Uri Geller: Unterschied zwischen den Versionen

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Geller lehnt seitdem wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich seiner „übernatürlichen Kräfte“ ab. Auch die Einladung zur „Eine-Million-Dollar-Herausforderung“ von James Randi lehnte er ab.<ref>[http://www.time.com/time/columnist/jaroff/article/0,9565,199773,00.html Jaroff L, ''Debunking Seeing Without Sight'', in ''Time'', Ausgabe vom 6. Februar 2002]</ref><br />
 
Geller lehnt seitdem wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich seiner „übernatürlichen Kräfte“ ab. Auch die Einladung zur „Eine-Million-Dollar-Herausforderung“ von James Randi lehnte er ab.<ref>[http://www.time.com/time/columnist/jaroff/article/0,9565,199773,00.html Jaroff L, ''Debunking Seeing Without Sight'', in ''Time'', Ausgabe vom 6. Februar 2002]</ref><br />
Bereits Anfang 1974 lud [[Thomas von Randow]], damals Wissenschaftsredakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit, Geller zu einem psychokinetischen 100.000-DM-Experiment ein. Geller beantwortete die mehrfachen Anfragen Randows nicht. Als dieser ihn dann persönlich darauf ansprach, entgegnete Geller, dass, wenn er seine „psychokinetische Begabung demonstriert hätte, diese fortan nicht mehr geheimnisvoll und darum auch nicht mehr interessant gewesen“ sei. „Man dürfe seinen Mitmenschen nicht alle Zweifel nehmen“.<ref name="zeit1974"/>
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Bereits Anfang 1974 lud Thomas von Randow, damals Wissenschaftsredakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit, Geller zu einem psychokinetischen 100.000-DM-Experiment ein. Geller beantwortete die mehrfachen Anfragen Randows nicht. Als dieser ihn dann persönlich darauf ansprach, entgegnete Geller, dass, wenn er seine „psychokinetische Begabung demonstriert hätte, diese fortan nicht mehr geheimnisvoll und darum auch nicht mehr interessant gewesen“ sei. „Man dürfe seinen Mitmenschen nicht alle Zweifel nehmen“.<ref name="zeit1974"/>
  
 
Wissenschaftler sind nicht darauf trainiert, schnelle Bewegungen anderer Personen zu verfolgen. Professionelle Magier verfügen dagegen über diese trainierte Eigenschaft.<ref>Diaconis P, ''Statistical problems in ESP research'', in ''Science'', 201/1978, S.131–6.</ref> Zudem gehen sie von vornherein davon aus, dass alles „Übernatürliche“ immer und überall Täuschung ist. Sie können die Kontrollbedingungen definieren, welche die entsprechenden Tricks verunmöglichen. Auch Uri Geller musste sich bei den entsprechenden Bedingungen geschlagen geben.<ref>Fröhlich G, ''Visuelles in der wissenschaftlichen Kommunikation - z.B. Betrug und Fälschung'', in ''European Journal for Semiotic Studies'', 15/2003, S.627–55.</ref><ref>Gardner M, ''Kabarett der Täuschungen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft.'', Berlin, 1983.</ref>
 
Wissenschaftler sind nicht darauf trainiert, schnelle Bewegungen anderer Personen zu verfolgen. Professionelle Magier verfügen dagegen über diese trainierte Eigenschaft.<ref>Diaconis P, ''Statistical problems in ESP research'', in ''Science'', 201/1978, S.131–6.</ref> Zudem gehen sie von vornherein davon aus, dass alles „Übernatürliche“ immer und überall Täuschung ist. Sie können die Kontrollbedingungen definieren, welche die entsprechenden Tricks verunmöglichen. Auch Uri Geller musste sich bei den entsprechenden Bedingungen geschlagen geben.<ref>Fröhlich G, ''Visuelles in der wissenschaftlichen Kommunikation - z.B. Betrug und Fälschung'', in ''European Journal for Semiotic Studies'', 15/2003, S.627–55.</ref><ref>Gardner M, ''Kabarett der Täuschungen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft.'', Berlin, 1983.</ref>

Version vom 12. April 2008, 08:02 Uhr

Geller.jpg

Uri Geller (geboren als György Gellér [1] am 20. Dezember 1946 in Tel Aviv) ist ein israelischer Besteckbieger und Bühnenzauberer der von sich behauptet, übersinnliche Kräfte zu besitzen. Bisher konnte jede von Gellers Vorführungen mit bekannten Tricks nachgestellt und erklärt werden.

Biographie

Geller gibt an, im Alter von fünf Jahren ein Schlüsselerlebnis gehabt zu haben, als ihn im Garten eines Hauses gegenüber seines Elternhauses ein extrem heller Lichtblitz kurzzeitig zu Boden geworfen hätte. Kurz darauf habe es zum Mittagessen Suppe gegeben, wobei sich sein Löffel verbogen habe und anschließend gebrochen sei.[2] In anderen Interviews gibt er an seine übernatürlichen Kräfte in der Grundschule entdeckt zu haben.[3]. Er arbeitete später als Fotomodell und begann 1969 seine angebliche Fähigkeit, Löffel zu manipulieren, zu vermarkten.[2]

Entdeckt wurde Geller von dem wohlhabenden New Yorker Parapsychologen Andrija Puharich [4] (1918–1995), seinem späteren Biographen, der auch unter dem Namen Herny K. Puharich bekannt ist. Puharich hält einige Patente im Bereich von miniaturisierten Hörhilfen, unter anderem US 2,995,633.[5] Darin wird ein miniaturisiertes Hörgerät beschrieben, das sich im Zahn einer Person befindet.

1988 versuchte sich Geller als Hersteller von Kosmetika [6].

Geller lebt in der Nähe von London in einer 23-Zimmer-Villa, die dem Weißen Haus nicht unähnlich ist. Nach eigenen Angaben hat er etwa 50 Millionen Dollar Vermögen.[2].

Karriere als Bühnenmagier

Geller erregte in den 1970er Jahren erstmals Aufsehen mit seinen Fernsehauftritten, in denen er angeblich durch telepathische Kräfte versteckt gemalte Zeichnungen nachmalte, stehengebliebene Uhren zum Ticken brachte und Besteck verbog. Er sagt in Interviews gelegentlich, dass er glaubt, seine Kräfte von Außerirdischen vom Planeten „Hoova“[7], von Gott oder von anderen höheren Mächten erhalten zu haben.[8] In Deutschland sorgte sein Fernsehauftritt am 17. Januar 1974 in der Wim-Thoelke-Show Drei mal Neun und in der Schweiz in einer von Werner Vetterli moderierten Sendung für ein „Geller-Fieber“.

Nach vielen Jahren der TV-Abstinenz hatte Geller 2004 in Deutschland mit der Sendung „Die Uri Geller Show“ ein Comeback. RTL hatte damit einen Marktanteil von 25,5 % in der werberelevanten Zielgruppe. Das entsprach fast sechs Millionen Zuschauern.

Mittlerweile sieht er seine Verbindung zu den Außerirdischen anders. Die habe ihm ein Wissenschaftler der CIA damals eingeredet. An Aliens und Ufos glaube er aber weiterhin.[9]

Angebliche Auftragsarbeiten für Firmen und CIA

In den 1980er Jahren hat Geller sich mit seinen Vorführungen weitgehend zurückgezogen. In dieser Zeit verdiente er angeblich sein Geld mit dem Suchen von Gold, Öl und Erzen. Durch einfache „Konzentrationsarbeit“ habe er die umständliche Prospektion unnötig gemacht. Geller nennt dazu keine Firmennamen. Er arbeitete angeblich auch für Geheimdienste. So nimmt er für sich in Anspruch, im Auftrag der CIA, für die er nach eigenen Angaben drei Jahre arbeitete, Kriege verhindert zu haben. Er hätte im Flugzeug neben KGB-Agenten gesessen und mit seiner „Konzentrationskraft“ die Daten in deren Koffern gelöscht. Auf den Unterhändler von Michail Gorbatschow hätte er dabei einen so großen Einfluss gehabt, dass Gorbatschow am nächsten Tag vorgeschlagen habe, die Mittelstreckenraketen abzuschaffen.[2]

Vorhersagen von Uri Geller

  • Anfang 1970 sagte Geller voraus, dass der ägyptische Präsident Nasser noch lange leben und König Hussein von Jordanien bald einem Attentat zum Opfer fallen werde. Nasser starb acht Monate nach dieser Voraussage und König Hussein 26 Jahre später in seinem Bett.[10] Andere Quellen berichten dagegen, dass Geller auf der Bühne eine Vision vom im Sterben liegenden Nasser gehabt hätte. Kritiker vermuten dabei, dass ihm die Nachricht von Nassers Tod durch den Vorhang berichtet wurde.[3]
  • Er prophezeite einen Erfolg des Englischen Nationalteams bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 im Halbfinale gegen Deutschland, das Deutschland dann gewann.[7]
  • Auch sagte er dem Formel1-Piloten David Coulthard einen nicht eingetretenen Erfolg voraus.[7]

Rezeption

Gellers Effekte werden durch einfache Zaubertricks realisiert.[11]

Geller selbst sagt aus, dass seine Vorführungen von Bühnenzauberern nachvollzogen werden können. Alle von Geller gezeigten Kunststücke gehören auch zum Repertoire von Bühnenmagiern.[2][12][13] So basiert beispielsweise der Trick, nicht mehr funktionierende Uhren zum Laufen zu bringen, auf rein statistischen Wahrscheinlichkeiten, die mit einer gewissen Anzahl von Uhren für jeden nachvollziehbar sind, oder seine bekannteste Vorführung, Löffel zu brechen, wahrscheinlich auf dem vorhergehenden Manipulieren des Löffels, indem man ihn kurz vor seine Streckgrenze biegt, sodass nur noch etwas Druck notwendig ist, ihn zu zerbrechen.

Bei einem Fernsehauftritt im Jahre 1973 in der The Tonight Show|Tonight Show mit Johnny Carson wurde nach einer Anregung von James Randi streng darauf geachtet, dass Geller zuvor keinen Zugriff auf die bereitgelegten Löffel, Uhren und weitere Requisiten hatte. Geller war daraufhin während des desaströsen 22-Minuten-Auftrittes nicht in der Lage, seine angeblichen Fähigkeiten zu demonstrieren.[14][15][16]

Dennoch behauptet er weiterhin, übersinnliche Kräfte zu besitzen. Für einen Bühnenmagier ist das seit 30 Jahren unveränderte Repertoire von Geller – Löffel verbiegen, stehende Uhren in Gang bringen und Zeichnungen erraten, die im Umschlag versteckt sind – auch denkbar schmal.[2]

Am 27. Dezember 2007 äußerte sich Geller zu seinem Versagen in der Tonight Show von 1973 wie folgt: „Ich wusste nicht, dass Johnny Carson ein Hobbymagier war und mir eine Falle stellte. Ich saß 20 Minuten vor ihm, und es funktionierte nichts. Das waren die demütigendsten 20 Minuten meines Lebens.[17]

Wissenschaftliche Untersuchungen

Anfänglich konnte Geller eine Reihe von Physikern und andere Wissenschaftler mit seinen Vorführungen beeindrucken und überzeugen. Beispielsweise wurde in dem angesehenen Magazin Nature 1974 ein Artikel der beiden Laser-Spezialisten[4] Russell Targ und Harold Puthoff vom renommierten Stanford Research Institute (SRI)[18] über die hellseherischen Fähigkeiten von Geller veröffentlicht.[19] Der Artikel wurde im Editorial[20] als „schwach in Design und Ausführung“, „beunruhigend unklar“ bezüglich experimenteller Details, „unbehaglich was Vorkehrungen gegen fehlerhafte Schlussfolgerungen betrifft“, bezeichnet. Den beiden Autoren wurde in dem beispiellosen und geradezu entschuldigenden Editorial vorgeworfen, dass „einige Methoden naiv“ gewesen seien und dass „die Experimentatoren einen Mangel an Qualifikation“ aufwiesen.[21] Der Artikel, wie auch seine Veröffentlichung, wurden sehr kontrovers diskutiert.[22] Nature wollte den Artikel zunächst nicht veröffentlichen und schickte ihn an das SRI zurück. Da er jedoch von zwei qualifizierten Wissenschaftlern einer führenden Forschungseinrichtung verfasst wurde und der Inhalt einer wissenschaftlichen Untersuchung würdig erschien, entschloss man sich doch zur Veröffentlichung. Zudem wollten die Herausgeber anderen Forschungseinrichtungen die Möglichkeit geben die Qualität des Institutes und deren Beitrag zur Parapsychologie beurteilen können. Im Editorial der Ausgabe wurde außerdem auf eine gleichzeitige, sechzehnseitige Veröffentlichung des Physikers Joseph Hanlon im New Scientist hingewiesen, die eine zweimonatige Nachforschung über Geller und die SRI-Experimente zum Thema hat. Dieser Artikel würde die Positionen Gellers und der SRI-Forscher untergraben.[21][23]

Der ehemalige US-Astronaut Edgar Mitchell, selbst bekannt dafür parapsychologischen Phänomenen zugeneigt zu sein, schilderte als Augenzeuge die Untersuchungen am SRI wie folgt: „Hal (Puthoff) und Russ (Targ) waren so begierig darauf, Geller bei der Arbeit zu halten, daß sie sich von ihm in die Enge treiben ließen und schließlich auf jede seiner Launen eingingen. Wenn er drohte fortzugehen, gaben sie nach und taten alles, was er wollte. Natürlich verloren sie so die Kontrolle über die Situation, und das wurde von Mal zu Mal schlimmer."[4]

In Nature veröffentlichten vier Jahre später zwei andere Wissenschaftler, wie Geller möglicherweise ihre Kollegen hereingelegt hat. Der Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman traf Geller selbst und erklärte: „Nur weil ein guter Zauberer irgend etwas tut, sollte man nicht gleich zu dem Schluss kommen, es handele sich um ein reales Phänomen.“.[24]

Geller lehnt seitdem wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich seiner „übernatürlichen Kräfte“ ab. Auch die Einladung zur „Eine-Million-Dollar-Herausforderung“ von James Randi lehnte er ab.[25]
Bereits Anfang 1974 lud Thomas von Randow, damals Wissenschaftsredakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit, Geller zu einem psychokinetischen 100.000-DM-Experiment ein. Geller beantwortete die mehrfachen Anfragen Randows nicht. Als dieser ihn dann persönlich darauf ansprach, entgegnete Geller, dass, wenn er seine „psychokinetische Begabung demonstriert hätte, diese fortan nicht mehr geheimnisvoll und darum auch nicht mehr interessant gewesen“ sei. „Man dürfe seinen Mitmenschen nicht alle Zweifel nehmen“.[4]

Wissenschaftler sind nicht darauf trainiert, schnelle Bewegungen anderer Personen zu verfolgen. Professionelle Magier verfügen dagegen über diese trainierte Eigenschaft.[26] Zudem gehen sie von vornherein davon aus, dass alles „Übernatürliche“ immer und überall Täuschung ist. Sie können die Kontrollbedingungen definieren, welche die entsprechenden Tricks verunmöglichen. Auch Uri Geller musste sich bei den entsprechenden Bedingungen geschlagen geben.[27][28]

Bei dem Verbiegen der Löffel vermutete man anfänglich eine Präparierung von Gellers Fingern mit einer quecksilberhaltigen Verbindung, welche die Löffel durch Legierungsbildung zum Erweichen bringen würde.[29] Später entdeckte man dann, dass dieser „Geller-Effekt“ mit mehrfach vorgebogenen Löffeln erheblich einfacher zu erreichen ist.[30]

Der Spiegel ließ Geller kurz nach seinem TV-Auftritt bei der Wim-Thoelke-Show Drei mal Neun 1974 eine Gabel zerlegen. Eine anschließende Prüfung der Bundesanstalt für Materialprüfung ergab, dass das Besteck mit Hilfe einer Chemikalie entzwei ging.[31]

Gerichtsverfahren

Geller hat gegen viele seiner Kritiker rechtliche Schritte unternommen. 1991 verklagte er James Randi auf 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz, wegen eines in der Herald Tribune vom 9. April 1991 erschienen Artikels von Randi. Dies war die dritte Klage von Geller gegen Randi.[32] Die Klage wurde, wie alle vorausgegangenen und nachfolgenden, abgewiesen. In einem offenen Brief der Uri Geller Associates mit Sitz in Berkshire kündigte Geller an, dass er „Randi in jedem Land verklagen werde, in dem es ihm möglich sei, gegen die Lügen Randis vorzugehen“. Was Randi über ihn verbreite, sei nicht die Wahrheit.[32]

Seine Klage gegen Prometheus Books wurde verworfen, und Geller musste sogar Schadenersatz an den Verlag leisten. Auch die amerikanische Skeptikerorganisation CSI bekam Recht und nach einer außergerichtlichen Einigung 120.000 Dollar zugesprochen, wovon Uri Geller 40.000 Dollar aus eigener Tasche bezahlen musste.[33]

Im November 2000 verklagte Geller in den |USA das Unternehmen Nintendo. Auf einer von der Firma produzierten japanischen Pokémon-Sammelkarte war ein Monster namens Yun-gerā dargestellt, das in einer Hand einen verbogenen Löffel hält und laut Kartenbeschreibung „Alpha-Wellen“ ausstrahlen kann. Auf Japanisch wird Yun-gerā als ユンゲラー geschrieben, wobei das zweite Zeichen ン n dem Zeichen リ ri ähnlich sieht und der Name somit an Yuri Gerā erinnert, die japanische Aussprache von Gellers Namen. Geller sah durch die Karte seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Die Klage wurde im November 2002 vom Bezirksgericht Los Angeles abgewiesen.

Gegenwart

Geller nahm 2002 an der britischen Variante der Reality-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil und wurde als erster Teilnehmer abgewählt.[31][7]

Nach einem Auftritt bei Stern TV im Jahr 2004 nahm Gellers Popularität kurzzeitig wieder zu und er trat in weiteren Fernsehsendungen in Deutschland (mit einer eigens produzierten Uri-Geller-Show, moderiert von Günther Jauch) und der Schweiz auf. Sein Repertoire hat sich in über 30 Jahren nicht verändert. Andere Zauberkünstler bezeichnen ihn deshalb als One-Trick-Pony.[7]

Onlinevideos

Derzeit kursieren im Internet verschiedene Videos, die Gellers Tricks enttarnen. Unter anderem gibt es einen Mitschnitt aus der israelischen Fernsehsendung The Successor, der zeigt, wie sich Geller einen kleinen Gegenstand (vermutlich einen Magneten) an den Daumen klebt, um einen Kompass zum Drehen zu bringen.[34] Geller versucht immer wieder, gegen solche Videos vorzugehen mit der Begründung, dass sein Urheberrecht dadurch geschädigt würde.[35] So verlangte Geller von YouTube die Entfernung eines 14 Minuten langen Videos, das sich in kritischer Weise mit seinen behaupteten übersinnlichen Kräften auseinandersetzt. Der Account des Benutzers wurde daraufhin von YouTube gelöscht. Allerdings zu Unrecht, denn Geller hat – wie sich später herausstellte – lediglich einen Copyright-Anspruch auf drei Sekunden des Videoinhaltes. Daraufhin wurde eine Gegenklage wegen illegaler Beantragung einer Digital Millennium Copyright Act Takedown Notice (dt. „Abmahnung nach Urhebergesetz“) eingereicht, da Geller nicht der Rechteinhaber des beanstandeten Materials ist.[36]

Seit dem 8. Januar 2008 sucht Uri Geller auf dem deutschen Fernsehsender ProSieben einen Nachfolger. Die Show läuft unter dem Namen „The next Uri Geller“ („Der nächste Uri Geller“) und es sind neun Folgen geplant.[37] In Israel lief das Unterhaltungsschema als „The Successor“ (dt. „Der Nachfolger“). Es war mit Einschaltquoten von über 50 % das erfolgreichste Programm der israelischen Fernseh-Geschichte. Innerhalb dieser Sendung wurde die Behauptung kommuniziert, dass Uri Geller mit dem Begründer der modernen Psychologie Sigmund Freud verwandt ist. Gellers Mutter, eine geborene Freud, ist in der Tat eine entfernte Verwandte von Sigmund Freud.[3] In Deutschland kam die erste Sendung auf insgesamt 3,85 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 12,1 % entspricht.[38][39]

Kurioses

Eine Frau verklagte den bei ihr zu Hause im Fernsehen aufgetretenen Geller, weil er schuld an ihrer Schwangerschaft sei. Die Empfängnis sei auf einem Kaminvorleger, durch Verbiegung ihres Intrauterinpessars (IUD, „Spirale“) ermöglicht worden.[40]

Werke

  • Uri Geller: Mein Wunder-volles Leben. Die Autobiographie eines Mega-Stars. Silberschnur Verlag, 1995, ISBN 3-923781-90-3.
  • Uri Geller: Der Geller Effekt. Ariston Verlag, 1986, ISBN 3-7205-1421-8.
  • Uri Geller: Die Macht des Geistes. Nymphenburger, 2006, ISBN 3-485-01076-6.

Literatur

  • Colin Wilson: Rätsel Uri Geller. Ullstein, 1979, ISBN 3-548-03711-9.
  • James Randi: The Truth about Uri Geller. Prometheus Books, 1990, ISBN 0-87975-199-1.
  • Ray Hyman: The Elusive Quarry – A Scientific Appraisal of Psychical Research. Prometheus Books, 1989, ISBN 0-87975-504-0.
  • Rudolf Henke: Uri Geller und seine Fernseh-Tricks. In: Skeptiker. Heft 3, 1997, S. 82–87.
  • Andrija Puharich: Uri: Original and Authorised Biography of Uri Geller, the Man Who Baffles the Scientists. W.H. Allen / Virgin Books, 1974, ISBN 0-491-01960-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.randi.org/jr/2007-07/072707bashing.html#i3 Randi www.jref.org.]
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Kulke U, Auf Biegen und Brechen, in Die Welt, Ausgabe vom 16. November 2004
  3. 3,0 3,1 3,2 Kompa M, Wie Uri Geller den Dritten Weltkrieg verhinderte, in Telepolis, vom 2. April 2007
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Randow T, Uri und die Wissenschaft, in Die Zeit, 1974
  5. Puharich HK, Lawrence JL, Means for aiding hearing, U.S. Patent 2,995,633
  6. PERSONALIEN: Fragen an, in Der Spiegel, Ausgabe 25/1988
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Erichsen B, Trauerspiel mit Löffel, in Stern, Ausgabe vom 8. Januar 2008
  8. http://www.uri-geller.com/quest.htm
  9. Waleczek T, Uri Geller – „Ich glaube noch an Aliens“, in Der Tagesspiegel, Ausgabe vom 8. Januar 2008
  10. Yoel M, Die Vorhersagen zu den Feiertagen: Der Fluch des Durchschnittsjahres, in Ha'aretz, Ausgabe vom 26. September 2003, Übersetzung von Daniela Marcus
  11. Hergovich, A, The effect of pseudo-psychic demonstrations as dependent on belief in paranormal phenomena and suggestibility, in Personality and Individual Differences, 36/2004, S.365-80
  12. Mannheimer Morgen, Ein Buch schlägt Flammen, Ausgabe vom 7. September 2005
  13. Mannheimer Morgen, Löffel sind nicht nur zum Essen da, Ausgabe vom 18. November 2004
  14. Jaroff L, Fighting Against Flimflam, in Time, Ausgabe vom 13. Juni 1988
  15. Video auf YouTube, James Randi exposes Uri Geller and Peter Popoff (englisch), abgerufen am 7. Januar 2008
  16. Video auf YouTube, Uri Geller Trick im TV (englisch), abgerufen am 7. Januar 2008
  17. teleschau, vom 21. Dezember 2007, Uri Geller: Die Macht der Gedanken
  18. Jaroff L, Investigating the Power of Prayer, in Time, Ausgabe vom 16. Januar 2002
  19. Russel T, Puthoff H, Information transmission under conditions of sensory shielding., in Nature, 251/1974, S.602–7.
  20. Investigating the paranormal, in Nature, 251/1974, S.559.
  21. 21,0 21,1 New Flap Over Uri, in Time, Ausgabe vom 4. November 1974
  22. Dixon B, Peerless review in Current Biology, 9/1999, S.R794
  23. Hanlon J, Uri Geller and Science, in New Scientist, 64/1974, S.170–85.
  24. Schulte von Drach MC, Kann Uri Geller mental Löffel verbiegen?, in Süddeutsche Zeitung, Ausgabe vom 7. Januar 2008
  25. Jaroff L, Debunking Seeing Without Sight, in Time, Ausgabe vom 6. Februar 2002
  26. Diaconis P, Statistical problems in ESP research, in Science, 201/1978, S.131–6.
  27. Fröhlich G, Visuelles in der wissenschaftlichen Kommunikation - z.B. Betrug und Fälschung, in European Journal for Semiotic Studies, 15/2003, S.627–55.
  28. Gardner M, Kabarett der Täuschungen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft., Berlin, 1983.
  29. Materials & Design, Vol.2, Issue 3, März 1981, S.116–7
  30. gwup.de, Uri Geller: Showman oder PSI-Wunder?, abgerufen am 8. Januar 2008
  31. 31,0 31,1 Becker M, Deutschlands nächster Löffelbieger, in Spiegel-Online, vom 8. Januar 2008]
  32. 32,0 32,1 Grossmann W, Lawsuits may silence critics of the paranormal, in New Scientist, 1777/1991, S.17
  33. gwup.de, Uri Geller: Showman oder PSI-Wunder?, abgerufen am 8. Januar 2008
  34. Fernsehmitschnitt aus „The Successor mit dem Daumen-Trick“
  35. DWDL.de: Faule Tricks bei ProSieben: Uri-Geller-Show kommt
  36. Der Standard vom 11. Mai 2007, YouTube: Versuch Video entfernen zu lassen bringt Uri Geller Klage ein
  37. ProSieben.de: The next Uri Geller - Unglaubliche Phänomene Live
  38. cinefacts.de vom 9. Januar 2008, ProSieben: "The next Uri Geller" startet erfolgreich
  39. vgl. auch Jan Freitag: TV-Show mit Uri Geller - Der Spaß macht die Biege, SPON, 9. Januar 2008
  40. The Lancet, 342/1993, S.1286–8.





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