Außerkörperliche Erfahrung

Aus Psiram
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Die Ausserkörperliche Erfahrung (AKE, engl. out of body experience OBE oder OOBE) ist eine Illusion, bei der sich der Berichtende ausserhalb des eigenen Körpers glaubt, schwerelos glaubt und sich selbst von aussen zu betrachten (Autoskopie) in der Lage sieht. Etwa zehn Prozent der allgemeinen Bevölkerung gibt an, AKE in seinem Leben gemacht zu haben.[1] Nach anderen Angaben sollen es sogar bis zu 35 Prozent sein. In den Neurowissenschaften werden Berichte über ausserkörperliche Erfahrungen den dissoziativen Störungen zugeordnet. Diese können in bestimmten Zuständen auftreten, etwa im Rahmen von Kreislaufversagen oder bei Unfällen. Auch nach Drogenkonsum (Beispiel: LSD), nach Einnahme bestimmter Arzneimittel (Psilocybin, Ketamin, DMT, MDA) oder bei starker Müdigkeit kann dieser Zustand auftreten. Auch bei psychiatrischen Erkrankungen wie Psychosen können AKE auftreten.

AKE können auch gezielt und wiederholbar technisch hervorgerufen werden, durch eine bestimmte Beeinflussung der Wahrnehmung durch multimediale Simulationen, oder durch gezielte physikalische Beeinflussung der Nervenaktivität des Gehirns von außen.

Ausserkörperliche Erfahrungen können auch beim bewusst erlebten luziden Träumen (Klarträumen) erlebt werden. Bei Klarträumen ist sich der Träumer oder Traumreisende (Oneironaut) bewusst, dass er träumt und er kann den Traumverlauf beeinflussen. Die Fähigkeit, Klarträume zu erleben, hat vermutlich jeder Mensch. Auch gibt es Techniken Klarträume zu erleben.

Der Begriff Out Of Body Experience wurde im Jahre 1943 durch G. Tyrrell in seinem Werk Apparitions zuerst verwendet und später in den Neurowissenschaften weiter verwendet.

Die AKE spielt auch eine Rolle in der esoterischen Anthroposophie. In der Anthroposophie wird in diesem Zusammenhang von einer Astralreise, Astralwanderung oder Jenseitsreise gesprochen.

Weblinks

Quellennachweise

  1. https://www.sciencedaily.com/releases/2007/08/070823141057.htm