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Einige Tierrechtler gehen sogar so weit, dass sie selbst fleischfressende Tierarten ausrotten würden, damit die Tierwelt zukünftig nur noch aus Pflanzenfressern besteht. Dieser Ansicht ist z.B. Jeff McMahan, ein zurzeit am Center for Human Values in Princeton tätigiger Spezialist für normative Ethik, der meint, dass Menschen mit genetischen und anderen Mitteln so in die Fauna eingreifen könnten, dass die Fleischfresser langsam aussterben.
 
Einige Tierrechtler gehen sogar so weit, dass sie selbst fleischfressende Tierarten ausrotten würden, damit die Tierwelt zukünftig nur noch aus Pflanzenfressern besteht. Dieser Ansicht ist z.B. Jeff McMahan, ein zurzeit am Center for Human Values in Princeton tätigiger Spezialist für normative Ethik, der meint, dass Menschen mit genetischen und anderen Mitteln so in die Fauna eingreifen könnten, dass die Fleischfresser langsam aussterben.
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So sei es für McMahan moralisch nicht verpflichtend, dass die fleischfressenden Arten in alle Zukunft weiterleben. Das Verhindern des Leidens der Opfer sei als höherer Wert anzusehen im Konflikt mit dem Fortbestand von Arten. Für ein individuelles Tier müsse die Auslöschung der Spezies nämlich nicht unbedingt mit Leiden ihrer individuellen Mitglieder verknüpft sein, so McMahan. Vorstellbar sei künftig etwa ein Nahrungsmittelzusatz, der zur Unfruchtbarkeit führe, was nicht gleichbedeutend sei mit Leiden oder Tod des einzelnen Tieres.
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So sei es für McMahan moralisch nicht verpflichtend, dass die fleischfressenden Arten in alle Zukunft weiterleben. Das Verhindern des Leidens der Opfer sei als höherer Wert anzusehen im Konflikt mit dem Fortbestand von Arten. Für ein individuelles Tier müsse die Auslöschung der Spezies nämlich nicht unbedingt mit Leiden ihrer individuellen Mitglieder verknüpft sein, so McMahan. Vorstellbar sei künftig etwa ein Nahrungsmittelzusatz, der zur Unfruchtbarkeit führe, was nicht gleichbedeutend sei mit Leiden oder Tod des einzelnen Tieres.<ref>http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33346/1.html</ref>
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Diese Ansicht zeigt grundlegende und eklatante Defizite McMahans in seinen Kenntnissen der wissenschaftlichen Ökologie. Eine Ausrottung der Fleischfresser würde dazu führen, dass sich die übrig gebliebenen Art so lange vermehren, bis die Vegetation vernichtet wäre und die Tiere verhungern, oder geschwächt durch Nahrungsmangel an Krankheiten sterben würden (dichteabhängige Regulation).<ref>http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33346/1.html</ref>
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Diese Ansicht zeigt grundlegende und eklatante Defizite McMahans in seinen Kenntnissen der wissenschaftlichen Ökologie. Eine Ausrottung der Fleischfresser würde dazu führen, dass sich die übrig gebliebenen Art so lange vermehren, bis die Vegetation vernichtet wäre und die Tiere verhungern, oder geschwächt durch Nahrungsmangel an Krankheiten sterben würden (dichteabhängige Regulation) und würde sämtliche Nahrungsnetze zum Zusammenbruch bringen.
 
Siehe auch: http://blog.psiram.com/?p=1891
 
Siehe auch: http://blog.psiram.com/?p=1891
  
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