflanzenmykose durch homöopathische Mittel anzugehen. Die Vorstudie der Carstens-Stiftung ergab, dass homöopathische Mittel bei rund 75% der befragten Anwender eingesetzt wurden, meist in Hoffnung auf prophylaktische Effekte. Eine Wirkung der potenzierten Flusssäure war in der Vorstudie nicht erkennbar ("keine protektive oder therapeutische Wirkung gegen den Apfelschorf"). Die Autoren wollen jedoch "statistisch sicherbare Tendenzen" für eine positive Wirkung der Apfelschorfnosoden erkannt haben. |
| − | Laut einer Gruppe mexikanischer Agrarwissenschaftler könne eine homöopathische Behandlung bei Pflanzen Salzstress (vermindertes Wachstum und andere Stressreaktionen durch eine zu hohe Salzkonzentration im Boden) verringern. Ferner könne in Aquakulturen durch eine prophylaktische Gabe bestimmter homöopathischer Mittel das Wachstum, der Allgemeinzustand und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger verbessert werden.<ref name="Perez-Tamames-2026">Pérez-Tamames, Y., et al. (2026). Agricultural Homeopathy: An Ecological Option to Mitigate Salt Stress in Plants. Terra Latinoamericana, 44, 1-15. e2464. https://doi.org/10.28940/terralatinoamericana.v44i.2464</ref><ref>López-Carvallo JA, et al. (2022). Highly diluted bioactive compounds in marine aquaculture: A potential alternative for sustainable production. Rev Aquac. 2022; 14: 1170–1193. https://doi.org/10.1111/raq.12644</ref> Für Homöopathika wird dabei oft die Umschreibung ''Highly diluted bioactive compounds'' (HDBC) benutzt. | + | Laut einer Gruppe mexikanischer Agrarwissenschaftler könne eine homöopathische Behandlung bei Pflanzen Salzstress (vermindertes Wachstum und andere Stressreaktionen durch eine zu hohe Salzkonzentration im Boden) verringern. Ferner könne in Aquakulturen durch eine vorbeugende Gabe bestimmter homöopathischer Mittel das Wachstum, der Allgemeinzustand und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger verbessert werden.<ref name="Perez-Tamames-2026">Pérez-Tamames, Y., et al. (2026). Agricultural Homeopathy: An Ecological Option to Mitigate Salt Stress in Plants. Terra Latinoamericana, 44, 1-15. e2464. https://doi.org/10.28940/terralatinoamericana.v44i.2464</ref><ref>López-Carvallo JA, et al. (2022). Highly diluted bioactive compounds in marine aquaculture: A potential alternative for sustainable production. Rev Aquac. 2022; 14: 1170–1193. https://doi.org/10.1111/raq.12644</ref> Für Homöopathika wird dabei oft die Umschreibung ''Highly diluted bioactive compounds'' (HDBC) benutzt. |