10-Wege-Therapie nach Seeger

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Die 10-Wege-Therapie des Krebses nach Seeger (auch 10-Punkte-Programm genannt) geht auf den deutschen Arzt Paul Gerhardt Seeger (1903, Calbe - 26. April 1991, Berlin-Spandau) zurück. Es handelt sich dabei um Therapievorschläge zur Behandlung von Krebserkrankungen, die auf der Warburg-Hypothese beruhen und Bezüge zur umstrittenen Sanum-Therapie und esoterischen Annahmen aufweisen. Die 1966 als 10-Punkte-Programm zusammengefassten Therapievorschläge von Seeger sind wissenschaftlich nicht als wirksam anerkannt und spielen in der akademischen Medizin keine Rolle, sondern sind Bestandteil der unkonventionellen Krebstherapien. Klinische Studien zu diesem therapeutischen Außenseiterverfahren gibt es nicht. Seeger ist auch als Befürworter einer umstrittenen Petroleum-Therapie bei Krebs bekannt geworden.

Seine Empfehlungen sind daher allenfalls ergänzend zu einer anerkannten Therapie sinnvoll.

Paul Gerhardt Seeger

Seeger studierte Medizin und wurde in den 1930er Jahren Arzt. Nach 1945 war er praktischer Arzt in Falkensee bei Berlin, wo er privat Krebsforschungen betrieb. 1956 wurde er zum Oberarzt und Leiter der Forschungsstelle für Krebsforschung an der Charité in Berlin.

Grundannahmen von Seeger

Nach Seeger geht eine Krebserkrankung auf eine gestörte Zellatmung zurück, die seiner Meinung nach mit einer Biologischen Basistherapie behandelbar sei.

10-Wege nach Seeger

Sein 10-Wege-Programm ist eine Mischung aus dem, was seiner Meinung nach präventiv die Krebsentstehung verhindern könne, und was therapeutisch bei Krebs anwendbar sei. Schwerpunkte sind Ernährungsempfehlungen.

  • 1. Weg: Aufspürung und Ausschaltung von angenommenen Störfeldern.
  • 2. Weg: Nosodenbehandlung mit Entgiftung des Organismus.
  • 3. Weg: Beseitigung angenommener Dysbiosen der Darmflora.
  • 4. Weg: Aktivierung der Zellatmung durch Wasserstoffakzeptoren.
  • 5. Weg: Aktivierung der körpereigenen Abwehrlage.
  • 6. Weg: Desensibilisierung und Aktivierung der Immunabwehr.
  • 7. Weg: Zytoplasmatische Therapie zur Aktivierung der Antikörperbildung.
  • 8. Weg: Maßnahmen mit dem Ziel einer Hemmung der zellulären Glykolyse.
  • 9. Weg: Ernährungsratschläge (Milchsäure und Lecithin als sog. Krebshemmungsfaktoren).
  • 10. Weg: Maßnahmen mit dem Ziel einer Stütze von Herz und Kreislauf.

Kritik

Seegers Angaben sind mehrfach widerlegt worden. Die Beobachtungen zu pH-Wert-Veränderungen im Umfeld von Tumoren kann sowohl Folge als auch Ursache sein. Dass eine Hypoxie Krebs auslöst, wurde durch Seeger nicht bewiesen, genauso wenig wie seine Behauptung, dass eine verbesserte Zellatmung zur Therapie von Krebs nutzbar sei. Auch gibt es bis heute keinen Nachweis, dass Krebs durch Ernährungsempfehlungen oder Diäten beeinflussbar sei. Allen Mangelernährungen kann bescheinigt werden, dass sie den menschlichen Körper unnötigerweise schwächen und Krebswachstum beschleunigen können.

Werke

  • Seeger PG: 1966 "Die 10-Wege-Therapie des Krebses" (ars medica)
  • Seeger PG: "Erfolgreiche biologische Krebsabwehr durch Ursachenbekämpfung"