Stanisław Burzyński: Unterschied zwischen den Versionen

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Burzyński ist Autor von circa einem Dutzend Veröffentlichungen. Die meisten Artikel beziehen sich auf angebliche Heilerfolge seiner Antineoplaston-Therapie und führten zu kritischen Kommentaren in der Fachwelt.
 
Burzyński ist Autor von circa einem Dutzend Veröffentlichungen. Die meisten Artikel beziehen sich auf angebliche Heilerfolge seiner Antineoplaston-Therapie und führten zu kritischen Kommentaren in der Fachwelt.
  
2013 erhielt er den Pigasus Award der James Randi Educational Foundation; dieser Preis wird jährlich am 1. April vergeben wird.
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2013 erhielt er den Pigasus Award der James Randi Educational Foundation; dieser Preis wird jährlich am 1. April für Betrügereien mit angeblich parapsychologischem Hintergrund und an Wissenschaftler, Behörden und Medien vergeben, die nach Meinung Randis „okkulte und pseudowissenschaftliche Aussagen“ tätigen oder unterstützen.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Pigasus_Award </ref>
  
 
==Kurzbiographie==
 
==Kurzbiographie==

Version vom 23. März 2015, 01:07 Uhr

Stanisław Burzyński

Stanisław Burzyński (geb. 23. Jänner 1943 in Lublin, Polen[1]) ist ein in Houston, Texas lebender umstrittener Arzt und Erfinder der Antineoplaston-Therapie, die zu den unkonventionellen Krebsbehandlungen zu zählen ist. Es kommen dabei so genannte "Antineoplaston-Heilmittel" zur Anwendung. Die pseudomedizinische Therapie ist seit 1977 in den USA bekannt; ein seriöser Wirksamkeitsnachweis wurde bis heute nicht erbracht.

Burzyński ist Autor von circa einem Dutzend Veröffentlichungen. Die meisten Artikel beziehen sich auf angebliche Heilerfolge seiner Antineoplaston-Therapie und führten zu kritischen Kommentaren in der Fachwelt.

2013 erhielt er den Pigasus Award der James Randi Educational Foundation; dieser Preis wird jährlich am 1. April für Betrügereien mit angeblich parapsychologischem Hintergrund und an Wissenschaftler, Behörden und Medien vergeben, die nach Meinung Randis „okkulte und pseudowissenschaftliche Aussagen“ tätigen oder unterstützen.[2]

Kurzbiographie

Burzyński gibt an, seinen Abschluss und Doktortitel in Medizin im Jahr 1967 in Lublin gemacht zu haben. Diese Angaben sind zweifelhaft; die von ihm genannte Universität vergab keine Doktortitel. Auch die Dissertation ist nicht auffindbar.[3][4] Allerdings promovierte er ein Jahr nach Beendigung des Medizinstudiums im Alter von 25 Jahren in Biochemie.[5]

1970 immigrierte Burzyński in die Vereinigten Staaten und arbeitete zunächst an der Baylor Universität in Houston, wo er drei Jahre lang Peptide aus Rattengehirnen isolierte. 1973 erhielt er die Approbation in den USA und im Rahmen einer Assistenzprofessur die Möglichkeit, die Wirkung von aus Harn gewonnenen Peptiden auf Krebs in Zellkulturen zu untersuchen. Da die Stelle nicht erneuert wurde, gründete Burzyński daraufhin seine eigene Klinik in Houston. Ende der siebziger Jahre setzte er die Antineoplaston-Therapie an seinem Burzynski Research Laboratory als "experimentelle Therapie" ein, was zu Kontroversen und Kritik in der Presse führte. 1984 gründete er das Burzynski Research Institute. Für den 11. April 2012 wurde er vor das Texas Medical Board geladen, welches darüber beraten wird, ihm die Approbation zu entziehen.[6]

Burzyński wurde 1994 wegen Steuervergehen verurteilt.[7]

Weblinks

Quellennachweise

  1. Kurzbiographie Stanisław Burzyński, abgerufen 25. November 2011
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Pigasus_Award
  3. Stanisław Burzyński and "Antineoplastons", Saul Green, Ph.D., Quackwatch
  4. Comment and Opinion, Burzynski Research Institute, The Millenium Project, Peter Bowditch
  5. Smith, p. 136 "he earned his Ph.D. in biochemistry with a thesis entitled 'Investigations on amino acids and peptides in blood serum of healthy people and patients with chronic renal insufficiency'."
  6. http://www.burzynskimovie.com/index.php?option=com_content&view=article&id=126 Burzynski Filmseite, abgerufen 26. November 2011
  7. United States Court of Appeals, Fifth Circuit summary judgment, 28. Juli 1994