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Geldrollenbildung

16 Byte hinzugefügt, 11:37, 3. Nov. 2016
Entstehung und Bedeutung: stilistisch
Das Aufeinanderhaften der einzelnen roten Blutkörperchen wird bekanntermaßen durch folgende Substanzen oder Zustände gefördert:
*Hochmolekulare hochmolekulare Plasmaproteine (Eiweiße) wie Fibrinogen*Alpha2 α<sub>2</sub>-Globuline
*Immunglobuline in hoher Konzentration
*Albumin
*Polylysin
*Dextrane
*Hohe hohe Thrombozytenkonzentration
*lokale Gewebsschädigung, z.B. durch Probenentnahme durch Stichkanüle (einsetzende Gerinnung)
Nach Blutentnahme führt der Eintrocknungsprozess ebenfalls zur Geldrollenbildung, so dass es bei entsprechenden Tests auch bei gesunden Menschen zu einem positiven Testergebnis kommen kann. Eine Erwärmung von Blutproben erhöht ebenfalls die Wahrscheinlichkeit für dieses Phänomen. Daher kann ein Untersucher sehr leicht das Ergebnis in seinem Sinne manipulieren, indem er den Blutausstrich antrocknen lässt, erwärmt oder einfach etwas abwartet. Die einsetzende Blutgerinnung führt zu einer zeitabhängigen Zunahme der Geldrollenbildung, was bei Experimenten zwingend berücksichtigt werden muss.
Die Kettenbildung beeinflusst die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) und ist als einer der Mechanismen zur Regelung der Viskosität und thixotropen Eigenschaften (Fließeigenschaften) des Blutes anzusehen. Nach Ansicht von Fabry (siehe unten) ist die Aggregation Voraussetzung für die Sedimentbildung roter Blutkörperchen. Durch die Kettenbildung erhöht sich die Viskosität des Blutes und es kann zu einer regelrechten Verstopfung der Kapillaren kommen, einer der Schutzmechanismen vor dem Verbluten. Hier wird dann auch von "Blutschlamm" gesprochen (engl. ''sludge''). Die Erhöhung der Viskosität ist Ausgangspunkt für einige Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Geldrollenbildung. Am verbreitetsten ist die Laser-Reflektometrie. Die Rheoskopie beschreibt unter standardisierten Bedingungen die Geldrollenbildung unter dem Mikroskop ''in vivo''.
Andererseits verringert sich durch das Verkleben der Blutkörperchen die für den Sauerstofftransport verfügbare Blutkörperchengesamtoberfläche. Dies kann zu einer lokalen Verringerung der Sauerstoffversorgung im betroffenen Versorgungsgebiet führen.
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