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Als '''morphisches Feld''' (engl. ''morphic field'') oder '''morphogenetisches Feld''' bezeichnete der britische Biologe [[Rupert Sheldrake]] Anfang der 1980er Jahre in seinem Buch ''A New Science of Life'' ein [[Esoterik|esoterisches]] Konzept zu einem hypothetischen biologischen (und potenziell gesellschaftlichen) "Feld", das als "formbildende Verursachung" verantwortlich sein könnte für die Entwicklung von Strukturen. Die nicht näher definierten morphischen Felder seien zwar weder stofflicher, noch energetischer oder lokaler Natur, aber dennoch physikalisch real, so Sheldrake. Sie sollen an der Entwicklung aller möglicher Strukturen mitwirken, von Schneeflocken bis zu mentalen Vorgängen in Lebewesen. Kernpunkt seines Modells ist die Annahme, dass Informationen für ein jeweilige System auch nach der Entstehung verfügbar bleiben und daher stetig zunehmen. Als Vermittler der Informationen seien seine "morphische Felder" anzusetzen, die ohne Energieverbrauch durch einen von Sheldrake postulierten Prozess der "morphischen Resonanz" die Entstehung von Komplexität auf allen möglichen Ebenen beschleunigen sollen.
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Als '''morphisches Feld''' (engl. ''morphic field'') oder '''morphogenetisches Feld''' bezeichnete der britische Biologe [[Rupert Sheldrake]] Anfang der 1980er Jahre in seinem Buch ''A New Science of Life'' ein [[Esoterik|esoterisches]] Konzept zu einem hypothetischen biologischen (und potenziell gesellschaftlichen) "Feld", das als "formbildende Verursachung" verantwortlich sein könnte für die Entwicklung von Strukturen. Die nicht näher definierten morphischen Felder seien zwar weder stofflicher, noch energetischer oder lokaler Natur, aber dennoch physikalisch real, so Sheldrake. Sie sollen an der Entwicklung einer Vielzahl von Strukturen mitwirken, von Schneeflocken bis zu mentalen Vorgängen in Lebewesen. Kernpunkt seines Modells ist die Annahme, dass Informationen für ein jeweilige System auch nach der Entstehung verfügbar bleiben und daher stetig zunehmen. Als Vermittler der Informationen seien seine "morphische Felder" anzusetzen, die ohne Energieverbrauch durch einen von Sheldrake postulierten Prozess der "morphischen Resonanz" die Entstehung von Komplexität auf diversen Ebenen beschleunigen sollen.
 
   
 
   
Etwa zum Zeitpunkt der Vorstellung seines morphischen Feldes zog sich Sheldrake aus der wissenschaftlichen Forschung zurück. Er glaubte durch seine Hypothesen eine Art spirituelle Wende in der Wissenschaft eingeleitet zu haben.
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Etwa zum Zeitpunkt der Vorstellung seines morphischen Feldes zog sich Sheldrake aus der wissenschaftlichen Forschung zurück. Er glaubte, durch seine Hypothesen eine Art spirituelle Wende in der Wissenschaft eingeleitet zu haben.
    
Der allgemeine Charakter der Hypothese wurde als [[pseudowissenschaft]]lich und nicht falsifizierbar bezeichnet.<ref name="JOCS">Anthony Freeman: ''The Sense of Being Glared At''. In: ''Journal of Consciousness Studies'', 12, Nr. 6, 2005, S. 4–9. [http://www.imprint.co.uk/Editorial12_6.pdf Online-Ausgabe] [http://www.sheldrake.org/deutsche/jcs_2005.html Auszüge des Artikels in deutscher Übersetzung]</ref><ref>Lewis Wolpert: Pseudoscience and antiscience. Nature  334, 114 - 114 (14 Juli 1988) Book Review on: The New Age:Notes of a Fringe Watcher by Martin Gardner</ref><ref>A book for burning? Nature, volume 293, Seite 245–246. 24 September 1981. doi 10.1038/293245b0 [http://www.imprint.co.uk/Editorial12_6.pdf Online]</ref><ref>Michel de Pracontal. L'Imposture Scientifique en Dix Lecons, Editions La Decouverte, Paris, 2001. ISBN 2-7071-3293-4.</ref>
 
Der allgemeine Charakter der Hypothese wurde als [[pseudowissenschaft]]lich und nicht falsifizierbar bezeichnet.<ref name="JOCS">Anthony Freeman: ''The Sense of Being Glared At''. In: ''Journal of Consciousness Studies'', 12, Nr. 6, 2005, S. 4–9. [http://www.imprint.co.uk/Editorial12_6.pdf Online-Ausgabe] [http://www.sheldrake.org/deutsche/jcs_2005.html Auszüge des Artikels in deutscher Übersetzung]</ref><ref>Lewis Wolpert: Pseudoscience and antiscience. Nature  334, 114 - 114 (14 Juli 1988) Book Review on: The New Age:Notes of a Fringe Watcher by Martin Gardner</ref><ref>A book for burning? Nature, volume 293, Seite 245–246. 24 September 1981. doi 10.1038/293245b0 [http://www.imprint.co.uk/Editorial12_6.pdf Online]</ref><ref>Michel de Pracontal. L'Imposture Scientifique en Dix Lecons, Editions La Decouverte, Paris, 2001. ISBN 2-7071-3293-4.</ref>
Seine Theorie wird teilweise von Vertretern der Sozialwissenschaften und [[Gestalttherapie]] ernsthaft diskutiert,<ref>Dürr, H.-P., Gottwald, F.-T. (1999) (Hg.): Rupert Sheldrake in der Diskussion. Das Wagnis einer neuen Wissenschaft des Lebens., Scherz Verlag, Bern München Wien</ref> von der großen Mehrheit der Naturwissenschaftler aber abgelehnt bzw. ignoriert.<ref name="JOCS"/><ref>http://homepage.mac.com/gerhardlang/AKP/Texte/Texte_ieS/ArtikelShel.doc</ref>
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Seine Theorie wird teilweise von Vertretern der Sozialwissenschaften und [[Gestalttherapie]] ernsthaft diskutiert<ref>Dürr, H.-P., Gottwald, F.-T. (1999) (Hg.): Rupert Sheldrake in der Diskussion. Das Wagnis einer neuen Wissenschaft des Lebens., Scherz Verlag, Bern München Wien</ref>, von der großen Mehrheit der Naturwissenschaftler aber abgelehnt bzw. ignoriert.<ref name="JOCS"/><ref>http://homepage.mac.com/gerhardlang/AKP/Texte/Texte_ieS/ArtikelShel.doc</ref>
 
Auch der deutsche Physiker [[Hans Peter Dürr]] befasste sich eingehender mit der Hypothese des morphischen Feldes. Ebenso stießen Sheldrakes Erfindungen auf Interesse bei Esoterikern wie [[Bert Hellinger]] und [[Jan Udo Holey]].<ref>Claudia Barth: Über alles in der Welt- Esoterik und Leitkultur. S. 126 Alibri Verlag, Aschaffenburg. (2006). ISBN 978-3865690364</ref>
 
Auch der deutsche Physiker [[Hans Peter Dürr]] befasste sich eingehender mit der Hypothese des morphischen Feldes. Ebenso stießen Sheldrakes Erfindungen auf Interesse bei Esoterikern wie [[Bert Hellinger]] und [[Jan Udo Holey]].<ref>Claudia Barth: Über alles in der Welt- Esoterik und Leitkultur. S. 126 Alibri Verlag, Aschaffenburg. (2006). ISBN 978-3865690364</ref>
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Rupert Sheldrake (geb.&nbsp;1942) ist in Pflanzenphysiologie an der Universität Cambridge und in Philosophie an der Universität Harvard ausgebildet. Er interessierte sich dafür, wie Pflanzen und auch alle anderen Lebewesen ihre Form erhielten. Eine einzelne Zelle spaltet sich in anfangs identische Kopien, die mit jeder weiteren Zellteilung spezifische Eigenschaften annehmen; einige Zellen werden zu Blättern, andere zu Stängeln. Sobald diese Veränderungen stattgefunden haben, gibt es keinen Rückweg mehr. Beispielsweise können Blätter nicht wieder zu Stängeln werden.
 
Rupert Sheldrake (geb.&nbsp;1942) ist in Pflanzenphysiologie an der Universität Cambridge und in Philosophie an der Universität Harvard ausgebildet. Er interessierte sich dafür, wie Pflanzen und auch alle anderen Lebewesen ihre Form erhielten. Eine einzelne Zelle spaltet sich in anfangs identische Kopien, die mit jeder weiteren Zellteilung spezifische Eigenschaften annehmen; einige Zellen werden zu Blättern, andere zu Stängeln. Sobald diese Veränderungen stattgefunden haben, gibt es keinen Rückweg mehr. Beispielsweise können Blätter nicht wieder zu Stängeln werden.
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Noch in den 1920ern hat man angenommen, dass die Regulation der Entwicklung eines Embryos (siehe Driesch) sowie die Gliedmaßenregeneration die Existenz unbekannter "morphogenetischer Felder" impliziere. Die spätere Entdeckung der DNA, die Bestandteile des Organismus "kodiert", schien eine Erklärung anzubieten. Andererseits wusste man, dass die DNA in nahezu allen Zellen des Organismus identisch ist. Somit blieb die Entstehung der Gestalt eines Organismus unklar. Man musste ja erklären, wie die Zellen, die gleiche DNA besitzen, in der Lage sind, zu verschiedenen Körperteilen beizutragen und sich auszudifferenzieren. Man vermutete zwar schon, dass die Informationen für die Entwicklung der Gestalt in der DNA kodiert waren, aber die bei der Entwicklung ablaufenden Prozesse blieben unbekannt. Zu Beginn der 1990er Jahre fand Christiane Nüsslein-Volhard Morphogene, die sie für Musterbildung verantwortlich machte, und klärte ihre Funktion.
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Noch in den 1920ern nahm man an, dass die Regulation der Entwicklung eines Embryos (siehe Driesch) sowie die Gliedmaßenregeneration die Existenz unbekannter "morphogenetischer Felder" impliziere. Die spätere Entdeckung der DNA, die Bestandteile des Organismus "kodiert", schien eine Erklärung anzubieten. Andererseits wusste man, dass die DNA in nahezu allen Zellen des Organismus identisch ist. Somit blieb die Entstehung der Gestalt eines Organismus unklar. Man musste ja erklären, wie die Zellen, die gleiche DNA besitzen, in der Lage sind, zu verschiedenen Körperteilen beizutragen und sich auszudifferenzieren. Man vermutete zwar schon, dass die Informationen für die Entwicklung der Gestalt in der DNA kodiert waren, aber die bei der Entwicklung ablaufenden Prozesse blieben unbekannt. Zu Beginn der 1990er Jahre fand Christiane Nüsslein-Volhard Morphogene, die sie für Musterbildung verantwortlich machte, und klärte ihre Funktion.
    
==Theorie==
 
==Theorie==
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==Begründungen==
 
==Begründungen==
Eines von Sheldrakes Beweismitteln war die Arbeit des Forschers William McDougall von der Harvard Universität, der in den 1920er Jahren die Fähigkeit von Ratten untersucht hatte, aus Labyrinthen herauszufinden. Er hatte herausgefunden, dass die Nachkommen von Ratten, die das Labyrinth kannten, schneller hindurch fanden; zuerst brauchten die Ratten 165&nbsp;Fehlversuche, bevor sie jedes Mal ohne Fehler durch das Labyrinth fanden, aber nach einigen Generationen waren es nur noch 20&nbsp;Fehlversuche. McDougall glaubte, dass der Grund dafür in einer Art von Lamarckschem Evolutionsprozess lag. Sheldrake hingegen sah darin den Beweis für die Existenz eines Feldes. Die Ratten, welche das Labyrinth zuerst durchliefen, schufen nach seiner Ansicht ein Lernmuster innerhalb eines "Rattenfeldes", auf das die Nachkommen dieser Ratten zurückgreifen konnten.
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Eines von Sheldrakes Beweismitteln war die Arbeit des Forschers William McDougall von der Universität Harvard, der in den 1920er Jahren die Fähigkeit von Ratten untersuchte, aus Labyrinthen herauszufinden. Er fand heraus, dass die Nachkommen von Ratten, die das Labyrinth kannten, schneller hindurch fanden; zuerst brauchten die Ratten 165&nbsp;Fehlversuche, bevor sie jedes Mal ohne Fehler durch das Labyrinth fanden, aber nach einigen Generationen waren es nur noch 20&nbsp;Fehlversuche. McDougall glaubte, dass der Grund dafür in einer Art von Lamarckschem Evolutionsprozess lag. Sheldrake hingegen sah darin den Beweis für die Existenz eines Feldes. Die Ratten, welche das Labyrinth zuerst durchliefen, schufen nach seiner Ansicht ein Lernmuster innerhalb eines "Rattenfeldes", auf das die Nachkommen dieser Ratten zurückgreifen konnten.
    
Das andere Beweismittel kam aus der Chemie, in der sich ein anderes noch ungeklärtes "Lernverhalten" bei der Züchtung von Kristallen abspielte. Wenn eine neue chemische Verbindung erstmals hergestellt wird, geht der Kristallisationsprozess langsam vonstatten; wenn andere Forscher das Experiment wiederholen, stellen sie fest, dass der Prozess schneller abläuft. Chemiker schreiben dies der gestiegenen Qualität späterer Experimente zu; die Fehler der früheren Versuche waren schon dokumentiert und wurden nicht erneut begangen. Sheldrake hingegen glaubte, dass dies ein weiteres Beispiel für ein morphogenetisches Feld sei; die Kristalle, die bei den ersten Versuchen gezüchtet worden waren, hätten ein Feld erschaffen, auf das die Kristalle der später durchgeführten Experimente zurückgegriffen hätten.
 
Das andere Beweismittel kam aus der Chemie, in der sich ein anderes noch ungeklärtes "Lernverhalten" bei der Züchtung von Kristallen abspielte. Wenn eine neue chemische Verbindung erstmals hergestellt wird, geht der Kristallisationsprozess langsam vonstatten; wenn andere Forscher das Experiment wiederholen, stellen sie fest, dass der Prozess schneller abläuft. Chemiker schreiben dies der gestiegenen Qualität späterer Experimente zu; die Fehler der früheren Versuche waren schon dokumentiert und wurden nicht erneut begangen. Sheldrake hingegen glaubte, dass dies ein weiteres Beispiel für ein morphogenetisches Feld sei; die Kristalle, die bei den ersten Versuchen gezüchtet worden waren, hätten ein Feld erschaffen, auf das die Kristalle der später durchgeführten Experimente zurückgegriffen hätten.
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Seit damals wurde eine Reihe von anderen Beispielen hinzugefügt; sowohl das Verhalten von Affen in Japan beim Putzen ihrer Nahrung als auch die Fähigkeit von europäischen Vögeln, zu lernen, wie man Milchflaschen öffnet, wurden als Beispiele einer "nichtlokalen" Kraft bei Verhalten und Lernfähigkeit angeboten.
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Seit damals wurde eine Reihe von anderen Beispielen hinzugefügt; sowohl das Verhalten von Affen in Japan beim Putzen ihrer Nahrung als auch die Fähigkeit europäischer Vögel zu lernen, wie man Milchflaschen öffnet, wurden als Beispiele einer "nichtlokalen" Kraft bei Verhalten und Lernfähigkeit angeboten.
    
Obwohl Sheldrake in den 1970ern über diese Theorie gesprochen hatte und damit einigermaßen bekannt geworden war, fand die "große Enthüllung" 1981 statt, als seine Theorie in Buchform unter dem Titel ''A New Science of Life'' veröffentlicht wurde (deutsch: ''Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes''). Interessanterweise bietet das Buch keine Beispiele zu dem (oben beschriebenen) Sachverhalt an, der Sheldrake überhaupt auf seine Theorie brachte: Stattdessen wurde die Theorie als Erklärung für die Entwicklung von Pflanzen und Tieren angeboten, für die sie jedoch keine Beweise vorlegte. 1988 schrieb er ein weiteres Buch unter dem Titel ''Presence of the Past: A Field Theory of Life.''
 
Obwohl Sheldrake in den 1970ern über diese Theorie gesprochen hatte und damit einigermaßen bekannt geworden war, fand die "große Enthüllung" 1981 statt, als seine Theorie in Buchform unter dem Titel ''A New Science of Life'' veröffentlicht wurde (deutsch: ''Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes''). Interessanterweise bietet das Buch keine Beispiele zu dem (oben beschriebenen) Sachverhalt an, der Sheldrake überhaupt auf seine Theorie brachte: Stattdessen wurde die Theorie als Erklärung für die Entwicklung von Pflanzen und Tieren angeboten, für die sie jedoch keine Beweise vorlegte. 1988 schrieb er ein weiteres Buch unter dem Titel ''Presence of the Past: A Field Theory of Life.''
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==Morphische Resonanz==
 
==Morphische Resonanz==
 
Eine weitere von Sheldrake eingeführte Hypothese wurde von ihm als ''morphische Resonanz'' bezeichnet.
 
Eine weitere von Sheldrake eingeführte Hypothese wurde von ihm als ''morphische Resonanz'' bezeichnet.
Darunter versteht er eine postulierte Interaktion zwischen morphischem Feld und Struktur auf einer Art Feedbackbasis. Als Beispiel einer ''morphic resonance'' führt Sheldrake aus der Intelligenzforschung den sogenannten Flynn-Effekt an. Gemäß dem Politologen James Flynn steigt der durchschnittliche Intelligenzquotient in den Industrieländern seit Jahrzehnten stetig an. Sheldrake erklärt dies mit Hilfe seiner Hypothese so, dass aus den gelösten Aufgaben der IQ-Tests eine Strategie herausdestilliert und an die nächsten Testpersonen weitergereicht wird, welche somit sukzessive immer bessere Testergebnisse liefern. Über die tatsächlichen Ursachen des Flynn-Effekts wird in der Fachwelt rege diskutiert. Als mögliche Erklärungen werden eine verbesserte Ernährung genannt oder der Umstand, dass die Fähigkeiten, die in einem IQ-Test abgefragt werden, trainierbar und über die Jahre in die Lehrpläne von Schulen eingeflossen sind. Wichtig hier ist allerdings, dass die Zunahme Mitte der 1990er zum Erliegen gekommen ist. Unabhängige Studien zeigen, dass der IQ international wieder sinkt, ein Umstand, den Sheldrake geflissentlich übersieht.
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Darunter versteht er eine postulierte Interaktion zwischen morphischem Feld und Struktur auf einer Art Feedbackbasis. Als Beispiel einer ''morphic resonance'' führt Sheldrake aus der Intelligenzforschung den so genannten Flynn-Effekt an. Gemäß dem Politologen James Flynn steigt der durchschnittliche Intelligenzquotient in den Industrieländern seit Jahrzehnten stetig an. Sheldrake erklärt dies mit Hilfe seiner Hypothese so, dass aus den gelösten Aufgaben der IQ-Tests eine Strategie herausdestilliert und an die nächsten Testpersonen weitergereicht wird, welche somit sukzessive immer bessere Testergebnisse liefern. Über die tatsächlichen Ursachen des Flynn-Effekts wird in der Fachwelt rege diskutiert. Als mögliche Erklärungen werden eine verbesserte Ernährung genannt oder der Umstand, dass die Fähigkeiten, die in einem IQ-Test abgefragt werden, trainierbar und über die Jahre in die Lehrpläne von Schulen eingeflossen sind. Wichtig hier ist allerdings, dass die Zunahme Mitte der 1990er zum Erliegen gekommen ist. Unabhängige Studien zeigen, dass der IQ international wieder sinkt, ein Umstand, den Sheldrake geflissentlich übersieht.
    
==Kristallisation durch morphische Felder?==
 
==Kristallisation durch morphische Felder?==
Als ein Beispiel für die Wirkung eines morphischen Feldes in der Chemie nannte Sheldrake Parameter der Kristallbildung, die bekanntlich durch mehrere Faktoren beeinflusst wird. Laut Sheldrake reiche eine einmal eingeleitete Kristallisation ihre "Information" dazu an räumlich entfernte Kristallisationsprozesse weiter und beschleunige diese. Sheldrake verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen Anstieg der Schmelztemperatur von synthetisch in Laboren erzeugten Kristallen (etwa der Salycilate). Eine Erklärung für weltweit ansteigende Schmelztemperaturen von Kristallen läßt sich jedoch [[Ockhams Rasiermesser|hypothesensparsamer]] herkömmlich durch Fortschritte bei der Aufreinigung der Ausgangssubstanzen und ein verbessertes Qualitätsmanagement erklären.
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Als ein Beispiel für die Wirkung eines morphischen Feldes in der Chemie nannte Sheldrake Parameter der Kristallbildung, die bekanntlich durch mehrere Faktoren beeinflusst wird. Laut Sheldrake reiche eine einmal eingeleitete Kristallisation ihre "Information" dazu an räumlich entfernte Kristallisationsprozesse weiter und beschleunige diese. Sheldrake verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen Anstieg der Schmelztemperatur von synthetisch in Laboren erzeugten Kristallen (etwa der Salycilate). Eine Erklärung für weltweit ansteigende Schmelztemperaturen von Kristallen lässt sich jedoch [[Ockhams Rasiermesser|hypothesensparsamer]] herkömmlich durch Fortschritte bei der Aufreinigung der Ausgangssubstanzen und ein verbessertes Qualitätsmanagement erklären.
    
==Termiten-Experiment==
 
==Termiten-Experiment==
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Eine weitere Beobachtung Marais', auf die Sheldrake häufiger rekurriert, nämlich das Einstellen jeglicher Tätigkeit des Termitenvolkes beim Tod der Königin, ist in der Tat nachweisbar. Die Wissenschaft führt dies heute in der Regel auf (messbare) Pheromonausscheidungen der Königin zurück. Einfache Belege für das Vorkommen solcher Ordnungen ohne genetische, quasi mechanische Implikation sind omnipräsente biologische Muster, die dem goldenen Schnitt oder harmonischen Mustern folgen. Gemäß seiner Theorie der Formbildungsursachen ist in den morphischen Feldern ein Gedächtnis enthalten, das sie durch den Vorgang der morphischen Resonanz erworben haben. Danach hat jede Art von Dingen ein "kollektives Gedächtnis".
 
Eine weitere Beobachtung Marais', auf die Sheldrake häufiger rekurriert, nämlich das Einstellen jeglicher Tätigkeit des Termitenvolkes beim Tod der Königin, ist in der Tat nachweisbar. Die Wissenschaft führt dies heute in der Regel auf (messbare) Pheromonausscheidungen der Königin zurück. Einfache Belege für das Vorkommen solcher Ordnungen ohne genetische, quasi mechanische Implikation sind omnipräsente biologische Muster, die dem goldenen Schnitt oder harmonischen Mustern folgen. Gemäß seiner Theorie der Formbildungsursachen ist in den morphischen Feldern ein Gedächtnis enthalten, das sie durch den Vorgang der morphischen Resonanz erworben haben. Danach hat jede Art von Dingen ein "kollektives Gedächtnis".
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Sheldrakes Kernaussage, in der er einige Ideen Marais aufgreift, ist die, dass es einen übergeordneten Plan geben müsse, nach dem die Termiten konstruieren. Da dieser gigantische Plan nicht in der kleinen Termite selbst sein könne, müsse er außerhalb zu suchen sein. Was Marais wie Sheldrake dabei übersehen, ist das Prinzip der bedingten Wahrscheinlichkeiten: Kleine Änderungen, die nach bestimmten Regeln verlaufen, führen in ihrer Addition zu einer hohen Komplexität, ohne dass ein Gesamtplan überhaupt vorliegen muss.
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Sheldrakes Kernaussage, in der er einige Ideen Marais aufgreift, ist die, dass es einen übergeordneten Plan geben müsse, nach dem die Termiten konstruieren. Da dieser gigantische Plan nicht in der kleinen Termite selbst sein könne, müsse er außerhalb zu suchen sein. Was sowohl Marais wie Sheldrake dabei übersehen, ist das Prinzip der bedingten Wahrscheinlichkeiten: Kleine Änderungen, die nach bestimmten Regeln verlaufen, führen in ihrer Addition zu einer hohen Komplexität, ohne dass ein Gesamtplan überhaupt vorliegen muss.
    
==Bewertung==
 
==Bewertung==
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Das gilt umso mehr, wenn eine solche Theorie nicht in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wird, sondern in einem Buch, das sich an Laien richtet. Ein weiterer Grund für Skepsis liegt vor, wenn der Autor seine Erkenntnisse zu einem Forschungsgebiet anbietet, in dem er keine direkte Erfahrung hat. Bei ''A New Science of Life'' waren alle drei Kriterien erfüllt, und das Buch wurde auf breiter Front zurückgewiesen. Sheldrake scheint im Laufe der Zeit zunehmend desillusioniert von der Reaktion aus der Welt der Wissenschaften zu sein, die er (beispielsweise auf seiner Webseite) heutzutage als eine engstirnige Bürokratie ablehnt.
 
Das gilt umso mehr, wenn eine solche Theorie nicht in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wird, sondern in einem Buch, das sich an Laien richtet. Ein weiterer Grund für Skepsis liegt vor, wenn der Autor seine Erkenntnisse zu einem Forschungsgebiet anbietet, in dem er keine direkte Erfahrung hat. Bei ''A New Science of Life'' waren alle drei Kriterien erfüllt, und das Buch wurde auf breiter Front zurückgewiesen. Sheldrake scheint im Laufe der Zeit zunehmend desillusioniert von der Reaktion aus der Welt der Wissenschaften zu sein, die er (beispielsweise auf seiner Webseite) heutzutage als eine engstirnige Bürokratie ablehnt.
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In der [[New-Age]]-Szene jedoch wurde sein Werk berühmt; man fand es wegen seiner "ganzheitlichen" Weltsicht interessant, und man sah darin ein Beispiel dafür, wie ein "echter Wissenschaftler" von der Gemeinschaft der Wissenschaftler herabgesetzt wurde.
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In der [[New-Age]]-Szene jedoch wurde sein Werk berühmt; man fand es wegen seiner "ganzheitlichen" Weltsicht interessant und sah darin ein Beispiel dafür, wie ein "echter Wissenschaftler" von der Gemeinschaft der Wissenschaftler herabgesetzt werde.
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Seither hat sich Sheldrake von seiner Arbeit über morphogenetische Felder entfernt. Er hält es zwar immer noch für die Grundlage seiner Arbeit, aber seine Veröffentlichungen der letzten Zeit haben wenig damit zu tun.
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Seither hat sich Sheldrake von seiner Arbeit über morphogenetische Felder entfernt. Er hält dies zwar immer noch für die Grundlage seiner Arbeit, aber seine Veröffentlichungen der letzten Zeit haben wenig damit zu tun.
    
==Weitere Arbeit==
 
==Weitere Arbeit==
Nachdem sein Interesse an etablierten Forschungseinrichtungen geschwunden war, veröffentlichte Sheldrake ''Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten'' (1994), in denen unter anderem der Beginn seiner Studie ''Der siebte Sinn der Tiere'' (1999) enthalten war. Im Jahr 2003 schrieb er in ''Der siebte Sinn des Menschen'' über eine Wahrnehmung, die von sehr vielen Menschen berichtet wird. Das Buch enthielt ein Experiment, bei dem die Versuchspersonen mit angelegten Augenbinden entscheiden mussten, ob sie von hinter ihnen sitzenden Personen angestarrt würden. Die Entscheidung, ob die hinten sitzende Person gerade die Versuchsperson mit der Augenbinde anschaute oder woanders hin blickte, wurde per Zufall ermittelt (Münzwurf oder Zufallszahlentabelle). Nach einem Signal in Form eines lauten Klickgeräuschs musste die Versuchsperson entscheiden, ob sie gerade angestarrt wurde. Falls die Versuchspersonen falsch geraten hatten und man ihnen das erzählte, rieten sie bei künftigen Versuchen seltener falsch. Nach zehntausenden von Einzelversuchen lag der Punktestand bei 60%, wenn die Versuchsperson angestarrt ''wurde'' (also über dem Zufallsergebnis), aber nur bei 50%, wenn sie ''nicht'' angestarrt wurde (was dem Zufallsergebnis entspricht). Dieses Ergebnis weist auf einen schwachen Sinn für das Angestarrtwerden hin, und auf keine Sinneswahrnehmung dafür, ''nicht'' angestarrt zu werden. Sheldrake behauptet, diese Experimente seien sehr oft und mit übereinstimmenden Ergebnissen in Schulen in Connecticut und Toronto sowie in einem Wissenschaftsmuseum in Amsterdam wiederholt worden.
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Nachdem sein Interesse an etablierten Forschungseinrichtungen geschwunden war, veröffentlichte Sheldrake ''Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten'' (1994), in denen unter anderem der Beginn seiner Studie ''Der siebte Sinn der Tiere'' (1999) enthalten war. Im Jahr 2003 schrieb er in ''Der siebte Sinn des Menschen'' über eine Wahrnehmung, die von sehr vielen Menschen berichtet wird. Das Buch enthielt ein Experiment, bei dem die Versuchspersonen mit angelegten Augenbinden entscheiden mussten, ob sie von hinter ihnen sitzenden Personen angestarrt würden. Die Entscheidung, ob die hinten sitzende Person gerade die Versuchsperson mit der Augenbinde anschaute oder woanders hin blickte, wurde per Zufall ermittelt (Münzwurf oder Zufallszahlentabelle). Nach einem Signal in Form eines lauten Klickgeräuschs musste die Versuchsperson entscheiden, ob sie gerade angestarrt wurde. Falls die Versuchspersonen falsch geraten hatten und man ihnen das erzählte, rieten sie bei künftigen Versuchen seltener falsch. Nach zehntausenden von Einzelversuchen lag der Punktestand bei 60%, wenn die Versuchsperson angestarrt ''wurde'' (also über dem Zufallsergebnis), aber nur bei 50%, wenn sie ''nicht'' angestarrt wurde (was dem Zufallsergebnis entspricht). Dieses Ergebnis weist auf einen schwachen Sinn für das Angestarrtwerden hin und auf keine Sinneswahrnehmung dafür, ''nicht'' angestarrt zu werden. Sheldrake behauptet, diese Experimente seien sehr oft und mit übereinstimmenden Ergebnissen in Schulen in Connecticut und Toronto sowie in einem Wissenschaftsmuseum in Amsterdam wiederholt worden.
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Sheldrakes Experimente bleiben auch heutzutage genauso kontrovers wie seine Theorie. Neuerdings bittet er potentielle Experimentatoren, sein Anstarr-Experiment zu erweitern, indem sie einfach nur ein Formular auf seiner Webseite ausfüllen und auf diese Weise ihre Resultate einsenden. Er behauptet, auf diese Weise eine herausragende, breit angelegte Studie zu erhalten, die Menschen aus aller Welt und aus allen Gesellschaftsschichten umfasse. Kritiker weisen Sheldrake darauf hin, dass er auf diese Weise lediglich nutzlose Informationen von Leuten einsammele, die nicht die geringste Ahnung von der Durchführung kontrollierter Experimente haben. Darüber hinaus sei praktisch garantiert, dass auf Grund des [[Experimentatoreffekt]]s nur erfolgreiche Resultate ausgewählt werden, weil es unwahrscheinlich sei, dass Menschen, die dieses Experiment durchführen, nicht daran glauben, dass es funktioniert.
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Sheldrakes Experimente bleiben auch heutzutage genauso kontrovers wie seine Theorie. Neuerdings bittet er potentielle Experimentatoren, sein Anstarr-Experiment zu erweitern, indem sie einfach ein Formular auf seiner Webseite ausfüllen und auf diese Weise ihre Resultate einsenden. Er behauptet, auf diese Weise eine herausragende, breit angelegte Studie zu erhalten, die Menschen aus aller Welt und aus allen Gesellschaftsschichten umfasse. Kritiker weisen Sheldrake darauf hin, dass er auf diese Weise lediglich nutzlose Informationen von Leuten einsammele, die nicht die geringste Ahnung von der Durchführung kontrollierter Experimente haben. Darüber hinaus sei praktisch garantiert, dass auf Grund des [[Experimentatoreffekt]]s nur erfolgreiche Resultate ausgewählt werden, weil es unwahrscheinlich sei, dass Menschen, die dieses Experiment durchführen, nicht daran glauben, dass es funktioniert.
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Sheldrake beharrt darauf, dass dieser Skeptizismus nicht vom problematischen Charakter seiner Arbeit herrühre, sondern auf vorgefasste Meinungen zurückgehe, welche die Wissenschaftler ihm gegenüber hätten. Sein fundamentalistischer Ansatz zur wissenschaftlichen Methode basiere auf Darwins sorgfältigen Beobachtungen und entferne ihn von der Molekularbiologie und deren Konzentration auf die Funktionsweise von Genen, Enzymen, Proteinen und Zellen. Sein Ansatz sei eine Herausforderung an das mechanistische Paradigma, das die Biologie als eine Funktion von Chemie und Physik sähe. Der Materialismus des 19.&nbsp;Jahrhunderts habe teilweise zu Gentechnologie und Biotechnologie geführt, sich aber gleichzeitig von einem Verständnis des Bewusstseins entfernt, wonach seine Theorie über Felder strebe.
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Sheldrake beharrt darauf, dass dieser Skeptizismus nicht vom problematischen Charakter seiner Arbeit herrühre, sondern auf vorgefasste Meinungen zurückgehe, welche die Wissenschaftler ihm gegenüber hätten. Sein fundamentalistischer Ansatz zur wissenschaftlichen Methode basiere auf Darwins sorgfältigen Beobachtungen und entferne ihn von der Molekularbiologie und deren Konzentration auf die Funktionsweise von Genen, Enzymen, Proteinen und Zellen. Sein Ansatz sei eine Herausforderung an das mechanistische Paradigma, das die Biologie als eine Funktion von Chemie und Physik sehe. Der Materialismus des 19.&nbsp;Jahrhunderts habe teilweise zu Gentechnologie und Biotechnologie geführt, sich aber gleichzeitig von einem Verständnis des Bewusstseins entfernt, wonach seine Theorie über Felder strebe.
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Kritiker interpretieren den Mangel an Vertrauen in Sheldrakes Theorien als das Ergebnis des Mangels überzeugender, experimenteller Beweise. Seit den 1970er Jahren, in denen Sheldrake seine Theorie erstmals vorgeschlagen hat, wurden außerdem Fortschritte beim Verständnis der Frage gemacht, wie aus genetischem Material bestimmte Form entsteht. Andere Theorien werden daher gegenüber Sheldrakes bevorzugt, da sie die beobachteten Prozesse bei der Musterbildung besser beschreiben.
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Kritiker interpretieren den Mangel an Vertrauen in Sheldrakes Theorien als das Ergebnis des Mangels überzeugender, experimenteller Beweise. Seit den 1970er Jahren, in denen Sheldrake seine Theorie erstmals vorschlug, wurden außerdem Fortschritte beim Verständnis der Frage gemacht, wie aus genetischem Material bestimmte Form entsteht. Andere Theorien werden daher gegenüber Sheldrakes bevorzugt, da sie die beobachteten Prozesse bei der Musterbildung besser beschreiben.
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Seit September 2005 ist Sheldrake Direktor des ''Perrott-Warrick-Projekts'', das aus einer dem Trinity College in Cambridge zugute gekommenen Stiftung finanziert wird. Das Projekt untersucht unerklärte Fähigkeiten von Menschen und Tieren.<ref>[http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/guest_contributors/article630539.ece Artikel] in ''The Times'' vom 7.&nbsp;September 2006</ref>
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Seit September 2005 ist Sheldrake Direktor des ''Perrott-Warrick-Projekts'', das aus einer dem Trinity College in Cambridge zugute kommenenden Stiftung finanziert wird. Das Projekt untersucht unerklärte Fähigkeiten von Menschen und Tieren.<ref>[http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/guest_contributors/article630539.ece Artikel] in ''The Times'' vom 7.&nbsp;September 2006</ref>
    
==Rezeption in den Kulturwissenschaften==
 
==Rezeption in den Kulturwissenschaften==
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