La bête de Bruxelles

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Milton William Cooper

La bête de Bruxelles (frz. das "Biest von Brüssel" oder "das Tier von Brüssel") ist laut einer Verschwörungstheorie ein fiktiver, sich selbst programmierender Supercomputer in Brüssel, der Hauptstadt von Belgien. Eine Angabe zum Standort ist nicht bekannt.

Laut Verschwörungstheorie soll die angebliche Computeranlage Daten zu allen EU-Bürgern oder gar zu sämtlichen Erdbewohnern gespeichert haben. Auch sollen dort Daten zum Konsumverhalten gespeichert sein.

Ein Gläubiger der "bête de Bruxelles"-Geschichte ist der deutsche Arzt und Homöopath Heinz Gerhard Vogelsang aus Krefeld. Vogelsang schrieb dazu:

In Brüssel wird ein international nutzbarer Großrechner geplant, der drei Stockwerke hoch ist, La Bete (das Tier, auch die Bestie) heißt und von dem Computeranalytiker Dr. Hanrik Eldeman betreut wird. [1]. (Die Seite trägt den Vermerk "Science Fiction", ein alter Trick des Bevölkerungsmanipulations- und -reduktionsprogramms, seine Verbrechen zu verschleiern, bis sie unentrinnbar sind [...] Natürlich kann La bete Signale nicht nur empfangen, sondern auch senden, könnte also z.B. künstliche Herzstillstände erzeugen. Man kann also die Renten von, sagen wir, 100.000 EuropäerInnen / Jahr kassieren, indem man sie durch einen Zufallsgenerator von La Bete töten läßt. Es würde kaum auffallen, denn der künstliche Herzstillstand ist vom natürlichen nicht zu unterscheiden.

Ursprung der Verschwörungstheorie

Die Hypothese der Existenz der "bête de Bruxelles" geht auf den Roman Behold a Pale Horse von Milton William Cooper (1943-2001)[2] aus dem Jahr 1991 zurück. Darin wurde eine Welt beschrieben, in der ein selbst-programmierender dreistöckiger Supercomputer alle Menschen mittels für das menschliche Auge unsichtbar auf der Stirn eintätowierter Strichcodes überwacht.

Als das Buch unter dem Titel The Rapture verfilmt wurde, kam zu diesem Anlass eine fiktionale Zeitung heraus, die einen Artikel zum "Biest von Brüssel" enthielt. Trotz des eindeutigen Hinweises auf den fiktionalen Inhalt wurde die Geschichte von einigen für bare Münze genommen und als Fakt weiterverbreitet.

Realisierbarkeit

Tatsächlich stellt eine Datenbank, die alle Menschen erfasst, vom technischen Standpunkt kein Problem dar. Würde man beispielsweise jedem Datensatz 1 kB Speicher zu Verfügung stellen (immerhin 1024 Zeichen), hieße das, dass 10 Milliarden Menschen auf 10 Terabyte erfasst werden können. Die Speicherkapazitäten der weltweit größten Rechenzentren lagen Ende 2002 zwischen 1 und 10 Petabyte(= 1.000 TB).

Weblinks