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==Biographische Informationen==
 
==Biographische Informationen==
 
Gómoras Behauptung, Azteke zu sein, kann aus den im Internet zur Verfügung stehenden Informationen nicht verifiziert werden. Sowohl die englische wie die deutsche Wikipedia veröffentlichen einen Personenartikel; während im englischen Artikel keine ethnische Zugehörigkeit erwähnt wird, wird diese im deutschen Artikel durch die Formulierung ausdrücklich als nicht-aztekisch charakterisiert: ''".. der sich den Azteken zugehörig empfindet"''.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Xokonoschtletl_Gomora aufgerufen 02.04.2014</ref>
 
Gómoras Behauptung, Azteke zu sein, kann aus den im Internet zur Verfügung stehenden Informationen nicht verifiziert werden. Sowohl die englische wie die deutsche Wikipedia veröffentlichen einen Personenartikel; während im englischen Artikel keine ethnische Zugehörigkeit erwähnt wird, wird diese im deutschen Artikel durch die Formulierung ausdrücklich als nicht-aztekisch charakterisiert: ''".. der sich den Azteken zugehörig empfindet"''.<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Xokonoschtletl_Gomora aufgerufen 02.04.2014</ref>
Er ist offenbar geprüfter Fremdenführer, lebt aber seit ca. 1986 in Europa, wo er regelmäßig mit mexikanischen Tanzgruppen tourt, die er leitet. Sein selbst gesetztes Ziel ist jedoch die Rückführung einer Federkrone, die Montezuma gehörte und von den spanischen Kolonisatoren nach Europa verbracht wurde<ref name="xoko">http://www.xoko.org/ aufgerufen 02.04.2014</ref>, wo sie im frühen 16. Jahrhundert den spanischen Königen als Gabe überreicht wurde: seit Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich die Krone im Völkerkundemuseum in Wien.
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Er ist offenbar geprüfter Fremdenführer, lebt aber seit ca. 1986 in Europa, wo er regelmäßig mit mexikanischen Tanzgruppen tourt, die er leitet. Sein selbst gesetztes Ziel ist jedoch die Rückführung einer Federkrone, die Montezuma gehörte und von den spanischen Kolonisatoren nach Europa verbracht wurde<ref name="xoko">www.xoko.org/ aufgerufen 02.04.2014</ref>, wo sie im frühen 16. Jahrhundert den spanischen Königen als Gabe überreicht wurde: seit Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich die Krone im Völkerkundemuseum in Wien.
    
===Divergierende Informationen zum Wohnort===
 
===Divergierende Informationen zum Wohnort===
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''Seit 1986 komme ich regelmäßig nach Europa, um die Rückgabe der heiligen Federkrone von Montezuma (seit 1524 in Österreich) nach Mexiko zu erreichen. Diese heilige Federkrone ist die wichtigste Reliquie Mexikos..."''<ref>http://www.epubli.de/shop/autor/Xokonoschtletl-Gomora/4244 aufgerufen 02.04.2014</ref>
 
''Seit 1986 komme ich regelmäßig nach Europa, um die Rückgabe der heiligen Federkrone von Montezuma (seit 1524 in Österreich) nach Mexiko zu erreichen. Diese heilige Federkrone ist die wichtigste Reliquie Mexikos..."''<ref>http://www.epubli.de/shop/autor/Xokonoschtletl-Gomora/4244 aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Die Bezeichnung "Reliquie" überrascht, da Moctezuma keine religiöse Autorität hatte und der Begriff zudem christliche Konnotation hat. Die Krone befindet sich außerdem nicht seit 1524 in Österreich, da sie erstmalig 1575 in den erzherzoglichen Archiven erfasst wurde<ref>http://en.wikipedia.org/wiki/Montezuma%27s_headdress aufgerufen 02.04.2014</ref>; Gómora bedient sich jedoch wiederholt dieses Datums, was als Desinformation zu betrachten ist und leider auch von anderen Webseiten wiederholt wird.<ref>Vgl. z.B. http://www.umane.de/Inhalte/Infos/Temazkalli/Xoko/xoko.html aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Die Bezeichnung "Reliquie" überrascht, da Moctezuma keine religiöse Autorität hatte und der Begriff zudem christliche Konnotation hat. Die Krone befindet sich außerdem nicht seit 1524 in Österreich, da sie erstmalig 1575 in den erzherzoglichen Archiven erfasst wurde<ref>http://en.wikipedia.org/wiki/Montezuma%27s_headdress aufgerufen 02.04.2014</ref>; Gómora bedient sich jedoch wiederholt dieses Datums, was als Desinformation zu betrachten ist und leider auch von anderen Webseiten wiederholt wird.<ref>Vgl. z.B. www.umane.de/Inhalte/Infos/Temazkalli/Xoko/xoko.html aufgerufen 02.04.2014</ref>
    
Die Behauptung, er sei Sprecher der UNO, kann in keiner Weise verifiziert werden, was nahelegt, dass es sich um eine zu Werbezwecken geäußerte Behauptung handelt. Die im obigen Text namenlos bleibende mexikanische Menschenrechtsorganisation ist die Frente Mexicano Pro Derechos Humanos, auf deren Webseite Gómora weder als Mitglied noch als in irgendein Land delegiert aufgeführt wird.<ref>http://www.fmpdh.com.mx/ aufgerufen 02.04.2014</ref>  
 
Die Behauptung, er sei Sprecher der UNO, kann in keiner Weise verifiziert werden, was nahelegt, dass es sich um eine zu Werbezwecken geäußerte Behauptung handelt. Die im obigen Text namenlos bleibende mexikanische Menschenrechtsorganisation ist die Frente Mexicano Pro Derechos Humanos, auf deren Webseite Gómora weder als Mitglied noch als in irgendein Land delegiert aufgeführt wird.<ref>http://www.fmpdh.com.mx/ aufgerufen 02.04.2014</ref>  
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Die dubiosen Behauptungen werden auf der Webseite eines deutschen Plastikschamanen noch intensiviert, der eine "schamanische Bruderschaft" mit Gómora unterhalten will: <br>
 
Die dubiosen Behauptungen werden auf der Webseite eines deutschen Plastikschamanen noch intensiviert, der eine "schamanische Bruderschaft" mit Gómora unterhalten will: <br>
''"Xokonoschtletl Gomora [...] ist der Vertreter der mexikanischen Indianerbewegung. Er ist offizieller Sprecher der Vereinten Nationen, des Weltrats der indigenen Völker und seit 1993 Entsandter der Menschenrechtsorganisation Frente Mexicano Pro Derechos Humanos aus Mexiko nach Europa [...]"''.<ref name="umane-xoko">http://www.umane.de/Inhalte/Infos/Temazkalli/Xoko/xoko.html aufgerufen 02.04.2014</ref> Die Behauptung, Gómora sei "offizieller Sprecher" der Vereinten Nationen entbehrt nicht einer gewissen Komik.  
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''"Xokonoschtletl Gomora [...] ist der Vertreter der mexikanischen Indianerbewegung. Er ist offizieller Sprecher der Vereinten Nationen, des Weltrats der indigenen Völker und seit 1993 Entsandter der Menschenrechtsorganisation Frente Mexicano Pro Derechos Humanos aus Mexiko nach Europa [...]"''.<ref name="umane-xoko">www.umane.de/Inhalte/Infos/Temazkalli/Xoko/xoko.html aufgerufen 02.04.2014</ref> Die Behauptung, Gómora sei "offizieller Sprecher" der Vereinten Nationen entbehrt nicht einer gewissen Komik.  
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Ein Schweizer Verein, der Gómora und dessen Projekte unterstützt, beschreibt ihn ferner als ''""... Er ist Mitglied des South American Indian Counsil'' [sic] ''[...] und Mitarbeiter des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte in Mexiko"''.<ref name="ahal-xokono">http://www.ahal.ch/xokono.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> Diese Darstellung findet sich auch in einem kirchlichen Schweizer Magazin aus dem Kanton Aargau, das an Mitarbeiter der protestantischen Kirche verteilt wird.<ref>http://www.ref-ag.ch/informationen-medien/a-o/PDF/a_o_05/ao-04-05.pdf aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Ein Schweizer Verein, der Gómora und dessen Projekte unterstützt, beschreibt ihn ferner als ''""... Er ist Mitglied des South American Indian Counsil'' [sic] ''[...] und Mitarbeiter des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte in Mexiko"''.<ref name="ahal-xokono">www.ahal.ch/xokono.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> Diese Darstellung findet sich auch in einem kirchlichen Schweizer Magazin aus dem Kanton Aargau, das an Mitarbeiter der protestantischen Kirche verteilt wird.<ref>www.ref-ag.ch/informationen-medien/a-o/PDF/a_o_05/ao-04-05.pdf aufgerufen 02.04.2014</ref>
 
   
 
   
Die erwähnte Schweizer Webseite stellt darüber hinaus Gómora als Mitglied eines "South American Indian Counsil [sic] dar; die Behauptung wird inklusive der falschen Rechtschreibung auf weiteren Webseiten wiederholt.<ref>http://www.ahal.ch/xokono.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> Der eigentliche Name der Organisation ist jedoch Consejo Indio de Sud America; hier organisieren sich indigene Ethnien und Organisationen aus Südamerika, jedoch nicht aus Mittelamerika<ref>http://www.yachana.org/research/oxford_movs.html aufgerufen 02.04.2014</ref>, so dass es höchst fraglich erscheint, dass diese Organisation eine Person aus Mexiko als Mitglied aufgenommen haben sollte.
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Die erwähnte Schweizer Webseite stellt darüber hinaus Gómora als Mitglied eines "South American Indian Counsil [sic] dar; die Behauptung wird inklusive der falschen Rechtschreibung auf weiteren Webseiten wiederholt.<ref>www.ahal.ch/xokono.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> Der eigentliche Name der Organisation ist jedoch Consejo Indio de Sud America; hier organisieren sich indigene Ethnien und Organisationen aus Südamerika, jedoch nicht aus Mittelamerika<ref>http://www.yachana.org/research/oxford_movs.html aufgerufen 02.04.2014</ref>, so dass es höchst fraglich erscheint, dass diese Organisation eine Person aus Mexiko als Mitglied aufgenommen haben sollte.
    
==Aktivitäten in Europa==
 
==Aktivitäten in Europa==
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===Die Tanzgruppe===
 
===Die Tanzgruppe===
Diese gibt es seit den 1990er Jahren, zunächst unter dem Namen "Tloke Nauake" und seit ca. 2000 unter dem Namen "Ometeotl". Die Gruppe tritt zu den verschiedensten Anlässen öffentlich auf und war z.B. mehrfach beim jährlichen "Karl-May-Fest", obwohl sie seit 2008/2009 dort nicht mehr vertreten zu sein scheint. Die Organisatoren des Festes scheinen nicht sonderlich sorgfältig in der Auswahl der engagierten Personen und ließen z.B. beim Fest im Jahr 2008 einen Plastikschamanen auftreten.<ref>http://www.radebeul24.info/galeriepause.php?action=show&picid=1203 aufgerufen 02.04.2014</ref> Die Auftritte der Gruppe beim Fest wurden offenbar auch nicht von im Internet verfügbaren Berichten mit Kritik an der Behandlung der Tänzer durch Gómora beeinträchtigt, die bereits im Jahr 2000<ref>http://www.hobby-barfuss.de/archiv/messages/6399.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> bzw. 2003<ref name="karl-may">http://www.karl-may-stiftung.de/forum/messages/41.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> erhoben wurde. Die Berichte beschreiben, dass Gómora den Tänzern einen monatlichen Lohn von DM 500 bzw. € 250 zahle und betonten, dies sei auch für mexikanische Verhältnisse bitter wenig, insbesondere da die Tänzer in Europa nicht krankenversichert wurden. Weitere Kritikpunkte waren, dass Gómora die Pässe und Rückflugtickets der Tänzer einbehielt und ihnen auch im akuten Fall den Zugang zu medizinischer Behandlung verweigerte. Obwohl die Tänzer mit Touristenvisa einreisten, traten sie nicht nur professionell als Tänzer auf, sondern mussten auch beim Verkauf von Kunsthandwerksartikeln für Gómora tätig werden sowie ohne ein behördliches Gesundheitszeugnis Speisen und Getränke verkaufen. Die Berichte weisen ferner darauf hin, dass die Tänzer keine Nahua waren, sondern anderen indigenen Ethnien angehörten. Obwohl der Bericht aus dem Jahr 2003 in einem Forum der Karl-May-Stiftung eingestellt wurde, hatte dies offenbar keine Auswirkungen auf Gómoras Teilnahme an den Festveranstaltungen.<ref name="karl-may" />
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Diese gibt es seit den 1990er Jahren, zunächst unter dem Namen "Tloke Nauake" und seit ca. 2000 unter dem Namen "Ometeotl". Die Gruppe tritt zu den verschiedensten Anlässen öffentlich auf und war z.B. mehrfach beim jährlichen "Karl-May-Fest", obwohl sie seit 2008/2009 dort nicht mehr vertreten zu sein scheint. Die Organisatoren des Festes scheinen nicht sonderlich sorgfältig in der Auswahl der engagierten Personen und ließen z.B. beim Fest im Jahr 2008 einen Plastikschamanen auftreten.<ref>http://www.radebeul24.info/galeriepause.php?action=show&picid=1203 aufgerufen 02.04.2014</ref> Die Auftritte der Gruppe beim Fest wurden offenbar auch nicht von im Internet verfügbaren Berichten mit Kritik an der Behandlung der Tänzer durch Gómora beeinträchtigt, die bereits im Jahr 2000<ref>http://www.hobby-barfuss.de/archiv/messages/6399.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> bzw. 2003<ref name="karl-may">www.karl-may-stiftung.de/forum/messages/41.htm aufgerufen 02.04.2014</ref> erhoben wurde. Die Berichte beschreiben, dass Gómora den Tänzern einen monatlichen Lohn von DM 500 bzw. € 250 zahle und betonten, dies sei auch für mexikanische Verhältnisse bitter wenig, insbesondere da die Tänzer in Europa nicht krankenversichert wurden. Weitere Kritikpunkte waren, dass Gómora die Pässe und Rückflugtickets der Tänzer einbehielt und ihnen auch im akuten Fall den Zugang zu medizinischer Behandlung verweigerte. Obwohl die Tänzer mit Touristenvisa einreisten, traten sie nicht nur professionell als Tänzer auf, sondern mussten auch beim Verkauf von Kunsthandwerksartikeln für Gómora tätig werden sowie ohne ein behördliches Gesundheitszeugnis Speisen und Getränke verkaufen. Die Berichte weisen ferner darauf hin, dass die Tänzer keine Nahua waren, sondern anderen indigenen Ethnien angehörten. Obwohl der Bericht aus dem Jahr 2003 in einem Forum der Karl-May-Stiftung eingestellt wurde, hatte dies offenbar keine Auswirkungen auf Gómoras Teilnahme an den Festveranstaltungen.<ref name="karl-may" />
    
===Schamanische Aktivitäten===
 
===Schamanische Aktivitäten===
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An anderer Stelle auf seiner Webseite bewirbt Gómora Seminare in Yucatán, die ''"Reinigung mit Kopal (Weihrauch), Zeremonie der Schwitzhütte (Sauna), Magie, Schamanismus, Ernährung und Gesundheit, Trommel- und Tanzunterricht, Spaziergänge in der freien Natur, Ausflüge zu Kraftorten, Naturmedizin und vieles mehr..."'' umfassen; der Preis von € 950 beinhaltet Unterkunft, Mahlzeiten, alkoholfreie Getränke, Ausflüge und den Transfer vom/zum Flughafen.<ref name="xoko" />
 
An anderer Stelle auf seiner Webseite bewirbt Gómora Seminare in Yucatán, die ''"Reinigung mit Kopal (Weihrauch), Zeremonie der Schwitzhütte (Sauna), Magie, Schamanismus, Ernährung und Gesundheit, Trommel- und Tanzunterricht, Spaziergänge in der freien Natur, Ausflüge zu Kraftorten, Naturmedizin und vieles mehr..."'' umfassen; der Preis von € 950 beinhaltet Unterkunft, Mahlzeiten, alkoholfreie Getränke, Ausflüge und den Transfer vom/zum Flughafen.<ref name="xoko" />
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Ein Personenartikel bei der deutschen Wikipedia, der offenbar von Anhängern mitbearbeitet wird, kategorisiert Gómora als "Schamanen". Er wird ferner von einem deutschen Plastikschamanen als Lehrer genannt, der von Gómora initiiert worden sein will und mit ihm angeblich eine "schamanische Bruderschaft" unterhält.<ref>z.&nbsp;B. http://www.umane.de/GreyOwl/Freunde/wfalliance.html aufgerufen 02.04.2014</ref>  
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Ein Personenartikel bei der deutschen Wikipedia, der offenbar von Anhängern mitbearbeitet wird, kategorisiert Gómora als "Schamanen". Er wird ferner von einem deutschen Plastikschamanen als Lehrer genannt, der von Gómora initiiert worden sein will und mit ihm angeblich eine "schamanische Bruderschaft" unterhält.<ref>z.&nbsp;B. www.umane.de/GreyOwl/Freunde/wfalliance.html aufgerufen 02.04.2014</ref>  
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Darüber hinaus hat Gómora unter seinem Künstlernamen mehrere Bücher, Audio-CDs etc. veröffentlicht und zusammen mit zwei Ko-Autoren das Buch "Medizin der Mutter Erde" geschrieben. Das Buch ''"... beschäftigt sich mit dem alten Heilwissen der Indianer. In einem großen Selbstbehandlungsteil erfährt man auf eine leicht verständliche Art interessante Dinge über indianische Heilmethoden zur Behandlung von über vierzig Alltagsbeschwerden. [...] Ein Teil des Buches beschäftigt sich intensiv mit den "Grünen Schwestern" (Heilpflanzen) der Indianischen Medizin. Ein weiterer Teil beschreibt verschiedene Krankheitsbilder, deren Ursachen und Behandlungsmethoden. Xokonoschtletl, ein mexikanischer Indianer vom Volk der Azteken, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit altamerikanischer Medizin, ihren Heilpflanzen und Heilmethoden ..."''.<ref>http://heilfastenkur.de/buch-70-Medizin-der-Mutter-Erde.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Darüber hinaus hat Gómora unter seinem Künstlernamen mehrere Bücher, Audio-CDs etc. veröffentlicht und zusammen mit zwei Ko-Autoren das Buch "Medizin der Mutter Erde" geschrieben. Das Buch ''"... beschäftigt sich mit dem alten Heilwissen der Indianer. In einem großen Selbstbehandlungsteil erfährt man auf eine leicht verständliche Art interessante Dinge über indianische Heilmethoden zur Behandlung von über vierzig Alltagsbeschwerden. [...] Ein Teil des Buches beschäftigt sich intensiv mit den "Grünen Schwestern" (Heilpflanzen) der Indianischen Medizin. Ein weiterer Teil beschreibt verschiedene Krankheitsbilder, deren Ursachen und Behandlungsmethoden. Xokonoschtletl, ein mexikanischer Indianer vom Volk der Azteken, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit altamerikanischer Medizin, ihren Heilpflanzen und Heilmethoden ..."''.<ref>heilfastenkur.de/buch-70-Medizin-der-Mutter-Erde.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
    
Gómora steht offenbar ebenfalls in Kontakt mit weiteren esoterischen Autoren wie z.B. [[Fosar und Bludorf|Grazina Fosar und Franz Bludorf]], die ausführen: <br>
 
Gómora steht offenbar ebenfalls in Kontakt mit weiteren esoterischen Autoren wie z.B. [[Fosar und Bludorf|Grazina Fosar und Franz Bludorf]], die ausführen: <br>
''"Auch die großen Federhauben, die die nord- und mittelamerikanischen Indianer bei ihren Ritualen tragen und die wir alle aus Wildwestfilmen kennen, dienen keineswegs nur als Schmuck. Wie uns der traditionelle Aztekentänzer und Schamane Xokonoschtletl Gomora einmal erklärte, fungieren sie als Antennen, um beim Tanz "kosmische Energie" (Schumann-Wellen) aufzufangen. Wie wir gesehen haben, konnten die Indianer dadurch veränderte Bewußtseinszustände erreichen, wobei sie allerdings auch noch weitere Hilfsmittel benutzen."''<ref>http://www.fosar-bludorf.com/archiv/rz.htm aufgerufen 02.04.2014</ref><br>
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''"Auch die großen Federhauben, die die nord- und mittelamerikanischen Indianer bei ihren Ritualen tragen und die wir alle aus Wildwestfilmen kennen, dienen keineswegs nur als Schmuck. Wie uns der traditionelle Aztekentänzer und Schamane Xokonoschtletl Gomora einmal erklärte, fungieren sie als Antennen, um beim Tanz "kosmische Energie" (Schumann-Wellen) aufzufangen. Wie wir gesehen haben, konnten die Indianer dadurch veränderte Bewußtseinszustände erreichen, wobei sie allerdings auch noch weitere Hilfsmittel benutzen."''<ref>www.fosar-bludorf.com/archiv/rz.htm aufgerufen 02.04.2014</ref><br>
 
Leider gibt Gómora solche Erzählungen nicht nur innerhalb der esoterischen Szene wieder, sondern auch bei Vorträgen in Schulen.<ref>http://www.obernburg.de/komxpress/DynDox/0F0B13EC-7898-4EC3-84E0-A84F40CBEF1A/2006-09.pdf aufgerufen 02.04.2014</ref>
 
Leider gibt Gómora solche Erzählungen nicht nur innerhalb der esoterischen Szene wieder, sondern auch bei Vorträgen in Schulen.<ref>http://www.obernburg.de/komxpress/DynDox/0F0B13EC-7898-4EC3-84E0-A84F40CBEF1A/2006-09.pdf aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Auf seiner Webseite bietet Gómora sowohl Seminare in Europa wie auch in Mexiko an, jedoch nur mit allgemein gehaltener Beschreibung. Seminare in Europa können für Wochenenden oder über sieben Tage organisiert werden; eine "individuelle Gestaltung" sei dabei möglich. Die Seminare in Mexiko sollen entweder vier oder zehn Tage in Anspruch nehmen, wobei auch hier eine "individuelle Gestaltung" möglich ist.<ref name="xoko" />
 
Auf seiner Webseite bietet Gómora sowohl Seminare in Europa wie auch in Mexiko an, jedoch nur mit allgemein gehaltener Beschreibung. Seminare in Europa können für Wochenenden oder über sieben Tage organisiert werden; eine "individuelle Gestaltung" sei dabei möglich. Die Seminare in Mexiko sollen entweder vier oder zehn Tage in Anspruch nehmen, wobei auch hier eine "individuelle Gestaltung" möglich ist.<ref name="xoko" />
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Andere beworbene Seminare liefen z.B. im Mai 2012 zum Thema "Göttlicher Dualismus".<ref>http://www.nahael.de/Special_Blog?id=7 aufgerufen 02.04.2014</ref> Eine mittlerweile von oder für Gómora nicht mehr gepflegte Webseite bewirbt außerdem Seminare in Europa über "... die Geschichte und das alte Wissen der Maya" sowie ''"Trommelseminare, altes Wissen der Medizin und Kräuterkunde, Schwitzhütte mit Reinigung der Aura"''.<ref>http://xokonoschtletl.xo.funpic.de/aufgaben.html aufgerufen 02.04.2014</ref> Es ist hervorzuheben, dass hier nicht nur mehrere in der esoterischen Szene verwendete Begriffe erscheinen: die beworbene Aurareinigung ist keine indigene spirituelle Praktik. Obwohl Schwitzhäuser in Meso-Amerika bekannt waren, hat ihre Anwendung offenbar nicht den Charakter einer spirituellen Zeremonie gehabt, wie es bei diversen nordamerikanischen indigenen Ethnien der Fall ist. Ebenfalls aufschlussreich ist, dass Gómora im Jahr 2012 Seminare zu Geschichte und "altem Wissen" der Maya anbot.  
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Andere beworbene Seminare liefen z.B. im Mai 2012 zum Thema "Göttlicher Dualismus".<ref>www.nahael.de/Special_Blog?id=7 aufgerufen 02.04.2014</ref> Eine mittlerweile von oder für Gómora nicht mehr gepflegte Webseite bewirbt außerdem Seminare in Europa über "... die Geschichte und das alte Wissen der Maya" sowie ''"Trommelseminare, altes Wissen der Medizin und Kräuterkunde, Schwitzhütte mit Reinigung der Aura"''.<ref>xokonoschtletl.xo.funpic.de/aufgaben.html aufgerufen 02.04.2014</ref> Es ist hervorzuheben, dass hier nicht nur mehrere in der esoterischen Szene verwendete Begriffe erscheinen: die beworbene Aurareinigung ist keine indigene spirituelle Praktik. Obwohl Schwitzhäuser in Meso-Amerika bekannt waren, hat ihre Anwendung offenbar nicht den Charakter einer spirituellen Zeremonie gehabt, wie es bei diversen nordamerikanischen indigenen Ethnien der Fall ist. Ebenfalls aufschlussreich ist, dass Gómora im Jahr 2012 Seminare zu Geschichte und "altem Wissen" der Maya anbot.  
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Ein weiteres 2012 angebotenes Seminar war z.B. ''"Traditionelle Medizin und Reinigungsrituale der Azteken"'', und befasste sich mit ''"Die Bedeutung des Aztekenkalenders – das Symbol vom Tod – Symbolik des heiligen Kreises, von Nummern und Farben – Ansichten eines Wilden – Lerne, ein Teil der Natur zu sein – Die Philosophie und Legenden der Azteken (mündliche Überlieferung)"''. Das Inserat war mit den Kategorien "Ethnomedizin, Menschenrechte, Völkerkunde, Völkerverständigung" versehen<ref>http://www.selbsthilfegruppen.de/veranstaltungen/seminar-mit-xokonoschtletl-gomora-2/ aufgerufen 02.04.2014</ref> und wurde von einer Schülerin des deutschen Plastikschamanen [[Jürgen-Michael Kalagin]] platziert, die auf ihrer eigenen Webseite ebenfalls Werbung für Gómora macht, ihn allerdings fälschlich als "Schamane der Mandan" beschreibt.<ref>http://www.visionsunlimited.de/ aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Ein weiteres 2012 angebotenes Seminar war z.B. ''"Traditionelle Medizin und Reinigungsrituale der Azteken"'', und befasste sich mit ''"Die Bedeutung des Aztekenkalenders – das Symbol vom Tod – Symbolik des heiligen Kreises, von Nummern und Farben – Ansichten eines Wilden – Lerne, ein Teil der Natur zu sein – Die Philosophie und Legenden der Azteken (mündliche Überlieferung)"''. Das Inserat war mit den Kategorien "Ethnomedizin, Menschenrechte, Völkerkunde, Völkerverständigung" versehen<ref>www.selbsthilfegruppen.de/veranstaltungen/seminar-mit-xokonoschtletl-gomora-2/ aufgerufen 02.04.2014</ref> und wurde von einer Schülerin des deutschen Plastikschamanen [[Jürgen-Michael Kalagin]] platziert, die auf ihrer eigenen Webseite ebenfalls Werbung für Gómora macht, ihn allerdings fälschlich als "Schamane der Mandan" beschreibt.<ref>www.visionsunlimited.de/ aufgerufen 02.04.2014</ref>
    
===Esoterikmessen===
 
===Esoterikmessen===
Die Schweizer Unterstützungsseite kündigt ferner Gómoras Teilnahme an der "Lebenskraft 2005" an, der "16. Messe für Esoterik, Bewusstsein und Geshundheit/esoterische Tage", die im März 2005 in Zürich stattfand.<ref>http://www.ahal.ch/news.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
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Die Schweizer Unterstützungsseite kündigt ferner Gómoras Teilnahme an der "Lebenskraft 2005" an, der "16. Messe für Esoterik, Bewusstsein und Geshundheit/esoterische Tage", die im März 2005 in Zürich stattfand.<ref>www.ahal.ch/news.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
    
===Reiseagentur und Sprachkurse===
 
===Reiseagentur und Sprachkurse===
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===Der Kulturverein Yankuik Anahuak===
 
===Der Kulturverein Yankuik Anahuak===
   
Der Verein hat offenbar keine separate Webseite und die von Gómora mitgeteilte Information ist nicht sehr umfassend: die Leser seiner Seite erfahren im Prinzip, dass es den Verein geben soll, dass Gómora als Vorsitzender fungiert und dass es für Spenden - um die mit der Behauptung umfangreicher Ausgaben, die jedoch nicht spezifiziert werden, dringlich gebeten wird - ein Vereinskonto gibt.
 
Der Verein hat offenbar keine separate Webseite und die von Gómora mitgeteilte Information ist nicht sehr umfassend: die Leser seiner Seite erfahren im Prinzip, dass es den Verein geben soll, dass Gómora als Vorsitzender fungiert und dass es für Spenden - um die mit der Behauptung umfangreicher Ausgaben, die jedoch nicht spezifiziert werden, dringlich gebeten wird - ein Vereinskonto gibt.
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Auch dieses Projekt wird im Internet nur spärlich erwähnt. Ein Kreis von Schweizer Unterstützern beschrieb das Projekt folgendermaßen:<br>
 
Auch dieses Projekt wird im Internet nur spärlich erwähnt. Ein Kreis von Schweizer Unterstützern beschrieb das Projekt folgendermaßen:<br>
''"Im Februar 1999 gründete Xokonoschtletl mit dem Kauf eines 45 ha grossen Grundstücks in Muna (Yucatan) das Projekt Ahal (=Erwachen). In dieses investiert er seither seine ganze Energie und sein ganzes Geld."''<ref name="ahal-xokono" /> Der Ort Muna wird ferner beschrieben als in der Nähe der historischen Maya-Stadt Uxmal belegen und es wird betont, dass die Region 340 Sonnentage pro Jahr habe.<ref name="ahal-projekt">http://www.ahal.ch/dasprojekt.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
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''"Im Februar 1999 gründete Xokonoschtletl mit dem Kauf eines 45 ha grossen Grundstücks in Muna (Yucatan) das Projekt Ahal (=Erwachen). In dieses investiert er seither seine ganze Energie und sein ganzes Geld."''<ref name="ahal-xokono" /> Der Ort Muna wird ferner beschrieben als in der Nähe der historischen Maya-Stadt Uxmal belegen und es wird betont, dass die Region 340 Sonnentage pro Jahr habe.<ref name="ahal-projekt">www.ahal.ch/dasprojekt.htm aufgerufen 02.04.2014</ref>
    
Ahal wird dargestellt als ''"Geheiligter Platz - Gesundheitszentrum - Botanischer Garten - Naturschutzgebiet - Kraftplatz - Traditionelle Maya Schule - Permakultur- Zentrum - Biologischer Ackerbau - Nationalmexikanische Gesellschaft für traditionellen Tanz"''.<ref name="ahal-projekt" /> Die Beschreibung zielt offenbar weitgehend auf ein alternativ eingestelltes, europäisches Publikum ab, das auf einer Bandbreite zwischen Esoterik (z.B. geheiligter Platz, Kraftplatz) bis ökologisch ausgerichtet (z.B. Permakultur, biologisch) angesiedelt ist. In Übereinstimmung mit diesen Schlagworten wird als erstes Hauptgebiet der "Ökologische Tourismus" angegeben, die beiden weiteren Hauptgebiete werden angegeben mit "Landwirtschaftliche Zone" und "medizinische, kulturelle und spirituelle Zone"; die letztgenannte soll das "Herz von Ahal" darstellen: ''"Das Gesundheitszentrum mit einer Vielzahl von Therapieplätzen, Schwimmbad, Grotten, Schwitzhütten, Schulen für Erwachsene und Kinder, sowie Schulen in der Tradition der Maya und des traditionellen Tanzes, original vorspanische Gebäude und Hütten für Gäste, Lehrer, Arbeiter und Sponsoren. Eine Vielzahl von Freizeittätigkeiten (Schwimmen, Reiten...) wird angeboten."''<ref name="ahal-projekt" />
 
Ahal wird dargestellt als ''"Geheiligter Platz - Gesundheitszentrum - Botanischer Garten - Naturschutzgebiet - Kraftplatz - Traditionelle Maya Schule - Permakultur- Zentrum - Biologischer Ackerbau - Nationalmexikanische Gesellschaft für traditionellen Tanz"''.<ref name="ahal-projekt" /> Die Beschreibung zielt offenbar weitgehend auf ein alternativ eingestelltes, europäisches Publikum ab, das auf einer Bandbreite zwischen Esoterik (z.B. geheiligter Platz, Kraftplatz) bis ökologisch ausgerichtet (z.B. Permakultur, biologisch) angesiedelt ist. In Übereinstimmung mit diesen Schlagworten wird als erstes Hauptgebiet der "Ökologische Tourismus" angegeben, die beiden weiteren Hauptgebiete werden angegeben mit "Landwirtschaftliche Zone" und "medizinische, kulturelle und spirituelle Zone"; die letztgenannte soll das "Herz von Ahal" darstellen: ''"Das Gesundheitszentrum mit einer Vielzahl von Therapieplätzen, Schwimmbad, Grotten, Schwitzhütten, Schulen für Erwachsene und Kinder, sowie Schulen in der Tradition der Maya und des traditionellen Tanzes, original vorspanische Gebäude und Hütten für Gäste, Lehrer, Arbeiter und Sponsoren. Eine Vielzahl von Freizeittätigkeiten (Schwimmen, Reiten...) wird angeboten."''<ref name="ahal-projekt" />
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