Schumann-Strahlung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Schumann-Strahlung''' ist eine schwache elektromagnetische Strahlung natürlichen Ursprungs. Der Frequenzbereich, in dem dieses Strahlung nachgewiesen werden kann liegt zwischen 7 und 30 Hz. Dieser Frequenzbereich wird auch ELF-Bereich genannt (extremely low frequency).   
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Die '''Schumann-Strahlung''' ist eine schwache elektromagnetische Strahlung natürlichen Ursprungs. Der Frequenzbereich, in dem diese Strahlung nachgewiesen werden kann liegt zwischen 7 und 30 Hz. Dieser Frequenzbereich wird auch ELF-Bereich genannt (extremely low frequency).   
  
Die Ursache der Strahlung sind die weltweit permanent ablaufenden Blitze bei Gewittern, die jeweils ein örtliches, starkes elektromagnetisches Spektrum abgeben, das 'Sferics' genannt wird und beispielsweise mit einem Mittelwellenradio gut als lauter Krach- oder Knacklaut wahrnehmbar ist. Diese elektromagnetischen Wellen bilden bei bestimmten Frequenzen messbare Resonanzen, deren Frequenz sich aus dem Umfang der Erdkugel und der Lichtgeschwindigkeit ergibt.  
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Die Ursache der Strahlung sind die weltweit permanent auftretenden Blitze bei Gewittern, die jeweils ein örtliches, starkes elektromagnetisches Signal über einen breiten Frequenzbereich abgeben, das ''Sferics'' genannt wird und beispielsweise mit einem Mittelwellenradio gut als lauter Krach- oder Knacklaut wahrnehmbar ist.
  
Der mittlere Erdumfang beträgt 39.985.427 m (am Äquator 40.075.004 m, Polumfang 39.940.638 m). Bei einer Ausbreitungsgeschwindigkeit von 299.792.458 m/s (Vakuum) ergeben sich für den mittleren Erdumfang dabei rechnerisch fast exakt 7,5 Hz. Funkwellen mit einer Frequenz von etwa 7,5-8 Hz haben eine Wellenlänge, die dem Erdumfang entspricht.  
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Erdoberfläche und Ionosphäre bilden einen flachen Resonanzraum, bei dessen Resonanzfrequenzen die Strahlung maximal ist. Diese Frequenzen sind durch geometrische Faktoren bestimmt, in erster Linie durch den Erdumfang. Das Phänomen wurde 1952-1954 von Winfried Otto Schumann und Herbert L. König untersucht. Deren experimentelle Daten waren jedoch zunächst umstritten; ein zuverlässiger Nachweis gelang erst zu Beginn 1960er Jahre<ref>R. Barra, D. Llanwyn Jones, C.J. Rodger: ELF and VLF radio waves. Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics '''62''' (2000), 1689-1718</ref>. Die Resonanzfrequenzen liegen bei 7.8, 14.2, 19.6, 25.9 und 32 Hz und sind aufgrund von verschiedenen Phänomenen in der Ionosphäre etwas niedriger als die von Schumann und König vorhergesagte Frequenzreihe f<sub>n</sub> = 7.49&nbsp;(n(n&nbsp;+&nbsp;1))<sup>1/2</sup> Hz.
  
Durch bestimmte Effekte in der Ionosphäre verringert sich aber die Ausbreitungsgeschwindigkeit auf etwa 96 % der Vakuumlichtgeschwindigkeit. Diese sehr niederfrequenten Wellen breiten sich hauptsächlich in der nur wenig leitfähigen Atmosphäre zwischen dem elektrisch gut leitenden Erdboden und der gut leitenden Ionosphäre aus.
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Die messbaren Feldstärken sind gering. Auf 7.8 Hz liegen sie bei 0.0002&nbsp;nT. Die Schumann-Strahlung wird deshalb lokal leicht durch künstlich erzeugte Wechselfelder (z.B. 50 Hz und Subharmonische davon) verdeckt. Dies gilt nicht nur für die magnetische, sondern auch für die elektrische Feldkomponente der Schumann-Strahlung. Innerhalb von Gebäuden etwa ist ein Nachweis in der Regel unmöglich.
Wellen, die sich nach einer Erdumrundung wieder in der gleichen Phase befinden (oder im Falle des Erdumfangs als ganzzahligem Vielfachem der Wellenlänge) werden verstärkt, andere löschen sich aus. Dadurch ergibt sich eine Resonanzfrequenz von durchschnittlich etwa 7,8 Hz, die z. B. durch die Jahreszeiten und andere Einflüsse schwankt. Auch bei Vielfachen dieser Frequenz liegt eine Schumann-Resonanz vor.
 
  
Die messbaren Feldstärken sind gering. Auf 7,8 Hz liegen sie bei 0,0002 nT .
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In [[Esoterik|esoterischen]] Kreisen wird die Haupkomponente der Schumann-Strahlung häufig fälschlich mit Anteilen des Spektrums des menschlichen EEGs in Verbindung gebracht. Behauptet wird auch ein direkter Einfluss der Schumann-Strahlung auf das menschliche Befinden. Wegen der geringen Intensität der Strahlung und deren Überdeckung durch technische Wechselfelder sind solche Effekte jedoch nicht plausibel. Wegen des statischen Erdmagnetfelds ist eine Antenne (also z.B. der menschliche Körper) zudem bereits durch geringfügige (Dreh-)Bewegungen Wechselfeldern im Hz-Bereich ausgesetzt, deren Stärke die der Schumann-Strahlung bei weitem übertrifft.
  
Das Phänomen wurde 1952 von Winfried Otto Schumann und Herbert L. König entdeckt. Bereits früher war die Existenz derartiger Resonanzen theoretisch vorhergesagt worden. Die elektromagnetischen Wellen werden lokal leicht durch künstlich erzeugte Wechselfelder (zB 50 Hz) verdeckt.
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==Quellennachweise==
 
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In [[Esoterik|esoterischen]] Kreisen wird die Haupkomponente der Schumann-Strahlung häufig fälschlich mit Anteilen des Spektrums des menschlichen EEG's in Verbindung gebracht.
 

Version vom 14. Dezember 2008, 15:47 Uhr

Frequenzspektrum

Die Schumann-Strahlung ist eine schwache elektromagnetische Strahlung natürlichen Ursprungs. Der Frequenzbereich, in dem diese Strahlung nachgewiesen werden kann liegt zwischen 7 und 30 Hz. Dieser Frequenzbereich wird auch ELF-Bereich genannt (extremely low frequency).

Die Ursache der Strahlung sind die weltweit permanent auftretenden Blitze bei Gewittern, die jeweils ein örtliches, starkes elektromagnetisches Signal über einen breiten Frequenzbereich abgeben, das Sferics genannt wird und beispielsweise mit einem Mittelwellenradio gut als lauter Krach- oder Knacklaut wahrnehmbar ist.

Erdoberfläche und Ionosphäre bilden einen flachen Resonanzraum, bei dessen Resonanzfrequenzen die Strahlung maximal ist. Diese Frequenzen sind durch geometrische Faktoren bestimmt, in erster Linie durch den Erdumfang. Das Phänomen wurde 1952-1954 von Winfried Otto Schumann und Herbert L. König untersucht. Deren experimentelle Daten waren jedoch zunächst umstritten; ein zuverlässiger Nachweis gelang erst zu Beginn 1960er Jahre[1]. Die Resonanzfrequenzen liegen bei 7.8, 14.2, 19.6, 25.9 und 32 Hz und sind aufgrund von verschiedenen Phänomenen in der Ionosphäre etwas niedriger als die von Schumann und König vorhergesagte Frequenzreihe fn = 7.49 (n(n + 1))1/2 Hz.

Die messbaren Feldstärken sind gering. Auf 7.8 Hz liegen sie bei 0.0002 nT. Die Schumann-Strahlung wird deshalb lokal leicht durch künstlich erzeugte Wechselfelder (z.B. 50 Hz und Subharmonische davon) verdeckt. Dies gilt nicht nur für die magnetische, sondern auch für die elektrische Feldkomponente der Schumann-Strahlung. Innerhalb von Gebäuden etwa ist ein Nachweis in der Regel unmöglich.

In esoterischen Kreisen wird die Haupkomponente der Schumann-Strahlung häufig fälschlich mit Anteilen des Spektrums des menschlichen EEGs in Verbindung gebracht. Behauptet wird auch ein direkter Einfluss der Schumann-Strahlung auf das menschliche Befinden. Wegen der geringen Intensität der Strahlung und deren Überdeckung durch technische Wechselfelder sind solche Effekte jedoch nicht plausibel. Wegen des statischen Erdmagnetfelds ist eine Antenne (also z.B. der menschliche Körper) zudem bereits durch geringfügige (Dreh-)Bewegungen Wechselfeldern im Hz-Bereich ausgesetzt, deren Stärke die der Schumann-Strahlung bei weitem übertrifft.

Quellennachweise

  1. R. Barra, D. Llanwyn Jones, C.J. Rodger: ELF and VLF radio waves. Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics 62 (2000), 1689-1718