Thomas Hornauer

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Thomas Hornauer

Thomas Gerhard Hornauer (geb. 3. Juli 1960, Plüderhausen) ist ein schwäbischer Esoteriker, ausgebildeter Gießer und Unternehmer. In seiner Vergangenheit war er Kneipenmusiker und T-Shirt-Bedrucker. Hornauer betrieb einen TV-Sender der Esoteriksparte namens Telemedial in dem er selbst als Unterhalter auftrat. Er ist Geschäftsführer der umstrittenen Firma Telekontor. Früher betätigte sich Hornauer als Produzent von Erotikvideos (Sexy Sport Clips). Obwohl Hornauer sich als Guru einer Antisekte bezeichnet, werden ihm nichtsdestotrotz enge Beziehungen zur Sekte Stamm der Likatier (Wankmiller-Sekte) in Füssen nachgesagt.

Wo sich Hornauer zur Zeit aufhält, ist nicht bekannt. Womöglich ist er in Thailand, wo er auch ein "telemediales Dorf" errichten wollte. Im Dezember 2008 rief er ein "heilliges Königreich" aus, im Februar 2009 gab es für kurze Zeit eine Website zum Heilligen Königreich, allerdings mit ziemlich wenig Inhalt. Nach ein paar Tagen ging die Seite aber wieder offline und es wird nun eine Fehlermeldung angezeigt. [1]

B.TV

Hornauer wurde bekannt, als er im Februar 2003 für 1,6 Millionen Euro den insolventen baden-württembergischen Regionalsender B.TV übernahm und zu einem Esoterik TV-Sender umgestaltete. Es traten dann Wahrsager, Kartenleger und Hellseher auf, denen die Zuschauer über kostenpflichtige 0190-Telefonnummern Fragen stellten konnten, um eine esoterische Lebensberatung zu erhalten. Nachdem Hornauers Kontakte zum Stamm der Likatier bekannt wurden, wurde ihm per Beschluss des Verwaltungsgerichts Stuttgart schließlich die Sendelizenz für B.TV entzogen.

Telemedial

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Im Juni 2008 wurde Hornauer von der zuständigen österreichischen Aufsichtsbehörde die Sendelizenz zum Betrieb von Telemedial entzogen. Der Wiener Verwaltungsgerichtshof setzte vorübergehend auf Antrag von Hornauer den Lizenzentzug für das Satellitenprogramm aus. Grund des Lizenzentzugs war die Tatsache, dass der TV-Kanal vom deutschen Ludwigsburg aus operierte und nicht, wie vorgeschrieben, von Österreich aus. Telemedial wurde wiederholt vorgeworfen hohe Telefongesprächstarife anzuwenden. Ab Juli 2008 musste Telemedial endgültig schließen. Allerdings gibt es einen Livestream [2], der größtenteils aus Bildfehlern, Wiederholungen und (ziemlich selten) Livesendungen mit geringer technischer und inhaltlicher Qualität besteht.

Telekontor

Hornauer gelang es, als Geschäftsführer der Telekontor GmbH & Co KG durch Betreiben zahlreicher 0190-Hotlines zum Multimillionär zu werden. Die Telekontor GmbH & Co. KG ist ein deutsches Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Plüderhausen, das sich selbst als Marktführerin im Bereich der Telefonmehrwertdienste bezeichnet. Zum bekanntesten Geschäftsbereich der Telekontor gehörte bis Juli 2008 der Esoterik Fernsehsender Kanal Telemedial (Kanal Telemedial Privatrundfunk GmbH). Telekontor ist außerdem Geschäftspartner von NBC, ProSiebenSat.1 Media, DSF und der Deutschen Telekom.

Im Januar 2006 wurde die für Telekontor zugeteilte Auskunftsnummer 11869 von der Bundesnetzagentur widerrufen. Telekontor hatte unter der Nummer keinen regulären Auskunftsdienst betrieben und damit gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Der Geschäftsführer Thomas Hornauer nutzte diese Nummer unter anderem, um in seinen Fernsehsendern fresh4u und Primetime Anrufe zu kostenpflichtigen, astrologischen Beratungsgesprächen weiterzuleiten.

Hornauer und die Amokläufe von Winnenden

Thomas Hornauer beim ZDF-Spzial bei einem Trauergottesdienst in Winnenden

Am 11. März 2009 lief der Amokläufer Tim K. in der Albertville-Realschule in Winnenden, BW, Amok und tötete 13 Menschen. Auf der Flucht tötete er 3 weitere Menschen, darunter sich selbst. Das Thema beschäftigte wochenlang überregionale Medien in Deutschland. Noch am selben Abend (ca. 20.30 Uhr) drängte Thomas Hornauer sich in das Bild einer ZDF-Amoksendung und blieb dort 60 Sekunden stehen. Selbst bekannte Medienbranchen-Dienste wie DWDL berichteten [3] [4]. Der Moderator Steffen Seibert sprach gar von einer "Bildstörung". Der Korrespondent in Winnenden, Lothar Becker, war übrigens ein Ex-Mitarbeiter Hornauers bei b.TV. Nachhinein sagte die Kamerafrau des Berichts, sie hätte Hornauer Handzeichen gegeben, aus dem Bild zu gehen, doch Hornauer hätte nicht reagiert. In den nächsten Tagen wurde bekannt, dass Hornauer Ähnliches auch bei n.tv und RTL gemacht hat.

Am 12. März strahlte Hornauer dann auf seinem Telemedial-Livestream die Begründung für das Verhalten: "Ich wusste nicht genau, was meine Aufgabe sein könnte; was ich da helfen kann... Ich hab mich dann dazwischen gedrängt und diesen Jungen rausgeholt. Und so kam ich in eine ganz neue Rolle. Auf einmal habe ich bemerkt, die Jugendlichen brauchen Schutz vor dem Konsum-, Kapital- und Emotionsjournalismus."[5]

Weblinks

Video

Quellen