Instinctotherapie

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Die Instinctotherapie (auch Anopsologie, Instincto-Rohkost, Instinktokost, instinktive Ernährung, Instinktessen, Instinktotherapie, alliästhetische Ernährung usw.) ist eine im Jahre 1964 von dem Schweizer Mathematiker und Physiker Guy Claude Burger erfundene Ernährungsweise und Sonderform der nicht-veganen Rohkost. Burger behauptet, dass Geschmacks- und Geruchssinn bestimmen können, welche Nahrung für den Körper nützlich oder schädlich sei. Die wissenschaftlich nicht validierte Instinctotherapie ist dem Spektrum der Alternativmedizin zuzuordnen.

Burger nimmt bei seiner Methode an, dass man mit Hilfe des eigenen Geruchs- und Geschmackssinnes den momentanen Wert einer bestimmten Nahrung für den Körper bestimmen könne. Ist ein Anwender der Ansicht, dass ein potentielles Lebensmittel gut rieche, so soll es probiert und bei Gefallen gegessen werden. Erzeuge hingegen die Nahrung nach einer Weile ein Brennen im Mundraum oder einen unangenehmen Geschmack, so probiere man andere Nahrungsmittel.

Dabei müssen die Lebensmittel jedoch Rohkost sein und dürfen nicht durch thermische oder chemische Prozesse oder sogar Bestrahlung verändert sein. Nach Burger soll auch eine mechanische Veränderung vermieden werden und verschiedene Lebensmittel sollen erst innerhalb des menschlichen Körpers miteinander vermengt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung kommt zu einem negativen Urteil über die Instincto-Therapie, da diese Ernährungsweise zu einseitig sei und es dadurch zu Mangelerscheinungen und Unterernährung kommen könne.

1995 starb Burgers Frau an Krebs, was er nicht erwartet hatte, da sie viele Jahre nach seiner Lehre lebte und im Sinne seiner Lehre nicht an Krebs hätte erkranken können. Außerdem kam es bei Anwendern der Instinctotherapie einige Male zu Infektionen mit Darmparasiten, die Guy Claude Burger zuvor ausgeschlossen hatte.

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