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Die '''Boger Methode''' ist eine der vielen Varianten der [[Homöopathie]]. Hier wiederum gehört diese [[pseudomedizin]]ische Methode zu zu denjenigen Strömungen in der Homöopathie, die sich als direkte Umsetzung der Anweisungen Hahnemanns verstehen.
 
Die '''Boger Methode''' ist eine der vielen Varianten der [[Homöopathie]]. Hier wiederum gehört diese [[pseudomedizin]]ische Methode zu zu denjenigen Strömungen in der Homöopathie, die sich als direkte Umsetzung der Anweisungen Hahnemanns verstehen.
 
==Überblick und Historisches==
 
==Überblick und Historisches==
Der amerikanische Homöopath Cyrus Maxwell Boger (1861–1935) gilt als Vater der vierten grundlegenden Methode der homöopathischen Fallanalyse (neben Samuel Hahnemann, James Tyler Kent und Clemens Maria Franz von Bönninghausen). Dabei wird seine Methode mitunter als eine Art Zusammenführung der Vorstellungen von Bönninghausen und Kent beschrieben, wobei Bogers Ansatz auch Unterschiede zu beiden Verfahren beinhaltet. Bogers Methode ist vor allem gekennzeichnet durch eine starke Generalisierung der Symptome und eine Erweiterung der Anamnese auf die Familie des Patienten.<ref>Gerhard Bleul (Hrsg.): „Homöopathische Fallanalyse: Von Hahnemann bis zur Gegenwart – die Methoden“, darin: Eckart von Seherr-Thohs:„Die Methode nach C. M. Boger“, S. 60–72, 2012 Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, ISBN 978-3-8304-7320-6</ref><ref>Artikel über C. M. Boger auf der Webseite der „Schule für Klassische Homöopathie“ http://www.organon-schule.de/html/seite11.htm (aufgerufen am 19. Mai 2017)</ref>
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Der amerikanische Homöopath Cyrus Maxwell Boger (1861–1935) gilt als Vater der vierten grundlegenden Methode der homöopathischen Fallanalyse (neben [[Samuel Hahnemann]], James Tyler Kent und Clemens Maria Franz von Bönninghausen). Dabei wird seine Methode mitunter als eine Art Zusammenführung der Vorstellungen von Bönninghausen und Kent beschrieben, wobei Bogers Ansatz auch Unterschiede zu beiden Verfahren beinhaltet. Bogers Methode ist vor allem gekennzeichnet durch eine starke Generalisierung der Symptome und eine Erweiterung der Anamnese auf die Familie des Patienten.<ref>Gerhard Bleul (Hrsg.): „Homöopathische Fallanalyse: Von Hahnemann bis zur Gegenwart – die Methoden“, darin: Eckart von Seherr-Thohs:„Die Methode nach C. M. Boger“, S. 60–72, 2012 Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, ISBN 978-3-8304-7320-6</ref><ref>Artikel über C. M. Boger auf der Webseite der „Schule für Klassische Homöopathie“ http://www.organon-schule.de/html/seite11.htm (aufgerufen am 19. Mai 2017)</ref>
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Während seine Methode in den USA und im deutschsprachigen Raum nach seinem Tod in Vergessenheit geriet, ist sie bis heute in Indien relativ verbreitet. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Boger schon zu Lebzeiten Briefkontakt mit dem indischen Homöopathen L. D. Dhawale pflegte und Bogers Witwe die Rechte aller Schriften ihres verstorbenen Mannes deshalb einem indischen Verlagshaus überließ. Weitere Anwender dieser Methodik sind S. R. Phatak und Pichiah Sankaran, der Vater von Rajan Sankaran, der später seine eigene Methode entwickelte.  
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Während seine Methode in den USA und im deutschsprachigen Raum nach seinem Tod in Vergessenheit geriet, ist sie bis heute in Indien relativ verbreitet. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Boger schon zu Lebzeiten Briefkontakt mit dem indischen Homöopathen L. D. Dhawale pflegte und Bogers Witwe die Rechte aller Schriften ihres verstorbenen Mannes deshalb einem indischen Verlagshaus überließ. Weitere Anwender dieser Methodik sind S. R. Phatak und Pichiah Sankaran, der Vater von Rajan Sankaran, der später seine eigene Methode entwickelte, die [[Sankaran - Methode]].  
Boger entwickelte eine spezielle Methode der Repertorisation und verfasste auch die hierfür neu geordneten Grundlagenwerke, Synoptic Key to the Materia Medica (oft einfach nur als „Synoptic Key“ bezeichnet) und General Analysis. Beim Synoptic Key handelt es sich um ein sehr knappes Repertorium, ergänzt um eine ebenfalls knappe Materia Medica. In General Analysis verdichtet Boger die Arzneimittelsymptome auf weniger als 400 Rubriken. Auch beschränkt sich Boger in seinem Repertorium auf die Symptome, die in seinen Vorlagen als wesentlich eingestuft waren. Für viele besteht seine große Bedeutung deshalb darin, das "Wissen" der anderen Homöopathen (vor allem Kent und Bönninghausen) herausreduziert und stark vereinfacht zu haben, indem er ganz klare Prioritäten setzt.<ref>Artikel über C. M. Boger auf der Webseite der „Schule für Klassische Homöopathie“ http://www.organon-schule.de/html/seite11.htm (aufgerufen am 19. Mai 2017)</ref>
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Boger entwickelte eine spezielle Methode der Repertorisation und verfasste auch die hierfür neu geordneten Grundlagenwerke, Synoptic Key to the Materia Medica (oft einfach nur als „Synoptic Key“ bezeichnet) und General Analysis. Beim Synoptic Key handelt es sich um ein sehr knappes Repertorium, ergänzt um eine ebenfalls knappe [[Materia Medica]]. In General Analysis verdichtet Boger die Arzneimittelsymptome auf weniger als 400 Rubriken. Auch beschränkt sich Boger in seinem Repertorium auf die Symptome, die in seinen Vorlagen als wesentlich eingestuft waren. Für viele besteht seine große Bedeutung deshalb darin, das "Wissen" der anderen Homöopathen (vor allem Kent und Bönninghausen) herausreduziert und stark vereinfacht zu haben, indem er ganz klare Prioritäten setzt.<ref>Artikel über C. M. Boger auf der Webseite der „Schule für Klassische Homöopathie“ http://www.organon-schule.de/html/seite11.htm (aufgerufen am 19. Mai 2017)</ref>
 
Die Methode ist nicht auf bestimmte Krankheitsbilder begrenzt und wird in Indien auch bei schwersten Erkrankungen angewandt.
 
Die Methode ist nicht auf bestimmte Krankheitsbilder begrenzt und wird in Indien auch bei schwersten Erkrankungen angewandt.
  
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