Humanenergetiker

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Humanenergetiker (auch "Energetiker") ist eine vor allem in Österreich bekannte und nicht gesetzlich geschütze Berufsbezeichnung, die teilweise Analogien zum in Deutschland bekannten Heilpraktiker oder zum Schweizer Naturheilpraktiker aufweist. Im Methodenkatalog der Wirtschaftskammer Österreich für Humanenergetik wird lediglich eine „Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit“ erlaubt. In Österreich ist die Ausübung der Heilkunde alleine Ärzten vorbehalten. Das „Energetikgewerbe“ beschränkt sich ausdrücklich nur auf den Wellnessbereich.

Für das Jahr 2017 werden in Österreich 18.000 Humanenergetiker angegeben, alleine 3000 in Wien.[1] Der Autor des Buches „New Cage: Esoterik 2.0“, Johannes Fischler, nennt für Österreich einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro in diesem Bereich.

Das Berufsbild ist vor allem negativ geprägt: die Ausübung der Heilkunde, wie sie auch den deutschen Heilpraktikern erlaubt ist, ist Humanenergetikern ausdrücklich untersagt. So dürfen diese keine Untersuchungen durchführen oder Diagnosen stellen. Auch dürfen keine Therapien durchgeführt werden oder gar Heilmittel verschrieben werden. HumanenergetikerInnen sind auch „zu individueller Beratung, Coaching und Betreuung“ von Menschen „im Zusammenhang mit Persönlichkeitsthemen, beruflichen Themen, Lebensabschnittsthemen, persönlichen und sozialen Beziehungen sowie Kommunikationsthemen im Sinne des reglementierten Gewerbes Lebens- und Sozialberatung“ nicht berechtigt, ebenso nicht „zur bewussten und geplanten Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen“, ebenso nicht zu Tätigkeiten im Bereich der physiotherapeutischen Dienste und zu Tätigkeiten im Bereich von Massage und Kosmetik.

Weblinks

Quellennachweise

  1. https://kurier.at/chronik/oesterreich/energetiker-und-esoteriker-die-suche-nach-der-geldader/400010775