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==Leben==
 
==Leben==
Gonxhe wuchs in einer wohlhabenden katholischen albanischen Familie auf. Sie wurde von ihren Eltern sehr religiös erzogen. Ihre Schulausbildung absolvierte sie an einer katholischen Mädchenschule in Shkodra. Als sie zehn Jahre alt war, starb ihr Vater überraschend; sie widmete sich daraufhin noch mehr dem Glauben. Schon im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich für ein Leben als Ordensfrau und wurde im Alter von 18 Jahren in den Orden der Loretoschwestern aufgenommen. Zunächst wurde sie ins Mutterhaus der Loretoschwestern nach Irland geschickt. Nach nur zwei Monaten konnte sie im Haus des Loreto-Ordens in Bengalen/Indien tätig werden. In Kalkutta legte sie die erste Profess ab. Daraufhin war sie 17 Jahre in der St. Mary's School in Kalkutta tätig, wo sie erst als Lehrerin, dann als Direktorin wirkte.
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Gonxha wuchs in einer wohlhabenden katholischen albanischen Familie auf. Sie wurde von ihren Eltern sehr religiös erzogen. Gonxha Bojaxhiu war körperbehindert, wurde mit einem Klumpfuß geboren, blieb stets ein kränkliches Kind, das alljährlich lange Wochen in Sanatorien verbrachte. Dennoch besuchte sie eine katholische Grundschule und ein elitäres Mädchengymnasium, war zudem Mitglied in Literaturzirkeln und Wandervereinen.<ref>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1255620/</ref>
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Als sie zehn Jahre alt war, starb ihr Vater überraschend; sie widmete sich daraufhin noch mehr dem Glauben. Schon im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich für ein Leben als Ordensfrau und wurde im Alter von 18 Jahren in den Orden der Loretoschwestern aufgenommen. Zunächst wurde sie ins Mutterhaus der Loretoschwestern nach Irland geschickt. Nach nur zwei Monaten konnte sie im Haus des Loreto-Ordens in Bengalen/Indien tätig werden. In Kalkutta legte sie die erste Profess ab. Daraufhin war sie 17 Jahre in der St. Mary's School in Kalkutta tätig, wo sie erst als Lehrerin, dann als Direktorin wirkte.
    
Auf einer ihrer zahlreichen Fahrten durch die Millionenstadt Kalkutta soll sie am 10. September 1946 die göttliche Berufung verspürt haben, den Armen zu helfen. In ihrem Tagebuch schildert sie dieses Erlebnis als mystische Begegnung mit Jesus, der sie dazu aufgefordert habe, alles aufzugeben und ihm in die Slums zu folgen - um in ihm den Ärmsten der Armen zu dienen. Zwei Jahre später erhielt sie die Erlaubnis, die Loretoschwestern zu verlassen, ohne ihren religiösen Stand als Ordensschwester aufgeben zu müssen. Fortan wirkte als Einzelperson Mutter Teresa in den Slums von Kalkutta, wo sich ihr später einige frühere Schülerinnen anschlossen. 1948 nahm Mutter Teresa die indische Staatsbürgerschaft an und gründete 1950 den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Wie in allen katholischen Orden mussten sich die Mitglieder auf die so genannten Evangelischen Räte der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams verpflichten. Später wurde der Orden vom Papst anerkannt. Der Orden kümmert sich besonders um Sterbende, Waisen und Kranke, speziell Leprakranke. Im Laufe der Zeit wurden weltweit zahlreiche Hospitäler, Hospitze, Kinderheime und Klöster gegründet. Trotz ihres Einsatzes für die katholische Kirche hegte Teresa langjährig Zweifel an ihrem Glauben, wie ihre Briefe belegen.<ref>http://www.sueddeutsche.de/kultur/briefe-von-mutter-teresa-selig-wer-ohne-zweifel-ist-1.227378</ref> Am 5. September 1997 starb Teresa und wurde bereits am 19. Oktober 2003 von der römisch-katholischen Kirche selig gesprochen.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa</ref>
 
Auf einer ihrer zahlreichen Fahrten durch die Millionenstadt Kalkutta soll sie am 10. September 1946 die göttliche Berufung verspürt haben, den Armen zu helfen. In ihrem Tagebuch schildert sie dieses Erlebnis als mystische Begegnung mit Jesus, der sie dazu aufgefordert habe, alles aufzugeben und ihm in die Slums zu folgen - um in ihm den Ärmsten der Armen zu dienen. Zwei Jahre später erhielt sie die Erlaubnis, die Loretoschwestern zu verlassen, ohne ihren religiösen Stand als Ordensschwester aufgeben zu müssen. Fortan wirkte als Einzelperson Mutter Teresa in den Slums von Kalkutta, wo sich ihr später einige frühere Schülerinnen anschlossen. 1948 nahm Mutter Teresa die indische Staatsbürgerschaft an und gründete 1950 den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Wie in allen katholischen Orden mussten sich die Mitglieder auf die so genannten Evangelischen Räte der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams verpflichten. Später wurde der Orden vom Papst anerkannt. Der Orden kümmert sich besonders um Sterbende, Waisen und Kranke, speziell Leprakranke. Im Laufe der Zeit wurden weltweit zahlreiche Hospitäler, Hospitze, Kinderheime und Klöster gegründet. Trotz ihres Einsatzes für die katholische Kirche hegte Teresa langjährig Zweifel an ihrem Glauben, wie ihre Briefe belegen.<ref>http://www.sueddeutsche.de/kultur/briefe-von-mutter-teresa-selig-wer-ohne-zweifel-ist-1.227378</ref> Am 5. September 1997 starb Teresa und wurde bereits am 19. Oktober 2003 von der römisch-katholischen Kirche selig gesprochen.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa</ref>
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