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'''Cellagon Aurum''' ist ein mit Wasser verdünntes Gemüsesaftkonzentrat der Firma "H.-G. Berner GmbH & Co. KG." aus Hamburg, der im Internet häufig damit beworben wird, gesundheitsrelevante Wirkungen zu haben. Die Wirksamkeit wird dabei auch [[Esoterik|esoterischen]] Einflüssen zugeordnet. So befinde sich nicht zufällig ein Magnet im Flaschenverschluss und zugesetztes Wasser sei [[Wasserbelebung|"levitiert"]].
 
'''Cellagon Aurum''' ist ein mit Wasser verdünntes Gemüsesaftkonzentrat der Firma "H.-G. Berner GmbH & Co. KG." aus Hamburg, der im Internet häufig damit beworben wird, gesundheitsrelevante Wirkungen zu haben. Die Wirksamkeit wird dabei auch [[Esoterik|esoterischen]] Einflüssen zugeordnet. So befinde sich nicht zufällig ein Magnet im Flaschenverschluss und zugesetztes Wasser sei [[Wasserbelebung|"levitiert"]].
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==Die Cellagon-Studien==
 
==Die Cellagon-Studien==
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[[image:Grossarth-maticek3.jpg|Grossarth-Maticek|thumb]]
 
Zu Cellagon Aurum liegt eine Studie von Ronald Grossarth-Maticek aus dem Jahre 2003 vor, die in "Erfahrungsheilkunde", einem Blatt ohne peer-review veröffentlicht wurde<ref>Grossarth-Maticek R: ''Prospektive, randomisierte Verlaufsstudie zur Erforschung der Wirksamkeit eines Nahrungsergänzungsmittels in Bezug auf subjektive Befindlichkeit und Veränderung physischer Risikofaktoren, (2003), Erfahrungsheilkunde/Acta Medica Empirica (Haug/Thieme Verlag), Band 8/2003, Seiten 499-508. [http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/ehk/doi/10.1055/s-2003-41226;jsessionid=DA5FA0E4E91542291C230BD5027AB100.jvm3]</ref>. Für die Studie hatte Grossarth-Maticek über fast drei Jahre lang alle paar Monate 115 Personen in Experimentalgruppen und 115 in Kontrollgruppen untersucht. Im Ergebnis solle die Einnahme des [[Nahrungsergänzungsmittel]]s unterschiedliche Risikofaktoren aus unterschiedlichen Bereichen positiv verändern haben. So hätten sich Gesamtcholesterin, Bluthochdruck, Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum verringert und Infektionen wären seltener aufgetreten.<br>
 
Zu Cellagon Aurum liegt eine Studie von Ronald Grossarth-Maticek aus dem Jahre 2003 vor, die in "Erfahrungsheilkunde", einem Blatt ohne peer-review veröffentlicht wurde<ref>Grossarth-Maticek R: ''Prospektive, randomisierte Verlaufsstudie zur Erforschung der Wirksamkeit eines Nahrungsergänzungsmittels in Bezug auf subjektive Befindlichkeit und Veränderung physischer Risikofaktoren, (2003), Erfahrungsheilkunde/Acta Medica Empirica (Haug/Thieme Verlag), Band 8/2003, Seiten 499-508. [http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/ehk/doi/10.1055/s-2003-41226;jsessionid=DA5FA0E4E91542291C230BD5027AB100.jvm3]</ref>. Für die Studie hatte Grossarth-Maticek über fast drei Jahre lang alle paar Monate 115 Personen in Experimentalgruppen und 115 in Kontrollgruppen untersucht. Im Ergebnis solle die Einnahme des [[Nahrungsergänzungsmittel]]s unterschiedliche Risikofaktoren aus unterschiedlichen Bereichen positiv verändern haben. So hätten sich Gesamtcholesterin, Bluthochdruck, Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum verringert und Infektionen wären seltener aufgetreten.<br>
 
Die Studie mit vielen kleinen Untergruppen weist allerdings erhebliche methodische Mängel auf und macht sie wissenschaftlich wertlos. So wird die Studie zwar als "randomisiert" bezeichnet, allerdings erklärt der Auror nicht auf welche Weise randomisiert wurde und warum teilweise zweimal randomisisert wurde. Eine Verblindung wurde nicht gemacht, sowohl die Probanden wussten, was sie bekommen, als auch der durchführende Arzt wusste, was er verabreichte. Die Untersuchungsmethode zur subjektiven Einschätzung des Gesundheitszustandes war nicht validiert und zuvor nie verwendet worden. Es fehlten auch statistische Tests zur beurteilung der Messergebnisse.
 
Die Studie mit vielen kleinen Untergruppen weist allerdings erhebliche methodische Mängel auf und macht sie wissenschaftlich wertlos. So wird die Studie zwar als "randomisiert" bezeichnet, allerdings erklärt der Auror nicht auf welche Weise randomisiert wurde und warum teilweise zweimal randomisisert wurde. Eine Verblindung wurde nicht gemacht, sowohl die Probanden wussten, was sie bekommen, als auch der durchführende Arzt wusste, was er verabreichte. Die Untersuchungsmethode zur subjektiven Einschätzung des Gesundheitszustandes war nicht validiert und zuvor nie verwendet worden. Es fehlten auch statistische Tests zur beurteilung der Messergebnisse.
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