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| | Die anthroposophische Rassenlehre ist ein herbeiphantasiertes Glaubenskonstrukt, das sich verschiedener Legenden, Sagen und Märchen bedient. Sie postuliert auch das Vorhandensein menschlicher Rassen und weist rassistische Inhalte auf. | | Die anthroposophische Rassenlehre ist ein herbeiphantasiertes Glaubenskonstrukt, das sich verschiedener Legenden, Sagen und Märchen bedient. Sie postuliert auch das Vorhandensein menschlicher Rassen und weist rassistische Inhalte auf. |
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| − | Die anthroposophische Rassenlehre ist immer noch Lehrinhalt der [[Waldorfpädagogik|Waldorfschulen]]. Die rassistischen [[Steiner Zitate|Aussagen Steiners]] werden da aber nicht mehr erwähnt. | + | Die anthroposophische Rassenlehre ist immer noch Lehrinhalt der [[Waldorfpädagogik|Waldorfschulen]]. Die rassistischen [[Steiner Zitate|Aussagen Steiners]] werden aber nicht mehr erwähnt. Die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat Werke Rudolf Steiners im Jahr 2007 als "zum Rassenhass anreizend" beurteilt. |
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| | ==Wurzelrassen== | | ==Wurzelrassen== |
| − | Die ersten fünf Wurzelrassen sowie einige Unterrassen schilderte Steiner in dem Buch „Aus der [[Akasha-Chronik]]“. Diese Akasha-Chronik gilt Esoterikern als eine Art lebende Schrift, die nur die Eingeweihten verstehen. In dieser Schrift, so sagte Steiner, spielten sich die Vorgänge "in vollem Leben" ab, und man könne auf diese Weise in ferne Vergangenheiten blicken, die weiter zurückreichten als die bekannte "äußere Geschichte". | + | Die Idee der so genannten Wurzelrassen geht auf die Esoterikerin und [[Theosophie|Theosophin]] [[Helena Blavatsky]] zurück, die dazu ihre Ansichten im Werk "Die Geheimlehre" veröffentlichte. Ihre Wurzelrassenerzählungen wurden von Rudolf Steiner übernommen. |
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| | + | Die ersten fünf Wurzelrassen der Anthroposophie sowie einige Unterrassen schilderte Steiner in dem Buch „Aus der [[Akasha-Chronik]]“. Diese Akasha-Chronik gilt Esoterikern als eine Art lebende Schrift, die nur die Eingeweihten verstehen. In dieser Schrift, so sagte Steiner, spielten sich die Vorgänge "in vollem Leben" ab, und man könne auf diese Weise in ferne Vergangenheiten blicken, die weiter zurückreichten als die bekannte "äußere Geschichte". |
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| | Die Gegenwart spielt sich demnach auf dem vierten Planeten, der Erde, ab. Am Ende der Erdenzeit werden die anthroposophisch erleuchteten Geister ihre physische Hülle abstreifen und zu Engeln erhoben, während die "Materialisten" zu Tiermenschen degenerieren. | | Die Gegenwart spielt sich demnach auf dem vierten Planeten, der Erde, ab. Am Ende der Erdenzeit werden die anthroposophisch erleuchteten Geister ihre physische Hülle abstreifen und zu Engeln erhoben, während die "Materialisten" zu Tiermenschen degenerieren. |
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| | Bevor Atlantis im Ozean versank, wanderten einzelne Gruppen aus, glauben die Anthroposophen. Die Nachkommen derer, die in den Westen, nach Amerika gingen, diffamierte Steiner als "dekadente" Abzweigung. Sie seien eine jener Gruppen, bei denen das Knochensystem zu früh verhärtete, solche Menschen blieben als "degenerierte Menschenrasse zurück". | | Bevor Atlantis im Ozean versank, wanderten einzelne Gruppen aus, glauben die Anthroposophen. Die Nachkommen derer, die in den Westen, nach Amerika gingen, diffamierte Steiner als "dekadente" Abzweigung. Sie seien eine jener Gruppen, bei denen das Knochensystem zu früh verhärtete, solche Menschen blieben als "degenerierte Menschenrasse zurück". |
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| − | Sein Schüler Wachsmuth wollte anhand des Kopffederschmuck beweisen, dass Indianer ein "verhärtetes" Kopfsystem besäßen und darum degeneriert seien. Bei der "malayischen Rasse" diagnostizierte Steiner ein zu früh verhärtetes Nervensystem, bei den Schwarzen ein verhärtetes Ernährungssystem und bei den Mongolen verhärtetes Blut sowie einen naiven Glauben an das Leben. Er stellt Indianer, Malaien, Schwarze und Mongolen mit Tieren auf eine Stufe, in dem er physische Verhärtung und damit spirituellen Stillstand unterstellte. Die Indianer wurden auf dem Weg zum Arier und zum Übermenschen "herausgenommen" wie die Affen. | + | Sein Schüler Wachsmuth wollte anhand des Kopffederschmuck beweisen, dass Indianer ein "verhärtetes" Kopfsystem besässen und darum degeneriert seien. Bei der "malayischen Rasse" diagnostizierte Steiner ein zu früh verhärtetes Nervensystem, bei den Schwarzen ein verhärtetes Ernährungssystem und bei den Mongolen verhärtetes Blut sowie einen naiven Glauben an das Leben. Er stellt Indianer, Malaien, Schwarze und Mongolen mit Tieren auf eine Stufe, in dem er physische Verhärtung und damit spirituellen Stillstand unterstellte. Die Indianer wurden auf dem Weg zum Arier und zum Übermenschen "herausgenommen" wie die Affen. |
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| | Demnach sah Steiner diese Menschen als "minderwertige Rassen" an, die zum Aussterben verdammt seien. | | Demnach sah Steiner diese Menschen als "minderwertige Rassen" an, die zum Aussterben verdammt seien. |