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Unter dem ausserwissenschaftlichem Begriff '''Redox-Signal-Moleküle''' (RSM) werden unter verschiedenen Namen salzwasserhaltige Produkte vermarktet, die laut Anbieter nach Trinkkonsum stets positive gesundheitlich relevante Wirkungen ohne Nebenwirkungen entfalten sollen. Für die Namensgebung der RSM-Produkte suchte sich der Anbieter die in der Chemie bekannten [http://de.wikipedia.org/wiki/Redoxreaktion Redoxreaktionen] heraus. Ursprung der RSM-Produkte ist die USA, wo im US-Bundesstaat Utah der Hauptsitz des Vermarkters ASEA zu finden ist. Die Produkte werden ausschliesslich per [[Multilevelmarketing]] angeboten.
 
Unter dem ausserwissenschaftlichem Begriff '''Redox-Signal-Moleküle''' (RSM) werden unter verschiedenen Namen salzwasserhaltige Produkte vermarktet, die laut Anbieter nach Trinkkonsum stets positive gesundheitlich relevante Wirkungen ohne Nebenwirkungen entfalten sollen. Für die Namensgebung der RSM-Produkte suchte sich der Anbieter die in der Chemie bekannten [http://de.wikipedia.org/wiki/Redoxreaktion Redoxreaktionen] heraus. Ursprung der RSM-Produkte ist die USA, wo im US-Bundesstaat Utah der Hauptsitz des Vermarkters ASEA zu finden ist. Die Produkte werden ausschliesslich per [[Multilevelmarketing]] angeboten.
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Aussagekräftige wissenschaftliche Belege für einen etwaigen Nutzen der RSM-Produkte liegen nicht vor, vom Anbieter finanzierte Auftragsstudien mit Tierversuchen sind nicht kontrolliert und erlauben sowieso keine Schlussfolgerungen für einen Konsum durch Menschen. Die US-amerikanische "science-based-medicine" Bloggerin Harriet Hall kam 2012 zur Meinung, dass der mögliche Nutzen der ASEA RSM-Produkte in einem "Unterhaltungswert" liege, der beim Lesen der jeweiligen Werbebotschaften beim Leser entstehe:
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Aussagekräftige wissenschaftliche Belege für einen etwaigen Nutzen der RSM-Produkte liegen nicht vor, vom Anbieter finanzierte Auftragsstudien mit Tierversuchen sind nicht kontrolliert und erlauben sowieso keine Schlussfolgerungen für einen Konsum beim gesunden oder erkrankten Menschen. Die US-amerikanische "science-based-medicine" Bloggerin Harriet Hall kam 2012 zur Meinung, dass der mögliche Nutzen der ASEA RSM-Produkte in einem "Unterhaltungswert" liege, der beim Lesen der jeweiligen Werbebotschaften beim Leser entstehe:
    
:''..The only value of the product is the entertainment value that can be derived from reading the imaginative pseudoscientific explanations they have dreamed up to sell it...''<ref>http://www.sciencebasedmedicine.org/index.php/asea-another-expensive-way-to-buy-water/</ref>
 
:''..The only value of the product is the entertainment value that can be derived from reading the imaginative pseudoscientific explanations they have dreamed up to sell it...''<ref>http://www.sciencebasedmedicine.org/index.php/asea-another-expensive-way-to-buy-water/</ref>
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Ein Liter RSM-Flüssigkeit kostet aktuell (Stand November 2012) 40,63 Euro plus Versandkosten. Die Kosten für den empfohlenen Konsum liegen zwischen 4,88 und 9,75 Euro pro Tag (ohne Versandkosten). Pro Monat liegen demnach die Kosten zwischen 149 und 298 Euro.
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Ein Liter RSM-Flüssigkeit kostet aktuell (Stand November 2012) 40,63 Euro plus Versandkosten. Die Kosten für den empfohlenen Konsum liegen zwischen 4,88 und 9,75 Euro pro Tag (ohne Versandkosten). Pro Monat liegen demnach die Kosten zwischen 149 und 298 Euro. Völlig unklar ist der rechtliche Status der RSM-Produkte in Ländern wie der Bundesrepublik Deutschland. Die vom Anbieter behaupteten gesundheitlich relevanten Wirkungen lassen auf ein zugelassenes Arzneimittel schliessen. Zugelassene Arzneimittel dürfen jedoch nicht mit den behaupteten pharmakologischen Wirkungen beworben werden. Lediglich Fachkreise können sich entsprechend informieren lassen. Als [[Nahrungsergänzungsmittel]] oder als Lebensmittel wären mit Gesundheitswirkungen werbende Aussagen ebenfalls nicht erlaubt. Als functional food würde das Produkt in der Europäischen Union eine spezielle Erlaubnis benötigen.  
    
Offensichtlich zu [[Virales Marketing|viral-marketing]] Werbezwecken entschied sich Anbieter ASEA zu einer ungewöhnlichen social-media Kampagne: der Anbieter gründete eine scheinkritische Webseite im Internet namens [http://aseahoax.com aseahoax.com], die als angeblich von ASEA-Kritikern betrieben erscheinen soll. Die Seite enthält seit 2011 keine Inhalte und wurde von Daniel Robinson, der Inhaber zu ASEA-Patenten ist, angemeldet.<ref>http://whois.domaintools.com/aseahoax.com</ref>
 
Offensichtlich zu [[Virales Marketing|viral-marketing]] Werbezwecken entschied sich Anbieter ASEA zu einer ungewöhnlichen social-media Kampagne: der Anbieter gründete eine scheinkritische Webseite im Internet namens [http://aseahoax.com aseahoax.com], die als angeblich von ASEA-Kritikern betrieben erscheinen soll. Die Seite enthält seit 2011 keine Inhalte und wurde von Daniel Robinson, der Inhaber zu ASEA-Patenten ist, angemeldet.<ref>http://whois.domaintools.com/aseahoax.com</ref>
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