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Die im Februar 2026 veröffentlichte, und somit aktuellste S3-Leitlinie zu "Krebsdiäten" ("Klinische Ernährung in der Onkologie") nennt keine einzige besondere Ernährungsform bei Krebserkrankungen, die alleine einen kurativen und somit heilenden Effekt bei Krebs hätte. Vielmehr drohe Krebspatienten durch die Wahl einer bestimmten Ernährung oder bestimmter Nahrungsergänzungsmittel eine Mangelernährung, zusätzliche Komplikationen oder gar ein Therapieversagen, die sich dann nachteilig auf den Krankheitsverlauf bei Krebs auswirken können. In der aktuellsten S3 Leitlinie wird ausdrücklich kritisch auf vermeintliche Krebsdiäten und besondere Ernährungsformen eingegangen, wie die vegane, ketogene Ernährung, Fasten oder die sogenannte [[Breuß-Kur|Krebsdiät nach Breuß]] oder die nach [[Johanna Budwig]] ([[Öl-Eiweißkost]]). Demnach zeigten Studien nach Aussagen des Leitlinienteams für diese Ernährungsformen keinen positiven Nutzen – durch die Nahrungsrestriktionen kann es vielmehr zu Mangelernährung kommen. Für eine vegane oder vegetarische Ernährung fehle bislang (2026) die Evidenz, um eine Empfehlung dafür oder dagegen auszusprechen. Insbesondere wird in der Leitlinie vor Ernährungsformen mit Nahrungsrestriktionen (Beschränkungen und Verboten) gewarnt.<ref>https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/klinische-ernaehrung-in-der-onkologie</ref><ref>https://www.aerzteblatt.de/news/absage-an-krebsdiaten-s3-leitlinie-fur-onkologische-ernahrungsmedizin-aktualisiert-e31596b9-cfee-46b2-b0ed-304518bffac6</ref>
 
Die im Februar 2026 veröffentlichte, und somit aktuellste S3-Leitlinie zu "Krebsdiäten" ("Klinische Ernährung in der Onkologie") nennt keine einzige besondere Ernährungsform bei Krebserkrankungen, die alleine einen kurativen und somit heilenden Effekt bei Krebs hätte. Vielmehr drohe Krebspatienten durch die Wahl einer bestimmten Ernährung oder bestimmter Nahrungsergänzungsmittel eine Mangelernährung, zusätzliche Komplikationen oder gar ein Therapieversagen, die sich dann nachteilig auf den Krankheitsverlauf bei Krebs auswirken können. In der aktuellsten S3 Leitlinie wird ausdrücklich kritisch auf vermeintliche Krebsdiäten und besondere Ernährungsformen eingegangen, wie die vegane, ketogene Ernährung, Fasten oder die sogenannte [[Breuß-Kur|Krebsdiät nach Breuß]] oder die nach [[Johanna Budwig]] ([[Öl-Eiweißkost]]). Demnach zeigten Studien nach Aussagen des Leitlinienteams für diese Ernährungsformen keinen positiven Nutzen – durch die Nahrungsrestriktionen kann es vielmehr zu Mangelernährung kommen. Für eine vegane oder vegetarische Ernährung fehle bislang (2026) die Evidenz, um eine Empfehlung dafür oder dagegen auszusprechen. Insbesondere wird in der Leitlinie vor Ernährungsformen mit Nahrungsrestriktionen (Beschränkungen und Verboten) gewarnt.<ref>https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/klinische-ernaehrung-in-der-onkologie</ref><ref>https://www.aerzteblatt.de/news/absage-an-krebsdiaten-s3-leitlinie-fur-onkologische-ernahrungsmedizin-aktualisiert-e31596b9-cfee-46b2-b0ed-304518bffac6</ref>
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Etwa die Hälfte aller Deutschen nimmt [[Nahrungsergänzungsmittel]] ein, und dies betrifft auch Patienten mit einer Krebserkrankung. Im Rahmen der Recherchen zur letzten Leitlinie „Komplementäre Onkologie“ wurde ersichtlich, dass nur wenige aussagekräftige wissenschaftliche Studien zur Auswertung vorliegen. Einige NEMs (Beispiel: Antioxidantien) können die Rezidivrate (Rückfälle) verschlechtern, wie beim Harnblasenkrebs. Auch ergibt sich kein Vorteil für in Tablettenform eingenommenen (teuren) Gemüseextrakten gegenüber der Einnahme von Gemüse.
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Etwa die Hälfte aller Deutschen nimmt [[Nahrungsergänzungsmittel]] ein, und dies betrifft auch Patienten mit einer Krebserkrankung. Im Rahmen der Recherchen zur letzten Leitlinie „Komplementäre Onkologie“ wurde ersichtlich, dass nur wenige aussagekräftige wissenschaftliche Studien zur Auswertung vorliegen. Einige NEMs (Beispiel: Antioxidantien) können die Rezidivrate (Rückfälle) verschlechtern, wie beim Harnblasenkrebs. Auch ergibt sich kein Vorteil für in Tablettenform eingenommenen (teuren) Gemüseextrakten gegenüber der Einnahme von Gemüse. Grüntee-Extrakte, insbesondere [[EGCG]] (Epigallocatechin-3-gallat), können zu Leberschädigungen bis hin zu Leberversagen, erhöhtem Blutdruck und anderen Folgen führen.
 
==Hintergründe/Entwicklung/Motivationen==
 
==Hintergründe/Entwicklung/Motivationen==
 
Eine der gängigen Vorstellungen der Allgemeinheit über die Entstehung von Tumorerkrankungen ist die, dass sie häufig von einer Fehlernährung als Ursache ansehen oder ihnen dies vermittelt wird.
 
Eine der gängigen Vorstellungen der Allgemeinheit über die Entstehung von Tumorerkrankungen ist die, dass sie häufig von einer Fehlernährung als Ursache ansehen oder ihnen dies vermittelt wird.
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