Änderungen

Keine Änderung der Größe ,  19:59, 7. Nov. 2010
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 4: Zeile 4:     
Der Test wird von diversen Laboren im deutschsprachigen Raum angeboten. Nachgewiesen werden nach Angaben des Anbieters schweflige Säure (H2S) sowie andere Sulfhydrylverbindungen wie Methlymercaptan (CH3SH), Dimethylsulfid (CH3SCH3) und Dimethyldisulfid (CH3SSCH3). Anwender dieses Tests sehen in positiven Testergebnissen auch die Indikation zum Ziehen eines Zahnes, beispielsweise auch dann wenn eine Röntgenaufnahme keine krankhaften Veränderungen ergibt. Befürworter glauben in diesen Fällen an eine Erhaltungsmöglichkeit benachbarter Zähne, die durch die "Zahntoxine" gefährdet seien. Auch will man so einer "Giftstreuung" des Organismus vorbeugen.
 
Der Test wird von diversen Laboren im deutschsprachigen Raum angeboten. Nachgewiesen werden nach Angaben des Anbieters schweflige Säure (H2S) sowie andere Sulfhydrylverbindungen wie Methlymercaptan (CH3SH), Dimethylsulfid (CH3SCH3) und Dimethyldisulfid (CH3SSCH3). Anwender dieses Tests sehen in positiven Testergebnissen auch die Indikation zum Ziehen eines Zahnes, beispielsweise auch dann wenn eine Röntgenaufnahme keine krankhaften Veränderungen ergibt. Befürworter glauben in diesen Fällen an eine Erhaltungsmöglichkeit benachbarter Zähne, die durch die "Zahntoxine" gefährdet seien. Auch will man so einer "Giftstreuung" des Organismus vorbeugen.
  −
Ein Anwender aus der Schweiz ist [[Bluttitration nach Jörgensen und Stirum|John van Limburg Stirum]] aus Seegarten.
      
==Der Orotox-Test==
 
==Der Orotox-Test==
Zeile 14: Zeile 12:     
Das Testergebniss ist allerdings laut Angaben des Anbieters von mehrere Bedingungen abhängig. So darf keine Zahnbehandlung vorangegangen sein. Mindestens 1 Stunde vor dem Test müssen die Zähne ohne Zahnpasta geputzt werden. Zähneputzen mit Zahnpasta, Mundspülungen mit Antiseptika oder Mundduschen verfälscht die Messergebnisse.
 
Das Testergebniss ist allerdings laut Angaben des Anbieters von mehrere Bedingungen abhängig. So darf keine Zahnbehandlung vorangegangen sein. Mindestens 1 Stunde vor dem Test müssen die Zähne ohne Zahnpasta geputzt werden. Zähneputzen mit Zahnpasta, Mundspülungen mit Antiseptika oder Mundduschen verfälscht die Messergebnisse.
 +
 +
==Zahntoxine==
 +
Als Zahntoxine im hier gemeinten Sinne werden von Befürwortern des Orotox-Tests bestimmte "denaturierte Eiweißverbindungen" als Schwefelwasserstoff (H2S), Methyl-Merkaptane und Thioether bezeichnet. Diese Zahntoxine sollen von Bakterien aus "toten Zähnen", wurzelgefüllten Zähnen und "Zahnfleischtaschen" als "Gifte" produziert werden. [[Pseudomedizin]]isch ist hier auch von "Störfeldern" die Rede.
 +
 +
Nach einer alternativzahnheilkundlichen Hypothese sollen die gemeinten Zahntoxine zu einer systemisch-immunologischen Sensibilisierung und systemischen Belastung des Körpers führen. Die Folge wären demnach toxisch bedingte Nervenschäden und die Hemmung von Enzymen. Der Gesamtorganismus soll unter der Einwirkung der gemeinten Zahntoxine auch zu Herzinfekten, Hirn-Abszessen, Alzheimer, Schlaganfälle, erhöhtem Blutdruck, Arteriosklerose, Augenleiden und Lungenentzündungen neigen.
    
==Anbieter==
 
==Anbieter==
Zeile 20: Zeile 23:  
In Deutschland wird der Test von der münchner Firma MindLINK angeboten.<ref>MindLINK - Inh. Christiane Lechner, Grünwalder Str. 10A, D-81547 München</ref>, an der Anschrift des "Ganzheits-Zahnarztes" und [[Heilpraktiker]]s [[Johann Lechner]], der wohl der aktivste Orotox-Befürworter in Deutschland ist und weitere umstrittene diagnostische und verfahren Verfahren einsetzt wie "bioenergetische Störfeldtests", [[SkaSys|SkaSYNC® TEST]], EVA3000, "[[Amalgam]]sanierungen", [[Entschlackung|"Ausleitungen"]], [[Klopfakupunktur]], [[Emotional Freedom Techniques]] oder [[Cavitat]]-Ultraschalluntersuchungen zum Auffinden von [[NICO|"ostitischen Störfeldern]] (NICO).
 
In Deutschland wird der Test von der münchner Firma MindLINK angeboten.<ref>MindLINK - Inh. Christiane Lechner, Grünwalder Str. 10A, D-81547 München</ref>, an der Anschrift des "Ganzheits-Zahnarztes" und [[Heilpraktiker]]s [[Johann Lechner]], der wohl der aktivste Orotox-Befürworter in Deutschland ist und weitere umstrittene diagnostische und verfahren Verfahren einsetzt wie "bioenergetische Störfeldtests", [[SkaSys|SkaSYNC® TEST]], EVA3000, "[[Amalgam]]sanierungen", [[Entschlackung|"Ausleitungen"]], [[Klopfakupunktur]], [[Emotional Freedom Techniques]] oder [[Cavitat]]-Ultraschalluntersuchungen zum Auffinden von [[NICO|"ostitischen Störfeldern]] (NICO).
   −
==Zahntoxine==
+
Ein Anwender aus der Schweiz ist [[Bluttitration nach Jörgensen und Stirum|John van Limburg Stirum]] aus Seegarten.
Als Zahntoxine im hier gemeinten Sinne werden von Befürwortern des Orotox-Tests bestimmte "denaturierte Eiweißverbindungen" als Schwefelwasserstoff (H2S), Methyl-Merkaptane und Thioether bezeichnet. Diese Zahntoxine sollen von Bakterien aus "toten Zähnen", wurzelgefüllten Zähnen und "Zahnfleischtaschen" als "Gifte" produziert werden. [[Pseudomedizin]]isch ist hier auch von "Störfeldern" die Rede.
  −
 
  −
Nach einer alternativzahnheilkundlichen Hypothese sollen die gemeinten Zahntoxine zu einer systemisch-immunologischen Sensibilisierung und systemischen Belastung des Körpers führen. Die Folge wären demnach toxisch bedingte Nervenschäden und die Hemmung von Enzymen. Der Gesamtorganismus soll unter der Einwirkung der gemeinten Zahntoxine auch zu Herzinfekten, Hirn-Abszessen, Alzheimer, Schlaganfälle, erhöhtem Blutdruck, Arteriosklerose, Augenleiden und Lungenentzündungen neigen.
      
==Quellennachweise==
 
==Quellennachweise==
18.323

Bearbeitungen