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'''eXXpress''' ist seit 2021 ein Online-Medium mit Boulevardzeitung Charakter der eXXpress Medien Holding GmbH mit Sitz in Wien. Geschäftsführerin ist Eva Schütz-Hieblinger, Chefredakteur ist Richard Schmitt. Das Medium steht inhaltlich den Positionen der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) nahe.
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'''eXXpress''' ist seit 2021 ein Online-Medium mit Boulevardzeitung Charakter der eXXpress Medien Holding GmbH mit Sitz in Wien. Geschäftsführerin ist Eva Schütz-Hieblinger, Chefredakteur ist Richard Schmitt. Das Medium steht inhaltlich den Positionen der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) nahe. Seit Mitte November 2024 befindet sich „eXXpress“ zu 50 Prozent im Besitz von Vius & Co., der Betreiberin von Nius.
 
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Betrieben wird das Webportal ''exxpress.at'' und seit Juni 2021 ein TV-Kanal. Gründer sind Chefredakteur Richard Schmitt sowie Eva Schütz-Hieblinger.
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Betrieben wird das Webportal ''exxpress.at'' und seit Juni 2021 ein TV-Kanal.
 
== Programmatik und Reichweite ==
 
== Programmatik und Reichweite ==
 
Nach eigenen Angaben ist eXXpress ein bürgerlich-liberales Digitalmedium für Politik und Wirtschaft, das unabhängig von politischen Parteien und Interessenvertretungen ist und will unter anderem "für eine Stärkung der persönlichen Freiheitsrechte, der Meinungsfreiheit sowie für eine Förderung von Toleranz im Sinne des Humanismus und der Aufklärung" eintreten. Die Geschäftsführerin Eva Schütz verweist in folgender Form auf die Inhalte: "Wir bringen Themen, die Menschen emotionalisieren, interessieren und die ihnen wichtig sind".<ref>Jürgen Hofer https://www.horizont.at/medien/news/exxpress.at-eva-schuetz-und-richard-schmitt-im-interview-nicht-um-jeden-preis--qualitaet-hat-vorrang--83980 |titel=exxpress.at: Eva Schütz und Richard Schmitt: „Nicht um jeden Preis – Qualität hat Vorrang“ Horizont Österreich datum=2021-03-02 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> Die Gründer bezeichnen eXXpress als "gehobenes Boulevard Medium". In Bezug auf andere politische Blogs meinte Schütz in einem Horizont-Interview, dass eXXpress nicht durch Skandalisierung Quote machen wolle.
 
Nach eigenen Angaben ist eXXpress ein bürgerlich-liberales Digitalmedium für Politik und Wirtschaft, das unabhängig von politischen Parteien und Interessenvertretungen ist und will unter anderem "für eine Stärkung der persönlichen Freiheitsrechte, der Meinungsfreiheit sowie für eine Förderung von Toleranz im Sinne des Humanismus und der Aufklärung" eintreten. Die Geschäftsführerin Eva Schütz verweist in folgender Form auf die Inhalte: "Wir bringen Themen, die Menschen emotionalisieren, interessieren und die ihnen wichtig sind".<ref>Jürgen Hofer https://www.horizont.at/medien/news/exxpress.at-eva-schuetz-und-richard-schmitt-im-interview-nicht-um-jeden-preis--qualitaet-hat-vorrang--83980 |titel=exxpress.at: Eva Schütz und Richard Schmitt: „Nicht um jeden Preis – Qualität hat Vorrang“ Horizont Österreich datum=2021-03-02 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> Die Gründer bezeichnen eXXpress als "gehobenes Boulevard Medium". In Bezug auf andere politische Blogs meinte Schütz in einem Horizont-Interview, dass eXXpress nicht durch Skandalisierung Quote machen wolle.
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Laut der Zeitschrift profil sind auch Ex-Redakteure von der Zeitung "Österreich" ''(oe24.at)'' und der ''Wiener Zeitung'' bei eXXpress tätig. Außerdem soll René Rabeder, ein ehemaliger Mitarbeiter des FPÖ-nahen<ref name="profil">Ingrid Brodnig https://www.profil.at/shortlist/oesterreich/pressefreiheitlich-zeitung-wochenblick-fpoe-7510077 Pressefreiheitlich: Die Zeitung „Wochenblick“ und die FPÖ |werk=[[Profil (Zeitschrift)|profil.at]] |datum=2016-08-03 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> ''Wochenblick,'' das zahlreiche medienethische Verstöße aufzuweisen hat,<ref>[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200225_OTS0069/zwei-ethikverstoesse-auf-wochenblickat ''Zwei Ethikverstöße auf „wochenblick.at“.''] In: APA-OTS-Aussendung des Österreichischen Presserats, 25. Februar 2020, abgerufen am 9. März 2023.</ref><ref>''Selbständiges Verfahren aufgrund einer Mitteilung eines Lesers.'' Entscheidung des Österreichischen Presserats. Beschwerdesenat&nbsp;2, Zahl&nbsp; 2018/017, 3. April 2018 ([https://www.presserat.at/rte/upload/entscheidungen_2018/entscheidung_2018_017_03.04.2018.pdf Volltext online] (PDF; 348&nbsp;KB) auf der Website des Presserats, abgerufen am 9. März 2023).</ref> dabei sein. Beispielsweise hege Rabeder Sympathien für private Milizen, die zum Bürgerkrieg bereit gewesen wären, sollte Ex-US-Präsident Donald Trump die Präsidentschaftswahl 2020 nicht erneut gewinnen. Weiters empfinde er die Identitäre Bewegung nicht als rechtsextrem.
 
Laut der Zeitschrift profil sind auch Ex-Redakteure von der Zeitung "Österreich" ''(oe24.at)'' und der ''Wiener Zeitung'' bei eXXpress tätig. Außerdem soll René Rabeder, ein ehemaliger Mitarbeiter des FPÖ-nahen<ref name="profil">Ingrid Brodnig https://www.profil.at/shortlist/oesterreich/pressefreiheitlich-zeitung-wochenblick-fpoe-7510077 Pressefreiheitlich: Die Zeitung „Wochenblick“ und die FPÖ |werk=[[Profil (Zeitschrift)|profil.at]] |datum=2016-08-03 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> ''Wochenblick,'' das zahlreiche medienethische Verstöße aufzuweisen hat,<ref>[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200225_OTS0069/zwei-ethikverstoesse-auf-wochenblickat ''Zwei Ethikverstöße auf „wochenblick.at“.''] In: APA-OTS-Aussendung des Österreichischen Presserats, 25. Februar 2020, abgerufen am 9. März 2023.</ref><ref>''Selbständiges Verfahren aufgrund einer Mitteilung eines Lesers.'' Entscheidung des Österreichischen Presserats. Beschwerdesenat&nbsp;2, Zahl&nbsp; 2018/017, 3. April 2018 ([https://www.presserat.at/rte/upload/entscheidungen_2018/entscheidung_2018_017_03.04.2018.pdf Volltext online] (PDF; 348&nbsp;KB) auf der Website des Presserats, abgerufen am 9. März 2023).</ref> dabei sein. Beispielsweise hege Rabeder Sympathien für private Milizen, die zum Bürgerkrieg bereit gewesen wären, sollte Ex-US-Präsident Donald Trump die Präsidentschaftswahl 2020 nicht erneut gewinnen. Weiters empfinde er die Identitäre Bewegung nicht als rechtsextrem.
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Autorin ist auch Magdalena Menegus, die für die AfD-Jugendorganisation Junge Alternative Wahlwerbung machte und an einer Kundgebung der rechtsextremen Identitären Bewegung teilnahm. Ihr Name taucht auch in tags von NIUS-Artikeln auf, die offiziell von der NIUS-Redaktion stammen.
    
== eXXpress-TV ==
 
== eXXpress-TV ==
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== Finanzierung und Vermarktung ==
 
== Finanzierung und Vermarktung ==
Die ersten drei Jahre des Bestehens von eXXpress seien bereits mit etwa 1 Million Euro pro Jahr finanziell gesichert, so Schütz. Nach der dreijährigen Startphase soll das Projekt eigenständig Gewinn einbringen können.<ref name="falter_toth" /> Bei der Finanzierung soll Werbung die Hauptrolle spielen.<ref name="diepresse" />
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Für ersten drei Jahre wurde für eXXpress eine Summe von einer Million Euro pro Jahr angegeben. Die Hälfte der Anteile am Exxpress hält das Partnerportal Nius. Nach der dreijährigen Startphase soll das Projekt eigenständig Gewinn einbringen können.<ref name="falter_toth" /> Bei der Finanzierung soll Werbung die Hauptrolle spielen.<ref name="diepresse" />  
    
Im März 2023 wurde bekannt, dass die ''k-digital Medien GmbH&nbsp;& Co&nbsp;KG,'' ein Tochterunternehmen des Kurier Medienhauses ''(KURIER Zeitungsverlag und Druckerei GmbH),'' seit Februar 2023 eXXpress vermarktet.<ref>[https://www.horizont.at/medien/news/zusammenarbeit-k-digital-vermarktet-exxpress.at-90891 ''Zusammenarbeit: k-digital vermarktet exxpress.at.''] In: ''Horizont,'' 8. März 2023, abgerufen am 9. März 2023.</ref>
 
Im März 2023 wurde bekannt, dass die ''k-digital Medien GmbH&nbsp;& Co&nbsp;KG,'' ein Tochterunternehmen des Kurier Medienhauses ''(KURIER Zeitungsverlag und Druckerei GmbH),'' seit Februar 2023 eXXpress vermarktet.<ref>[https://www.horizont.at/medien/news/zusammenarbeit-k-digital-vermarktet-exxpress.at-90891 ''Zusammenarbeit: k-digital vermarktet exxpress.at.''] In: ''Horizont,'' 8. März 2023, abgerufen am 9. März 2023.</ref>
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Mit Stand von 2025 erhöhte VIUS (NIUS) ihren Anteil auf 386.646 € (statt zuvor 135.000 €). Zu den anderen Gesellschaftern gehört die Eva Schütz Beteiligungs GmbH mit 80.250 €.<ref>Handelsgericht Wien, 16.9.2025, Antrag auf Änderung eingelangt.</ref>
    
== Eigentümerstruktur ==
 
== Eigentümerstruktur ==
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* TRAPP Besitz GmbH: 2,27 % (Eigentümer: TRAPP PRIVATSTIFTUNG mit Sitz in Innsbruck des Stifters Gaudenz Trapp auf Schloss Friedberg in Volders)
 
* TRAPP Besitz GmbH: 2,27 % (Eigentümer: TRAPP PRIVATSTIFTUNG mit Sitz in Innsbruck des Stifters Gaudenz Trapp auf Schloss Friedberg in Volders)
 
* Johannes Strohmayer: 1,71 %
 
* Johannes Strohmayer: 1,71 %
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2024 wurde bekannt dass das Partnerprojekt NIUS 50% der Anteile hält.
    
== Kritik ==
 
== Kritik ==
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[[Datei:Died Suddenly Exxpress.jpg|positive Rezeption und Weiterverbreitung des desinformierenden Films [[Died Suddenly]] bei EXXpress|320px|thumb]]
 
=== Kritik betreffend die Unabhängigkeit des Mediums ===
 
=== Kritik betreffend die Unabhängigkeit des Mediums ===
 
;Nähe zur Österreichischen Volkspartei
 
;Nähe zur Österreichischen Volkspartei
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* Am 15. März 2021 startete eXXpress seinen Auftritt in der Medienlandschaft mit der Veröffentlichung des Tonbandes der Ibiza-Affäre in gesamter Länge.<ref>Richard Schmitt https://exxpress.at/ein-stueck-zeitgeschichte-das-ibiza-video-ungekuerzt-was-hc-strache-tatsaechlich-gesagt-hat/ |titel=4,38 Stunden, nicht nur ein kurzer Zusammenschnitt: Das alles wurde in der Ibiza-Finca tatsächlich gesagt! Teil&nbsp;1 |werk=exxpress.at |datum=2021-03-15 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> Laut ''Frankfurter Allgemeine Zeitung'' hat eXXpress hier "''eine vermeintliche Sensation''" präsentiert, da die von Schmitt publizierten Inhalte keinen Neuigkeitswert hätten.<ref name="faz" /> Schmitt spricht im Rahmen der Veröffentlichung des gesamten Tonbandes von entlastendem Material zugunsten von Heinz-Christian Strache.<ref>[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210407_OTS0015/exxpress-veroeffentlicht-alle-bisher-geheimen-szenen-des-ibiza-videos ''eXXpress veröffentlicht alle bisher geheimen Szenen des Ibiza-Videos.''] In: APA-OTS-Aussendung der ''web eXXpress Medien Holding GmbH,'' 7. April 2021, abgerufen am 9. März 2023.</ref> Bereits 2019 hat der damalige ''oe24.at''-Chefredakteur Schmitt die journalistische Sorgfaltspflicht missachtet. Laut dem Landesgericht für Strafsachen Wien wurden nach erster Veröffentlichung des Ibiza-Videos im Mai 2019 in Artikeln Schmitts gewisse Behauptungen „herbeigeredet“; die Veröffentlichungen wären außerdem „tendenziös“ gewesen. In einem weiteren Vorwurf hat er rechtskräftig einen Artikel „reißerisch dargestellt“ und Verbindungen hergestellt, die „reißerisch wahrheitswidrig“ sind.<ref>Laurin Lorenz https://www.derstandard.at/story/2000125063517/richard-schmitts-ibiza-berichte-erweckten-bei-gericht-eindruck-einer-kampagnisierung |titel=Ibiza-Berichterstattung: Richard Schmitts Ibiza-Berichte erweckten bei Gericht „Eindruck einer Kampagnisierung für Strache“ Der Standard |datum=2021-03-18 abruf=2023-03-09 |zitat=Dem jetzigen ‚Exxpress‘-Chefredakteur wird in einem nicht rechtskräftigen Urteil bescheinigt, seine frühere Ibiza-Berichterstattung teilweise ‚mutwillig herbeigeredet‘ zu haben}}.</ref>
 
* Am 15. März 2021 startete eXXpress seinen Auftritt in der Medienlandschaft mit der Veröffentlichung des Tonbandes der Ibiza-Affäre in gesamter Länge.<ref>Richard Schmitt https://exxpress.at/ein-stueck-zeitgeschichte-das-ibiza-video-ungekuerzt-was-hc-strache-tatsaechlich-gesagt-hat/ |titel=4,38 Stunden, nicht nur ein kurzer Zusammenschnitt: Das alles wurde in der Ibiza-Finca tatsächlich gesagt! Teil&nbsp;1 |werk=exxpress.at |datum=2021-03-15 |sprache=de |abruf=2023-03-09</ref> Laut ''Frankfurter Allgemeine Zeitung'' hat eXXpress hier "''eine vermeintliche Sensation''" präsentiert, da die von Schmitt publizierten Inhalte keinen Neuigkeitswert hätten.<ref name="faz" /> Schmitt spricht im Rahmen der Veröffentlichung des gesamten Tonbandes von entlastendem Material zugunsten von Heinz-Christian Strache.<ref>[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210407_OTS0015/exxpress-veroeffentlicht-alle-bisher-geheimen-szenen-des-ibiza-videos ''eXXpress veröffentlicht alle bisher geheimen Szenen des Ibiza-Videos.''] In: APA-OTS-Aussendung der ''web eXXpress Medien Holding GmbH,'' 7. April 2021, abgerufen am 9. März 2023.</ref> Bereits 2019 hat der damalige ''oe24.at''-Chefredakteur Schmitt die journalistische Sorgfaltspflicht missachtet. Laut dem Landesgericht für Strafsachen Wien wurden nach erster Veröffentlichung des Ibiza-Videos im Mai 2019 in Artikeln Schmitts gewisse Behauptungen „herbeigeredet“; die Veröffentlichungen wären außerdem „tendenziös“ gewesen. In einem weiteren Vorwurf hat er rechtskräftig einen Artikel „reißerisch dargestellt“ und Verbindungen hergestellt, die „reißerisch wahrheitswidrig“ sind.<ref>Laurin Lorenz https://www.derstandard.at/story/2000125063517/richard-schmitts-ibiza-berichte-erweckten-bei-gericht-eindruck-einer-kampagnisierung |titel=Ibiza-Berichterstattung: Richard Schmitts Ibiza-Berichte erweckten bei Gericht „Eindruck einer Kampagnisierung für Strache“ Der Standard |datum=2021-03-18 abruf=2023-03-09 |zitat=Dem jetzigen ‚Exxpress‘-Chefredakteur wird in einem nicht rechtskräftigen Urteil bescheinigt, seine frühere Ibiza-Berichterstattung teilweise ‚mutwillig herbeigeredet‘ zu haben}}.</ref>
 
* Ein Faktencheck des Falters überprüfte die Meldung „Mordanschlag auf FPÖ-Politiker: Spur führt in die Antifa-Szene“. Bei einem sichtbar als Auto der FPÖ zu erkennenden Fahrzeug waren die Radmuttern gelöst worden. Die Nachfrage bei der Polizei ergab, dass keine Spur in die Antifa-Szene verfolgt wurde. Die Polizeisprecherin sagte: "''[J]eder hätte die Radmuttern lockern können"''.<ref>Benedikt Narodoslawsky Gab es einen Mordanschlag auf einen FPÖler, Frau Reinthaler? |TitelErg=Am Apparat: Telefonkolumne |Sammelwerk=Falter |Nummer=25 |Ort=Wien |Datum=2021-06-23 |Seiten=11 |Online=[https://www.falter.at/zeitung/20210623/gab-es-einen-mordanschlag-auf-einen-fpoeler--frau-reinthaler/_00386f3564 falter.at] |Abruf=2023-03-09}}</ref>
 
* Ein Faktencheck des Falters überprüfte die Meldung „Mordanschlag auf FPÖ-Politiker: Spur führt in die Antifa-Szene“. Bei einem sichtbar als Auto der FPÖ zu erkennenden Fahrzeug waren die Radmuttern gelöst worden. Die Nachfrage bei der Polizei ergab, dass keine Spur in die Antifa-Szene verfolgt wurde. Die Polizeisprecherin sagte: "''[J]eder hätte die Radmuttern lockern können"''.<ref>Benedikt Narodoslawsky Gab es einen Mordanschlag auf einen FPÖler, Frau Reinthaler? |TitelErg=Am Apparat: Telefonkolumne |Sammelwerk=Falter |Nummer=25 |Ort=Wien |Datum=2021-06-23 |Seiten=11 |Online=[https://www.falter.at/zeitung/20210623/gab-es-einen-mordanschlag-auf-einen-fpoeler--frau-reinthaler/_00386f3564 falter.at] |Abruf=2023-03-09}}</ref>
* Im Oktober/November 2021 kam es im Umfeld der Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt, bei einer Meinungsforscherin und der ÖVP-Zentrale zu einem Bericht von eXXpress, bezugnehmend auf Recherchen von „Plagiatsjäger“ Stefan Weber, dass ein ermittelnder Staatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft privat mit einer der Sachbearbeiterinnen liiert war, die für die Staatsanwaltschaft die Chats auswertete. EXXpress schrieb dabei, dass der Chefredakteur des Falters und der Staatsanwalt im gleichen Ort wohnen und auch die Luftlinie („1200m“) zwischen den Wohnsitzen. Das wurde von Florian Klenk als Bedrohung seiner Familie gewertet und auch das Veröffentlichen von Privatadressen von Ermittlern wurde von mehreren Seiten kritisiert, darunter dem Büro der Justizministerin, den Staatsanwälten und dem Presseclub Concordia.<ref>Austria Presse Agentur https://www.diepresse.com/6055092/staatsanwaelte-und-presseclub-kritisieren-oevp-nahen-exxpress |titel=Staatsanwälte und Presseclub kritisieren ÖVP-nahen „exxpress“ Die Presse |datum=2021-11-02 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Nicht behauptet, aber insinuiert wurde, der Staatsanwalt hätte Klenk Informationen zukommen lassen.<ref>{{Internetquelle |autor=Fabian Schmid |url=https://www.derstandard.at/story/2000130696440/warum-die-oevp-wieder-die-wksta-angreift-und-was-plagiatsjaeger |titel=Umfrageaffäre: Warum die ÖVP wieder die WKStA angreift und was „Plagiatsjäger“ Weber damit zu tun hat Der Standard, |datum=2021-10-25 |sprache=de |abruf=2023-09-03}}</ref>
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* Im Oktober/November 2021 kam es im Umfeld der Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt, bei einer Meinungsforscherin und der ÖVP-Zentrale zu einem Bericht von eXXpress, bezugnehmend auf Recherchen von „Plagiatsjäger“ Stefan Weber, dass ein ermittelnder Staatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft privat mit einer der Sachbearbeiterinnen liiert war, die für die Staatsanwaltschaft die Chats auswertete. EXXpress schrieb dabei, dass der Chefredakteur des Falters und der Staatsanwalt im gleichen Ort wohnen und auch die Luftlinie („1200m“) zwischen den Wohnsitzen. Das wurde von Florian Klenk als Bedrohung seiner Familie gewertet und auch das Veröffentlichen von Privatadressen von Ermittlern wurde von mehreren Seiten kritisiert, darunter dem Büro der Justizministerin, den Staatsanwälten und dem Presseclub Concordia.<ref>Austria Presse Agentur https://www.diepresse.com/6055092/staatsanwaelte-und-presseclub-kritisieren-oevp-nahen-exxpress |titel=Staatsanwälte und Presseclub kritisieren ÖVP-nahen „exxpress“ Die Presse |datum=2021-11-02 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Nicht behauptet, aber insinuiert wurde, der Staatsanwalt hätte Klenk Informationen zukommen lassen.<ref>Fabian Schmid |url=https://www.derstandard.at/story/2000130696440/warum-die-oevp-wieder-die-wksta-angreift-und-was-plagiatsjaeger |titel=Umfrageaffäre: Warum die ÖVP wieder die WKStA angreift und was „Plagiatsjäger“ Weber damit zu tun hat Der Standard, datum=2021-10-25 abruf=2023-09-03</ref>
* Im März 2022 wurde eXXpress (nicht rechtskräftig) zur Zahlung von 10.000 Euro wegen übler Nachrede gegen einen Journalisten des ''Tagesspiegel'' verurteilt. Dabei wurde auch bekannt, wie die Recherche zum inkriminierten Artikel erfolgte: "''Der ‚Exxpress‘-Redakteur bekam von seinem Chefredakteur Richard Schmitt einen Tweet zu dem Fall weitergeleitet. Die Quelle ist unbekannt, die Recherche beschränkte sich auf die Internetlektüre eines kroatischen Artikels, übersetzt mit Google Translate, und das Überfliegen der Geschichte auf orf.at und Der Spiegel (online), erzählt der Redakteur als Zeuge.''"<ref>Michael Möseneder https://www.derstandard.at/story/2000134508576/exxpress-muss-journalisten-10-000-euro-entschaedigung-zahlen |titel=Medienprozess: „Exxpress“ muss Journalisten 10.000 Euro Entschädigung zahlen Der Standard |datum=2022-03-29 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Im Dezember 2022 wurde die Verurteilung rechtskräftig.<ref>{{Internetquelle |url=https://exxpress.at/im-namen-der-republik/ |titel=Im Namen der Republik: Urteilsveröffentlichung über Antrag von Sebastian Leber |werk=exxpress.at |datum=2022-12-27 |sprache=de |abruf=2023-03-09 |zitat=Urteilsveröffentlichung über Antrag von Sebastian Leber aus Anlass des Artikels ‚Mitarbeiter des linken Tagesspiegels als Schlepper verhaftet‘ vom 21.11.2021.<!--Zitat, sic!-->}}</ref>
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* Im März 2022 wurde eXXpress (nicht rechtskräftig) zur Zahlung von 10.000 Euro wegen übler Nachrede gegen einen Journalisten des ''Tagesspiegel'' verurteilt. Dabei wurde auch bekannt, wie die Recherche zum inkriminierten Artikel erfolgte: "''Der ‚Exxpress‘-Redakteur bekam von seinem Chefredakteur Richard Schmitt einen Tweet zu dem Fall weitergeleitet. Die Quelle ist unbekannt, die Recherche beschränkte sich auf die Internetlektüre eines kroatischen Artikels, übersetzt mit Google Translate, und das Überfliegen der Geschichte auf orf.at und Der Spiegel (online), erzählt der Redakteur als Zeuge.''"<ref>Michael Möseneder https://www.derstandard.at/story/2000134508576/exxpress-muss-journalisten-10-000-euro-entschaedigung-zahlen |titel=Medienprozess: „Exxpress“ muss Journalisten 10.000 Euro Entschädigung zahlen Der Standard |datum=2022-03-29 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Im Dezember 2022 wurde die Verurteilung rechtskräftig.<ref>https://exxpress.at/im-namen-der-republik/ Im Namen der Republik: Urteilsveröffentlichung über Antrag von Sebastian Leber |werk=exxpress.at |datum=2022-12-27 abruf=2023-03-09 |zitat=Urteilsveröffentlichung über Antrag von Sebastian Leber aus Anlass des Artikels ‚Mitarbeiter des linken Tagesspiegels als Schlepper verhaftet‘ vom 21.11.2021.</ref>
 
* Im November 2022 veröffentlichte der eXXpress eine als antisemitisch eingestufte Karikatur. Erst nach heftiger öffentlicher Kritik, wobei sie zuerst vom Chefredakteur Richard Schmitt verteidigt wurde, wurde der Artikel gelöscht. Von Israelitischer Kultusgemeinde und Presserat  wurde die Veröffentlichung heftig kritisiert, für die grüne Kultursprecherin Eva Blimlinger stellt sie einen Fall dar, der zum Entzug der Presseförderung führen könnte.<ref>Oliver Mark: [https://www.derstandard.at/story/2000140935610/juden-mit-hakennasen-und-als-ratten-kritik-an-antisemitischer-exxpress ''„Juden mit Hakennasen und als Ratten“: Kritik an „antisemitischer“ „Exxpress“-Karikatur.''] („Medium erzürnt mit Karikatur über FTX-Gründer Bankman-Fried. Kritik von IKG, DÖW und Presserat. Grüne Mediensprecherin sieht Ausschlussgrund für Medienförderung“.) In: ''Der Standard,'' 17. November 2022, abgerufen am 9. März 2023.</ref>
 
* Im November 2022 veröffentlichte der eXXpress eine als antisemitisch eingestufte Karikatur. Erst nach heftiger öffentlicher Kritik, wobei sie zuerst vom Chefredakteur Richard Schmitt verteidigt wurde, wurde der Artikel gelöscht. Von Israelitischer Kultusgemeinde und Presserat  wurde die Veröffentlichung heftig kritisiert, für die grüne Kultursprecherin Eva Blimlinger stellt sie einen Fall dar, der zum Entzug der Presseförderung führen könnte.<ref>Oliver Mark: [https://www.derstandard.at/story/2000140935610/juden-mit-hakennasen-und-als-ratten-kritik-an-antisemitischer-exxpress ''„Juden mit Hakennasen und als Ratten“: Kritik an „antisemitischer“ „Exxpress“-Karikatur.''] („Medium erzürnt mit Karikatur über FTX-Gründer Bankman-Fried. Kritik von IKG, DÖW und Presserat. Grüne Mediensprecherin sieht Ausschlussgrund für Medienförderung“.) In: ''Der Standard,'' 17. November 2022, abgerufen am 9. März 2023.</ref>
 
* Im Juni 2023 erschien ein Interview, das Richard Schmitt mit dem russischen Botschafter in Wien, Dmitri Ljubinski, geführt hatte. Darin werden mehrere Propaganda-Aussagen Russlands zum Russischen Überfall auf die Ukraine 2022 und dem Russisch-Ukrainischen Krieg unwidersprochen wiedergegeben. Für den Fernsehmoderator und Journalisten Armin Wolf stellt sich die Frage, warum das Medium mit österreichischem Steuergeld und nicht mit russischem finanziert werde. Und auch der Völkerrechtsexperte Ralph Janik kritisierte, dass hier die Verbreitung russischer Propaganda Presseförderung erhielte.<ref>https://www.derstandard.at/story/3000000174260/heftige-kritik-fuer-exxpress-interview-mit-russischem-botschafter |titel=Heftige Kritik für "Exxpress"-Interview mit russischem Botschafter |sprache=de-AT |abruf=2023-06-12</ref>
 
* Im Juni 2023 erschien ein Interview, das Richard Schmitt mit dem russischen Botschafter in Wien, Dmitri Ljubinski, geführt hatte. Darin werden mehrere Propaganda-Aussagen Russlands zum Russischen Überfall auf die Ukraine 2022 und dem Russisch-Ukrainischen Krieg unwidersprochen wiedergegeben. Für den Fernsehmoderator und Journalisten Armin Wolf stellt sich die Frage, warum das Medium mit österreichischem Steuergeld und nicht mit russischem finanziert werde. Und auch der Völkerrechtsexperte Ralph Janik kritisierte, dass hier die Verbreitung russischer Propaganda Presseförderung erhielte.<ref>https://www.derstandard.at/story/3000000174260/heftige-kritik-fuer-exxpress-interview-mit-russischem-botschafter |titel=Heftige Kritik für "Exxpress"-Interview mit russischem Botschafter |sprache=de-AT |abruf=2023-06-12</ref>
    
=== Debatte um entlassene stellvertretende Chefredakteurin 2022 ===
 
=== Debatte um entlassene stellvertretende Chefredakteurin 2022 ===
Die stellvertretende Chefredakteurin Anna Dobler wurde am 25. Jänner 2022 via gemeinsam von Herausgeberin Eva Schütz und Chefredakteur Schmitt auf Twitter publizierter Veröffentlichung entlassen, weil sie nach Ausstrahlung des Fernsehfilms ''Die Wannseekonferenz'' in einem Tweet über die Nationalsozialisten die Behauptung aufgestellt hatte: ''"Das waren nicht nur Mörder, sondern durch und durch Sozialisten"'', worauf sie in weiteren Tweets (später von ihr gelöscht) auf dieser Meinung beharrte.<ref>[https://www.derstandard.at/story/2000132819357/exxpress-trennt-sich-von-redakteurin-nach-tweet-ueber-holocaust-planer ''Wannseekonferenz: „Exxpress“ trennt sich von Redakteurin nach Tweet über Holocaust-Planer als „Sozialisten“. Chefredakteur und Herausgeberin stellen sich gegen eine „mögliche Relativierung des Nationalsozialismus“.''] In: ''Der Standard,'' 25. Jänner 2022, abgerufen am 9. März 2023.</ref><ref>Tweet von Richard Schmitt: [https://twitter.com/richardschmitt2/status/1485910906093686793 ''Aus aktuellem Anlass. / #Wannseekonferenz / @SPOE_at''] auf Twitter.com, 25. Jänner 2022, eingebunden als Bild eine {{" |Klarstellung der eXXpress-Redaktion zum Tweet von Anna Dobler}}, unterfertigt mit {{" |Eva Schütz, Herausgeberin / Richard Schmitt, Chefredakteur}}; abgerufen am 9. März 2022.</ref> Im Februar 2022 reichte beim Arbeits- und Sozialgericht Wien eine Anfechtungsklage wegen ihrer Entlassung ein und erhob darin "''schwere Vorwürfe gegen „Exxpress“ und dessen Chefredakteur Richard Schmitt''". Es herrsche in der Redaktion eine "''journalistisch-unethische Handlungsweise''" vor, so würden bevorzugt politisch rechts stehende Mitarbeiter engagiert und Artikel nicht sauber recherchiert, abgeschrieben und kopiert. Auch würden Frauen in der Redaktion schlechter bezahlt als Männer. Schließlich führte sie in ihrer Klage Beispiele von Texten der Webplattform an, die Ähnlichkeiten zwischen Kommunismus und dem Nationalsozialismus beinhalten sollen. Ihre Argumentation bestand darin, dass die ihr vorgeworfene Aussage Blattlinie gewesen wäre und sie aus anderen Gründen entlassen worden wäre.<ref name="DerStandard-20220214">Laurin Lorenz https://www.derstandard.at/story/2000133341388/ex-redakteurin-dobler-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-exxpress Klage: Ex-Redakteurin Dobler erhebt schwere Vorwürfe gegen „Exxpress“ |werk=Der Standard |datum=2022-02-14 |abruf=2022-02-15 |zitat=Dobler wurde wegen eines Tweets entlassen. Dieser entspreche aber der Blattlinie, argumentiert sie in ihrer Klage. ‚Exxpress‘ sieht ‚völlig unrichtige Vorwürfe‘.}}</ref> Schmitt äußerte sich auf Anfrage des ''Standard'' nicht, schrieb jedoch Mitte Februar in einem weiteren Tweet: "''Die Dame hat Irres über die Täter des Holocaust getwittert, wollte sich dafür nicht einmal entschuldigen, klagt nun den exxpress und verbreitet böse Unwahrheiten über ihre Kollegen – aktuell eher wenig Gesprächsbasis.''"<ref>Tweet von Richard Schmitt auf [https://twitter.com/Schmitt_News/status/1493160379396022274 Twitter.com], 14. Februar 2022, abgerufen am 9. März 2022.</ref> Im März fand vor dem Wiener Arbeits- und Sozialgericht die erste Verhandlung statt.<ref name="DerStandard-20220214" />
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Die stellvertretende Chefredakteurin Anna Dobler wurde am 25. Jänner 2022 via gemeinsam von Herausgeberin Eva Schütz und Chefredakteur Schmitt auf Twitter publizierter Veröffentlichung entlassen, weil sie nach Ausstrahlung des Fernsehfilms ''Die Wannseekonferenz'' in einem Tweet über die Nationalsozialisten die Behauptung aufgestellt hatte: ''"Das waren nicht nur Mörder, sondern durch und durch Sozialisten"'', worauf sie in weiteren Tweets (später von ihr gelöscht) auf dieser Meinung beharrte.<ref>[https://www.derstandard.at/story/2000132819357/exxpress-trennt-sich-von-redakteurin-nach-tweet-ueber-holocaust-planer ''Wannseekonferenz: „Exxpress“ trennt sich von Redakteurin nach Tweet über Holocaust-Planer als „Sozialisten“. Chefredakteur und Herausgeberin stellen sich gegen eine „mögliche Relativierung des Nationalsozialismus“.''] In: ''Der Standard,'' 25. Jänner 2022, abgerufen am 9. März 2023.</ref><ref>Tweet von Richard Schmitt: [https://twitter.com/richardschmitt2/status/1485910906093686793 ''Aus aktuellem Anlass. / #Wannseekonferenz / @SPOE_at''] auf Twitter.com, 25. Jänner 2022, eingebunden als Bild eine "''Klarstellung der eXXpress-Redaktion zum Tweet von Anna Dobler''", unterfertigt mit "''Eva Schütz, Herausgeberin / Richard Schmitt, Chefredakteur''"; abgerufen am 9. März 2022.</ref> Im Februar 2022 reichte beim Arbeits- und Sozialgericht Wien eine Anfechtungsklage wegen ihrer Entlassung ein und erhob darin "''schwere Vorwürfe gegen „Exxpress“ und dessen Chefredakteur Richard Schmitt''". Es herrsche in der Redaktion eine "''journalistisch-unethische Handlungsweise''" vor, so würden bevorzugt politisch rechts stehende Mitarbeiter engagiert und Artikel nicht sauber recherchiert, abgeschrieben und kopiert. Auch würden Frauen in der Redaktion schlechter bezahlt als Männer. Schließlich führte sie in ihrer Klage Beispiele von Texten der Webplattform an, die Ähnlichkeiten zwischen Kommunismus und dem Nationalsozialismus beinhalten sollen. Ihre Argumentation bestand darin, dass die ihr vorgeworfene Aussage Blattlinie gewesen wäre und sie aus anderen Gründen entlassen worden wäre.<ref name="DerStandard-20220214">Laurin Lorenz https://www.derstandard.at/story/2000133341388/ex-redakteurin-dobler-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-exxpress Klage: Ex-Redakteurin Dobler erhebt schwere Vorwürfe gegen „Exxpress“ |werk=Der Standard |datum=2022-02-14 |abruf=2022-02-15 |zitat=Dobler wurde wegen eines Tweets entlassen. Dieser entspreche aber der Blattlinie, argumentiert sie in ihrer Klage. ‚Exxpress‘ sieht ‚völlig unrichtige Vorwürfe‘.}}</ref> Schmitt äußerte sich auf Anfrage des ''Standard'' nicht, schrieb jedoch Mitte Februar in einem weiteren Tweet: "''Die Dame hat Irres über die Täter des Holocaust getwittert, wollte sich dafür nicht einmal entschuldigen, klagt nun den exxpress und verbreitet böse Unwahrheiten über ihre Kollegen – aktuell eher wenig Gesprächsbasis.''"<ref>Tweet von Richard Schmitt auf [https://twitter.com/Schmitt_News/status/1493160379396022274 Twitter.com], 14. Februar 2022, abgerufen am 9. März 2022.</ref> Im März fand vor dem Wiener Arbeits- und Sozialgericht die erste Verhandlung statt.<ref name="DerStandard-20220214" />
    
Jan Fleischhauer verteidigte Dobler in seiner ''Focus''-Kolumne mit dem Argument, der Historiker Götz Aly vertrete in seinem Buch ''Hitlers Volksstaat'' (2005) ähnliche Thesen.<ref>autor=Jan Fleischhauer https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-war-hitler-ein-linker_id_48534794.html |titel=War Hitler ein Linker? Stellen Sie die Frage nur, wenn Sie nicht an Ihrem Job hängen |titelerg=FOCUS-Kolumne Focus Online|datum=2022-02-05 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Der irische Historiker und Hitler-Biograph Brendan Simms sagte in einem Interview mit der ''Neuen Zürcher Zeitung (NZZ),'' Doblers Aussage sei zu simpel gewesen, die Nationalsozialisten hätten sich jedoch selbst als Sozialisten und Antikapitalisten verstanden. Eine sozialistische Politik haben die Nazis allerdings nicht verfolgt.<ref>Hansjörg Friedrich Müller https://www.nzz.ch/feuilleton/historiker-simms-die-nazis-sahen-sich-selbst-als-sozialisten-ld.1669622 Historiker Brendan Simms: «Hitler glaubte, man könne nicht Antisemit sein, ohne Antikapitalist zu sein – und umgekehrt» |titelerg=Interview |datum=2022-02-15 |abruf=2023-03-09</ref>
 
Jan Fleischhauer verteidigte Dobler in seiner ''Focus''-Kolumne mit dem Argument, der Historiker Götz Aly vertrete in seinem Buch ''Hitlers Volksstaat'' (2005) ähnliche Thesen.<ref>autor=Jan Fleischhauer https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-war-hitler-ein-linker_id_48534794.html |titel=War Hitler ein Linker? Stellen Sie die Frage nur, wenn Sie nicht an Ihrem Job hängen |titelerg=FOCUS-Kolumne Focus Online|datum=2022-02-05 |sprache=de |abruf=2023-03-09}}</ref> Der irische Historiker und Hitler-Biograph Brendan Simms sagte in einem Interview mit der ''Neuen Zürcher Zeitung (NZZ),'' Doblers Aussage sei zu simpel gewesen, die Nationalsozialisten hätten sich jedoch selbst als Sozialisten und Antikapitalisten verstanden. Eine sozialistische Politik haben die Nazis allerdings nicht verfolgt.<ref>Hansjörg Friedrich Müller https://www.nzz.ch/feuilleton/historiker-simms-die-nazis-sahen-sich-selbst-als-sozialisten-ld.1669622 Historiker Brendan Simms: «Hitler glaubte, man könne nicht Antisemit sein, ohne Antikapitalist zu sein – und umgekehrt» |titelerg=Interview |datum=2022-02-15 |abruf=2023-03-09</ref>
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== Weblinks ==
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==Siehe auch==
* [https://exxpress.at/ exxpress.at] – Webportal von eXXpress
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*[[Wochenblick]]
 
   
==weitere Bilder==
 
==weitere Bilder==
 
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Datei:EXXpress Marcus Franz Richard Schmitt Juni 2023.jpg|Marcus Franz und Richard Schmitt (Juni 2023)
 
Datei:EXXpress Marcus Franz Richard Schmitt Juni 2023.jpg|Marcus Franz und Richard Schmitt (Juni 2023)
 
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== Weblinks ==
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* [https://exxpress[.]at/ exxpress.at] – Webportal von eXXpress
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* https://www.derstandard.at/story/3100000291811/ominoese-stiftung-hinter-exxpress-laedt-zu-kongress-mit-kontroversen-teilnehmern
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* https://www.standpunkt.press/exxpress-und-nius-wie-der-staat-propaganda-finanziert-274 (2025)
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* https://taz.de/Fake-News-im-Boulevarblatt-Exxpress/!6054936
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* https://de.wikipedia.org/wiki/EXXpress
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* https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Schmitt
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* https://www.derstandard.de/story/3000000174260/heftige-kritik-fuer-exxpress-interview-mit-russischem-botschafter
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* https://www.derstandard.de/story/2000130948973/wer-steht-hinter-dem-medium-exxpress-das-gegen-staatsanwaelte-und
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*https://www.sueddeutsche.de/medien/journalismus-leber-tagesspiegel-exxpress-oesterreich-1.5726124?reduced=true
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* https://taz.de/Geschichtsrevisionismus-bei-Twitter/!5832084
    
==Quellennachweise==
 
==Quellennachweise==
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