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China-Lampe

7 Byte hinzugefügt, 18:53, 7. Sep. 2013
K
Aussagen von Anbietern zur Entwicklung und zu den Eigenschaften der Lampe
In der Werbung wird die kaum nachprüfbare Entstehungsgeschichte der Lampe mit kleineren Abwandlungen so dargestellt: Das Chongqing Silicate Research Institute habe 1978 von der chinesischen Regierung den Auftrag bekommen, den Grund für die ungewöhnlich gute Gesundheit der Arbeiter in einer südchinesischen Ziegelei zu ermitteln. Der Leiter der Instituts, ein Dr. Wenbin Gou, habe als Ursache den in der Ziegelei verarbeiteten schwarzen Lehm ermittelt. Gou habe in dem Lehm 33 Mineralien nachgewiesen, "die auch im menschlichen Körper vorkommen" und die bei Erwärmung elektromagnetische Wellen aussendeten.<ref>http://www.chinalampe.at/index.php?ID=1 Aufruf am 6. September 2013. Die Seite wird von der Firma Infrarote Welt Handels GmbH aus Wien betrieben, die eine China-Lampe unter der registrierten Wortmarke ''INFRAMINERAL'' vertreibt.</ref> Es handele sich um besondere Wellen, die ein nicht näher erklärtes menschliches "Biofrequenz-Spektrum fast deckungsgleich imitieren".
Diese Behauptungen zur Wirkungsweise sind physikalisch unsinnig. Das Spektrum der elektromagnetischen Strahlung hängt einzig von der Temperatur des Strahlers (also der Mineralienplatte) ab, Näheres dazu im Artikel [[Ferninfrarot-Therapie]]. Für die Temperatur der Platte im Betrieb finden sich nur wenige Angaben, die von 280&nbsp;°C bis 470&nbsp;°C reichen. Das Maximum der Strahlungsdichte (gemessen in (W/m<sup>2</sup>)/&micro;m) liegt dann bei einer Wellenlänge von 5 bis 4 &nbsp;&micro;m. Für den Fall 470&nbsp;°C ist die Leistung bei 2nbsp2&nbsp;&micro;m auf rund 2&nbsp;% des Maximalwertes gefallen, bei 2nbsp2&nbsp;&micro;m auf 1&nbsp;%. Die Herstellerangabe 2&nbsp;&micro;m - 25&nbsp;&micro;m ist somit auf jeden Fall "richtig", allerdings auch trivial, da sie nichts mit den geheimnisvollen Mineralien zu tun hat.
Unabhängige Untersuchungen, die eine Wirkung der China-Lampe bei bestimmten Beschwerden belegen, gibt es nicht. Von Anbietern der Lampe werden angebliche Untersuchungsergebnisse des Chongqing Silicate Research Institute, also des Herstellers, verbreitet. Diese sollen aus den 1980er Jahren stammen, wurden aber offenbar nicht publiziert und haben somit keine Aussagekraft. Behauptet wird beispielsweise bei "Durchfall beim Baby" eine Heilung in 9 von 12 Fällen, bei "Gesichtsnervenlähmung" eine Heilung in 6 von 30 Fällen (und in den restlichen 24 Fällen eine "Wirkung" oder "Verbesserung").<ref name="Studie">http://www.chinalampe.at/images/cms/File/Downloads_Studien/Therapiestudie.pdf PDF erstellt am 29. Mai 2007, abgerufen am 6. September 2013</ref>
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