Carpenter-Effekt

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Der Begriff Carpenter-Effekt (auch ideomotorischer Effekt) bezeichnet das Phänomen, dass die bloße Vorstellung einer bestimmten Bewegung (z.B. einer Handbewegung) die Tendenz zur Ausführung eben dieser Bewegung auslöst. Dies wurde erstmals 1852 von dem englischen Mediziner und Naturforscher William Benjamin Carpenter (29. Oktober 1813, Exeter - 19. November 1885, London) beschrieben. Der alte deutsche Name für diesen Effekt war „Ausdrucksbewegungen“.

Viele Bewegungen, die nach esoterischer Interpretation durch äußere Kräfte beeinflusst werden – wie die von Wünschelruten und Pendeln oder das Gläserrücken in spiritistischen Séancen – lassen sich durch den Carpenter-Effekt erklären. Daneben kann bei derartigen Erscheinungen aber auch das Kohnstamm-Phänomen eine Rolle spielen. Es beschreibt unwillkürliche kleine Muskelanspannungen, die auftreten, wenn Muskeln nach längerer, intensiver Anspannung wieder entspannt werden.

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