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[[image:Reckeweg.jpg|Hans Heinrich Reckeweg|thumb]]
 
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Die '''Homotoxikologie''' (nach: homo (Mensch) und toxin (Giftstoff). Auch: ''Moderne Homöopathie'') ist eine [[Alternativmedizin|alternativmedizinische]] Hypothese und gleichnahmige Behandlungsmethode mit Bezügen zur [[Homöopathie]], die auf den deutschen Arzt und Homöopathen Hans Heinrich Reckeweg (1905-1985) zurückgeht. Reckeweg machte seine Ansichten zur Homotoxikologie in den vierziger Jahren publik. Reckeweg gründete 1936 das heute in Baden-Baden ansässige Pharmaunternehmen ''Biologische Heilmittel Heel''.
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Die '''Homotoxikologie''' (nach: homo (Mensch) und toxin (Giftstoff). Auch: ''Moderne Homöopathie'') ist eine [[pseudomedizin]]ische Hypothese und gleichnamige Behandlungsmethode mit Bezügen zur [[Homöopathie]], die auf den deutschen Arzt und Homöopathen Hans Heinrich Reckeweg (1905-1985) zurückgeht. Reckeweg machte seine Ansichten zur Homotoxikologie in den 1940er Jahren publik. Reckeweg gründete 1936 das heute in Baden-Baden ansässige Pharmaunternehmen ''Biologische Heilmittel Heel''.
    
Reckeweg begleitete seine Hypothese der Homotoxikologie mit pauschalen medizinkritischen Aussagen.
 
Reckeweg begleitete seine Hypothese der Homotoxikologie mit pauschalen medizinkritischen Aussagen.
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Um die Idee der Homotoxikologie zu verbreiten, erfolgte 1954 die Gründung eines Verlages, in dem unter anderem ab 1962 das "Homotoxin-Journal" erschien. Dieses wurde zehn Jahre später in "Biologische Medizin" umbenannt. Ein deutscher Verein namens ''Internationale Gesellschaft für Homotoxikologie e.V.'' vergibt einen mit 15.000 Euro dotierten ''Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis'' für Arbeiten auf dem Gebiet der Homotoxikologie.  
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Um die Idee der Homotoxikologie zu verbreiten, erfolgte 1954 die Gründung eines Verlages, in dem unter anderem ab 1962 das "Homotoxin-Journal" erschien. Dieses wurde zehn Jahre später in "Biologische Medizin" umbenannt. Ein deutscher Verein namens ''Internationale Gesellschaft für Homotoxikologie e.V.'' vergibt einen mit 15.000 Euro dotierten ''Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis'' für Arbeiten auf dem Gebiet der Homotoxikologie.
    
Die Annahmen von Reckeweg widersprechen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin, es gibt keine unabhängigen Studien, die die Wirksamkeit der Homotoxikologie belegen. Auch für die Existenz von Sutoxinen gibt es keine wissenschaftlichen Belege, es handelt sich um Spekulationen.
 
Die Annahmen von Reckeweg widersprechen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin, es gibt keine unabhängigen Studien, die die Wirksamkeit der Homotoxikologie belegen. Auch für die Existenz von Sutoxinen gibt es keine wissenschaftlichen Belege, es handelt sich um Spekulationen.
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==Homotoxikologie als alternativmedizinische Therapie==
 
==Homotoxikologie als alternativmedizinische Therapie==
Therapeutisch sollen bestimmte Antihomotoxika zu einer ''Entgiftung des Körpers'' führen, die homöopathischen [[Komplexmittelhomöopathie|Komplexmittel]] und [[Isopathie|Isopathika]] entsprechen. Homotoxikologen wenden vor allem homöopathische ''Suis-Organ-Präparate'' an, die aus Organgewebe von Schweinen gewonnen und injiziert werden, sowie [[Nosode]]n. Grundsätzlich wird von den Patienten gefordert, auf den Verzehr von Schweinefleisch zu verzichten.  
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Therapeutisch sollen bestimmte Antihomotoxika zu einer ''Entgiftung des Körpers'' führen, die homöopathischen [[Komplexmittelhomöopathie|Komplexmittel]] und [[Isopathie|Isopathika]] entsprechen. Homotoxikologen wenden vor allem homöopathische ''Suis-Organ-Präparate'' an, die aus Organgewebe von Schweinen gewonnen und injiziert werden, sowie [[Nosode]]n. Grundsätzlich wird von den Patienten gefordert, auf den Verzehr von Schweinefleisch zu verzichten.
    
Eine konventionelle medizinische Therapie mit Medikamenten soll nach Reckeweg zu einer ''Rückvergiftung'' führen und sei häufig schädlich für den Patienten. Reckeweg behauptete unter anderem, die Behandlung einer Mandelentzündung mit Antibiotika könne auf diese Weise Leukämie auslösen.
 
Eine konventionelle medizinische Therapie mit Medikamenten soll nach Reckeweg zu einer ''Rückvergiftung'' führen und sei häufig schädlich für den Patienten. Reckeweg behauptete unter anderem, die Behandlung einer Mandelentzündung mit Antibiotika könne auf diese Weise Leukämie auslösen.
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[[category:Pseudomedizin]]
 
[[category:Pseudomedizin]]
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