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* Die ''Lange Zählung''. Die Kombination aus Tzolkin und Haab führt zu einer Periode von 18.980 Tagen oder ungefähr 52 Jahren, denn das kleinste gemeinsame Vielfache von 260 und 365 ist 18.980. Ein Datum nach Tzolkin oder Haab war deshalb über einen längeren Zeitraum gesehen nicht eindeutig; in Zeitspannen von mehr als 104 Jahren taucht jedes Datum mindestens zweimal auf. Für astronomische Berechnungen und für die Geschichtsaufzeichnung wurde deshalb ein weiteres System benutzt, welches eine Periode von 1.872.000 Tagen oder etwa 5.125 Jahren hat.
 
* Die ''Lange Zählung''. Die Kombination aus Tzolkin und Haab führt zu einer Periode von 18.980 Tagen oder ungefähr 52 Jahren, denn das kleinste gemeinsame Vielfache von 260 und 365 ist 18.980. Ein Datum nach Tzolkin oder Haab war deshalb über einen längeren Zeitraum gesehen nicht eindeutig; in Zeitspannen von mehr als 104 Jahren taucht jedes Datum mindestens zweimal auf. Für astronomische Berechnungen und für die Geschichtsaufzeichnung wurde deshalb ein weiteres System benutzt, welches eine Periode von 1.872.000 Tagen oder etwa 5.125 Jahren hat.
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In der [[Esoterik]] ist vom Maya-Kalender derzeit vor allem im Zusammenhang mit einem ''magischen Datum'' Ende Dezember [[2012]] (21. 12. 2012) die Rede, für das eine Vielzahl von [[Katastrophismus|katastrophistischen]] Prophezeiungen verbreitet werden, z.B. das Ende der Welt oder der Aufstieg der Menschheit in eine neue spirituelle Dimension. Unverständlich bleibt, wesshalb die antiken Mayas einen Weltuntergang im fernen Jahr 2012 vorhergesagt haben sollten, obwohl es ihnen erwiesenenmassen nicht gelang ihren eigenen Untergang im Zusammenhang mit der spanischen Conquista vorherzusagen.
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In der [[Esoterik]] ist vom Maya-Kalender derzeit vor allem im Zusammenhang mit einem ''magischen Datum'' Ende Dezember [[2012]] (21. 12. 2012) die Rede, für das eine Vielzahl von [[Katastrophismus|katastrophistischen]] Prophezeiungen verbreitet werden, z.B. das Ende der Welt oder der Aufstieg der Menschheit in eine neue spirituelle Dimension. Unverständlich bleibt, weshalb die antiken Mayas einen Weltuntergang im fernen Jahr 2012 vorhergesagt haben sollten, obwohl es ihnen erwiesenenmaßen nicht gelang ihren eigenen Untergang im Zusammenhang mit der spanischen Conquista vorherzusagen.
    
Ein 2010 in Guatemala von US-amerikanischen Archäologen (Aveni/Saturno von der Universität von Boston) entdeckter Maya-Kalender ist der älteste bekannte Kalender. Der gefundene Kalender wird auf das Jahr 814 datiert. Der Dresdner Codex stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Kalender umfasst eine Zeitspanne von mehr als 6.000 Jahren und geht damit weit über Dezember 2012 hinaus; somit bereitet er katastrophistischen Prophezeiungen um einen Weltuntergang 2012 ein Ende.<ref>http://www.fr-online.de/wissenschaft/neuer-maya-kalender-widerlegt-untergangstheorie-doch-kein-weltuntergang-2012-,1472788,15221094,item,1.html</ref><ref>http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php</ref> Veröffentlicht wurde die Entdeckung im Mai 2012 im renommierten Journal Science.<ref>William A. Saturno1, David Stuart, Anthony F. Aveni, Franco Rossi. Ancient Maya Astronomical Tables from Xultun, Guatemala. Science, 11. Mai 2012, Vol. 336 no. 6082, Seiten 714-717</ref>
 
Ein 2010 in Guatemala von US-amerikanischen Archäologen (Aveni/Saturno von der Universität von Boston) entdeckter Maya-Kalender ist der älteste bekannte Kalender. Der gefundene Kalender wird auf das Jahr 814 datiert. Der Dresdner Codex stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Kalender umfasst eine Zeitspanne von mehr als 6.000 Jahren und geht damit weit über Dezember 2012 hinaus; somit bereitet er katastrophistischen Prophezeiungen um einen Weltuntergang 2012 ein Ende.<ref>http://www.fr-online.de/wissenschaft/neuer-maya-kalender-widerlegt-untergangstheorie-doch-kein-weltuntergang-2012-,1472788,15221094,item,1.html</ref><ref>http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/mayakalender-archaologen-entdecken-die-bisher-altesten-astronomischen-daten.php</ref> Veröffentlicht wurde die Entdeckung im Mai 2012 im renommierten Journal Science.<ref>William A. Saturno1, David Stuart, Anthony F. Aveni, Franco Rossi. Ancient Maya Astronomical Tables from Xultun, Guatemala. Science, 11. Mai 2012, Vol. 336 no. 6082, Seiten 714-717</ref>
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