Ernstsches Gesetz

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Das Ernstsche Gesetz (Ernst's Law) geht auf den emiritierten Alternativmedizinforscher Edzard Ernst (geb. 30. Januar 1948, Wiesbaden) zurück und beschreibt regelmäßig zu beobachtende Reaktionen von Seiten der Befürworter der Alternativmedizin auf die wissenschaftliche Erforschung dieses Gebietes. Kurz zusammengefasst besagt die Regel:

Wer auf dem Gebiet der Alternativmedizin forscht und von Alternativmedizinanhängern gemocht wird, betreibt schlechte Forschung.

Ernst beschrieb die Regel folgendermaßen:

The ‘law’ stipulates that, if a scientist investigating alternative medicine is much liked by the majority of enthusiasts in this field, the scientist is not doing his/her job properly.

Eine Formulierung von 2013 in englischer Sprache findet sich in seinem Blog.[1] Ernst selbst nennt die Regel nicht Ernstsches Gesetz. Vielmehr war es Andy Lewis, der Betreiber der Webseite The Quackometer[2], der die hier beschriebene Regel so bezeichnete. Edzard Ernst thematisiert mit seiner Regel eine seiner Meinung nach regelmäßig anzutreffende Aversion gegen sachliche Kritik und die Unfähigkeit, mit sachlicher Kritik umzugegehen.

Das Ernstsche Gesetz ist nicht zu verwechseln mit dem Nernstschen Gesetz, das in der physikalischen Chemie eine Rolle spielt, oder mit den Ernstschen Gesetzen im Jagdwesen.

Quellennachweise

  1. http://edzardernst.com/2013/11/ernsts-law/
  2. http://www.quackometer.net/