Rizol-Therapie

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Rizol

Die Rizol Therapie (Rizol-Therapie nach Steidl) ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode aus dem Bereich der Ozontherapien. Anwender der Rizol-Therapie setzen die Methode bei Hauterkrankungen, bei Entzündungen im Mundraum und bei Darmerkrankungen ein. Die Idee hinter der Rizol-Therapie ist eine behauptete Förderung der Ausscheidung angenommener und nicht näher genannter Gifte aus dem Körper (so genannte "Entgiftung" bzw "Entschlackung") durch die Rizol-Therapie. Auch behaupten Befürworter, dass die Methode fungizid, also gegen Pilze wirksam sei und gleichzeitig als eine Art Antibiotikum wirke. Nicht zuletzt soll die Methode sogar gegen Krebs effektiv sein. Spekulativ wird in diesem Zusammenhang behauptet, dass prinzipiell "krankem Blut" Sauerstoff fehle und daher für Anaerobier (Bakterien, die nicht auf Sauerstoff angewiesen sind) eine "freundliches Milieu" biete, dem die Rizol-Therapie entgegenwirke.

Als Erfinder der Rizol-Rezepturen gilt der Biochemiker Gerhard Steidl, der sich ausdrücklich auf Alfons Weber und seine "Krebsparasiten Ca-Protozoen" beruft.

Zur Methode liegt keine wissenschaftlich publizierte Literatur vor. Einzig ein Werk des Erfinders Steidl, das offenbar im Selbstverlag herausgegeben ist (G.Steidl. RIZOL-BUCH. Info für alle Heilberufe. Ozonide aus natürlichen Pflanzenölen gegen pathogene Bakterien, Pilze und Viren, erhältlich beim Autor) thematisiert diese Methode.

Anwender der Rizol-Therapie setzen häufig zur Diagnostik die Bioresonanz oder Kinesiologie ein.

Ozonid Rizol

Rizol ist die selten gebräuchliche Bezeichnung für die aus Ozon gebildeten Ozonide, die auch Trioxolan genannt werden. Es handelt sich um ein übelriechendes, hellgelbes, dickflüssiges, wasserfreies Öl, das selbst kein Ozon enthält und instabil ist. In den verschiedenen im Handel erhältlichen Rizol- Rezepturen werden diese Ozonide mit Bitterstoffen und ätherischen Ölen kombiniert, wie z.B. mit Nelken-, Wermut-, Walnuss- oder Beifußöl. Mit Wasser können Emulsionen gebildet werden. In Wasser sondert das Ozonid Wasserstoffsuperoxid ab, das hier offenbar der gewünschte Wirkstoff sein soll.

Methode

Bei dieser Methode wird erzeugtes Ozon mit Rizinus- und Olivenöl in Kontakt gebracht. Dabei bildet sich das Rizol. Einige Anbieter nennen entsprechende Produkte auch Vektor-Rizol. Die Preise liegen bei etwa 800 Euro pro Liter.

Angewendet werden die Rizol-Mittel über den Mund: so sollen Tropfen des Mittels in ein Glas Wasser gegeben oder der Nahrung beigemengt werden.

Siehe auch