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| | *75 bis 100 mg Zink pro Tag | | *75 bis 100 mg Zink pro Tag |
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| − | Unverantwortlich ist die Empfehlung: ''Zink, HCQ und Quercetin können zudem auch prophylaktisch verwendet werden.'' Dies würde bedeuten das rezeptpflichtige Antimalariamittel Hydroxychloroquin (HCQ), welches ein erhebliches Nebenwirkungsprofil hat, bei Gesunden anzuwenden. In der Vergangenheit hatten insbesondere rechtspopulistische Politiker wie der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro und Donald Trump zu HCQ geraten, im Gegensatz zu Fachleuten. In Studien zeigte sich dass die HCQ-Einnahme bei COVID-19 mehr schadet als hilft und die Sterblichkeit erhöht.<ref>https://www.derstandard.at/story/2000119589612/coronavirushydroxychloroquin-laut-metastudie-nutzlos-bis-schaedlich?ref=rec</ref> Das pharmakritische Arzneitelegramm at kam ebenfalls zu einer kritischen Einschätzung.<ref>https://www.arznei-telegramm.de/html/2020_04/2004407_01.html</ref> Am 15. Juni 2020 widerrief die FDA die am 28. März erteilte Genehmigung, Hydroxychloroquin als Mittel gegen COVID-19 einzusetzen. Paradoxerweise verlinkt SPR in seiner Empfehlung auch ein Behandlungsschema des Arztes Paul Marik der Eastern Virginia Medical School aus Norfolk (Virginia). Dieser schreibt zu HCQ: | + | Unverantwortlich ist die Empfehlung: ''Zink, HCQ und Quercetin können zudem auch prophylaktisch verwendet werden.'' Dies würde bedeuten das rezeptpflichtige Antimalariamittel Hydroxychloroquin (HCQ), welches ein erhebliches Nebenwirkungsprofil hat, bei Gesunden anzuwenden. In der Vergangenheit hatten insbesondere rechtspopulistische Politiker wie der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro und Donald Trump zu HCQ geraten, im Gegensatz zu Fachleuten. In Studien zeigte sich dass die HCQ-Einnahme bei COVID-19 mehr schadet als hilft und die Sterblichkeit erhöht.<ref>https://www.derstandard.at/story/2000119589612/coronavirushydroxychloroquin-laut-metastudie-nutzlos-bis-schaedlich?ref=rec</ref> Das pharmakritische Arzneitelegramm at kam ebenfalls zu einer kritischen Einschätzung.<ref>https://www.arznei-telegramm.de/html/2020_04/2004407_01.html</ref> Am 15. Juni 2020 widerrief die FDA die am 28. März erteilte Ausnahme-Genehmigung, Hydroxychloroquin als Mittel gegen COVID-19 einzusetzen. Paradoxerweise verlinkt SPR in seiner Empfehlung auch ein Behandlungsschema des Arztes Paul Marik der Eastern Virginia Medical School aus Norfolk (Virginia). Dieser schreibt zu HCQ: |
| | :''Not recommended: chloroquine and hydroxychloroquine. The use of these agents is extremely controversial.''<ref>https://www.evms.edu/media/evms_public/departments/internal_medicine/EVMS_Critical_Care_COVID-19_Protocol.pdf</ref> Das von ihm empfohlene Remdesivir und Methylprednisolon liess man bei SPR unter den Tisch fallen. Die [https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/113-001l_S3_Empfehlungen-zur-stationaeren-Therapie-von-Patienten-mit-COVID-19__2021-02.pdf AWMF Richtlinien COVID-19 von 2021] bewerten einen Nutzen von Chloroquin und Azithromycin bei COVID-19 kritisch.<br> | | :''Not recommended: chloroquine and hydroxychloroquine. The use of these agents is extremely controversial.''<ref>https://www.evms.edu/media/evms_public/departments/internal_medicine/EVMS_Critical_Care_COVID-19_Protocol.pdf</ref> Das von ihm empfohlene Remdesivir und Methylprednisolon liess man bei SPR unter den Tisch fallen. Die [https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/113-001l_S3_Empfehlungen-zur-stationaeren-Therapie-von-Patienten-mit-COVID-19__2021-02.pdf AWMF Richtlinien COVID-19 von 2021] bewerten einen Nutzen von Chloroquin und Azithromycin bei COVID-19 kritisch.<br> |
| | Zu Quercetin stellte die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA in einer "warning letter" an verschiedene Hersteller fest, dass entsprechende Werbung mit gesundheitsbezogenen Aussagen nicht von der Behörde zugelassen sei. | | Zu Quercetin stellte die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA in einer "warning letter" an verschiedene Hersteller fest, dass entsprechende Werbung mit gesundheitsbezogenen Aussagen nicht von der Behörde zugelassen sei. |
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| | Laut der ZEIT handelt es sich bei "Swiss Propaganda Research" um ein dubioses Internetportal, das "selbst in Verdacht steht, Propaganda zu betreiben".<ref>https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-05/corona-pandemie-bekaempfung-massnahmen-innenministerium-verschwoerungstheorien-regierungsrat/seite-2</ref> Die schweizerische Zeitschrift Beobachter schreibt, die Webseite unterstelle einer Vielzahl an Medien - vor allem schweizerischen und deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern und etablierten Zeitungen wie der Neuen Zürcher Zeitung oder der Süddeutschen Zeitung - genau das, was sie selbst praktiziert: "die Leser mit fragwürdigen Informationen zu füttern". Der "Faktenfuchs" des bayerischen Rundfunks kommt im Juni 2020 zu folgendem Fazit: | | Laut der ZEIT handelt es sich bei "Swiss Propaganda Research" um ein dubioses Internetportal, das "selbst in Verdacht steht, Propaganda zu betreiben".<ref>https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-05/corona-pandemie-bekaempfung-massnahmen-innenministerium-verschwoerungstheorien-regierungsrat/seite-2</ref> Die schweizerische Zeitschrift Beobachter schreibt, die Webseite unterstelle einer Vielzahl an Medien - vor allem schweizerischen und deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern und etablierten Zeitungen wie der Neuen Zürcher Zeitung oder der Süddeutschen Zeitung - genau das, was sie selbst praktiziert: "die Leser mit fragwürdigen Informationen zu füttern". Der "Faktenfuchs" des bayerischen Rundfunks kommt im Juni 2020 zu folgendem Fazit: |
| | :''FAZIT<br>"Swiss Policy Research" legt weder offen, wer die Seite betreibt noch wer in der angeblichen "Forschergruppe" arbeitet. Dadurch sind weder die Identität der Urheber der Inhalte noch deren Interessen nachprüfbar - was nicht den Standards journalistischer oder wissenschaftlicher Qualität entspricht. Der oder die Urheber geben sich als Forschergruppe aus – jedoch findet sich keine eigene Forschung nach den anerkannten wissenschaftlichen Standards. Sie betreiben selektive Quellenarbeit und verkürzen Studienergebnisse. Stattdessen sammeln der oder die Urheber Links aus verschiedenen, teils nicht vertrauenswürdigen Quellen und ändern ihre Aussagen, ohne die Gründe dafür transparent zu machen. Das entspricht nicht den Qualitätsstandards von Wissenschaft oder Journalismus - ebensowenig wie die als “Studien” bezeichneten Dokumente zur Medienkritik.''<ref>https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-wie-glaubwuerdig-ist-swiss-policy-research,S128XLH</ref> | | :''FAZIT<br>"Swiss Policy Research" legt weder offen, wer die Seite betreibt noch wer in der angeblichen "Forschergruppe" arbeitet. Dadurch sind weder die Identität der Urheber der Inhalte noch deren Interessen nachprüfbar - was nicht den Standards journalistischer oder wissenschaftlicher Qualität entspricht. Der oder die Urheber geben sich als Forschergruppe aus – jedoch findet sich keine eigene Forschung nach den anerkannten wissenschaftlichen Standards. Sie betreiben selektive Quellenarbeit und verkürzen Studienergebnisse. Stattdessen sammeln der oder die Urheber Links aus verschiedenen, teils nicht vertrauenswürdigen Quellen und ändern ihre Aussagen, ohne die Gründe dafür transparent zu machen. Das entspricht nicht den Qualitätsstandards von Wissenschaft oder Journalismus - ebensowenig wie die als “Studien” bezeichneten Dokumente zur Medienkritik.''<ref>https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-wie-glaubwuerdig-ist-swiss-policy-research,S128XLH</ref> |
| | + | ==Bildbelege== |
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| | + | Datei:SWPRS Ben Garrison 2023.jpg|[[Impfgegner]]schaft mit Bild von [[Impfgegner]] Ben Garrison, der der rechtsextremen amerikanischen "Alt-Right"-Bewegung zuzurechnen ist (2023) |
| | + | Datei:Sockenpuppenzoo ARD 2025.jpg|Bericht über anonyme Unterwanderung von 700 Fake-Accounts bei der deutschsprachigen Wikipedia (2025)<ref>SWR Kultur<br>Sockenpuppenzoo – Angriff auf Wikipedia<br>Doku & Reportage<br>Wikipedia ist die vielleicht wichtigste Webseite unserer Demokratie. Eine Internet-Utopie, wo jede und jeder freien Zugang zu Wissen hat. Und sogar selbst mitschreiben darf. Doch das System ist fragil. Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse unerkannt zu manipulieren. Mutmaßlich schrieben sie mithilfe von hunderten von Fake Account Artikel zur deutschen Geschichte um, erfanden Fakten, relativierten den Holocaust – bis sich ihnen eine Handvoll Wikipedianer*innen mutig entgegenstellte. Ob die Täter wirklich gestoppt wurden, ist bis heute nicht klar. Die Investigativjournalisten Christoph Schattleitner und Daniel Laufer nehmen im Podcast Sockenpuppenzoo die Spur auf und fragen: Was sind das für Menschen, die hinter diesem Angriff stecken? Und können wir Wikipedia heute wirklich noch vertrauen? Ihre Recherche führt sie von den dunkelsten Ecken des Internets zu holzvertäfelten Burschenschaftskellern bis in die Kaderschmiede der Bundeswehr.</ref> |
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