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Übersäuerung

Ein Byte hinzugefügt, 18:05, 6. Mär. 2015
K
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==Pseudo-Diagnostik==
Bei pseudomedizinisch diagnostizierten Übersäuerungen wird meist auf die Bestimmung des Blut-pH-Wertes durch ein anerkanntes Labor verzichtet. Dies zum einen, weil der pH-Wert frischen Blutes lediglich bei tatsächlichen Azidosen unter 7,35 liegt und zum anderen auch aus rechtlichen und abrechnungstechnischen Gründen. Die Punktion einer Arterie wird hier meist gescheut. Stattdessen findet man in diesem Umfeld häufig eine Übersäuerungsdiagnostik durchmittels:
*Speichel-pH-Wertmessungen durch Sticksen
*Urin-pH-Wertmessungen durch Sticksen
*Vermutungen anhand von Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Unverträglichkeit von "sauren" Speisen
Speichel- und Urin-pH schwanken im Laufe eines Tages beträchtlich und können allenfalls bei extremer Azidose eine Aussage ermöglichen. Die entsprechenden pH-Werte unterliegen einem circadianen Rhythmus (regelmäßiger Tagesgang), dessen individuelle Phasenlage aber zunächst bekannt sein muss (Schichtarbeiter?), um sie zu berücksichtigen. Dabei sind individuell unterschiedliche Ausprägungen normal. Die Messwerte im Speichel werden auch durch Mikrobenaktivität verfälscht und hängen stark von Nahrungsaufnahme und Medikamenteneinnahme ab. Diese Faktoren müssten jeweils berücksichtigt werden. Der Urin-pH-Wert wird ebenfalls durch Nahrung und Medikamente beeinflusst und kann durch Vorliegen von Entzündungen und Infekten verändert sein. Es muss also vor pH-Bestimmung ein Infekt ausgeschlossen werden. In alternativmedizinschen Kreisen der Anhänger einer [[Chinesische Organuhr|chinesischen Organuhr]] wird seltsamerweise auf derartige pH-Schwankungen im Urin hingewiesen. Demnach seinen seien die Nieren zwischen 17 und 19 Uhr am "aktivsten", und gegen 20 Uhr sei im Urin eine so genannte "Säureflut" zu beobachten.
Nach Angaben von Handelshäusern für [[Basische Ernährung|"basische Ernährung"]] sollen 80% der Bevölkerung ''übersäuert'' sein, manche Angaben gehen sogar davon aus, dass dies auf die gesamte Bevölkerung zutreffe.
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