Namenspsychologie

Die Namenspsychologie nach Hoefler bezeichnet eine außerwissenschaftlich-esoterische Psychodiagnostik-Methode, über Buchstaben des Vor- und Nachnamens Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Namensträgers zu erlangen.

Erfunden wurde die Namenspsychologie von der 2007 verstorbenen Buchautorin Angelika Hoefler. Hoefler betrieb zu ihrer Lehre ein "Institut fur Namenspsychologie". Sie war auch Begründerin einer "karmischen Biographiearbeit" (Karma-Kabbalistik), die ebenso wie ihre Namenspsychologie auf einem kabbalistischen Zahlenschlüssel zum hebräischen Alphabet basieren sollen, dessen 22 Buchstaben spezifische Energien repräsentierten.

Methodik

Die zum Zwecke der Deutung eingesetzte Methode ist recht komplex. Zunächst einmal habe jeder Buchstabe für sich eine Bedeutung bzw. „Energie“ (Beispiel: B = Wissen, Intellekt, Studien, Theorie, Bewusstseinsentwicklung; Hoefler 2004). Zudem besitze jeder Platz, an dem sich ein Buchstabe im Namen befinden kann, eine eigene Energieform. Der erste Buchstabe eines Namens stehe im ersten „Haus“, das wiederum für „Wille, Energie, Kraft, Disziplin, Konzentration, Durchsetzungsvermögen und Autorität“ stehe. Beginnt der Vorname mit dem Buchstaben B, sollen beide soeben skizzierten Energieformen in der fraglichen Person miteinander verwoben sein. Dementsprechend wird Buchstabe für Buchstabe jede Energiekombination gedeutet.

Darüber hinaus lasse sich das „Lebensthema“ eines Menschen an der bloßen Summe der Buchstaben ablesen. Der „Charakterkern“ ergebe sich hingegen aus der Quersumme der „Platzenergien“ der mittleren Buchstaben eines Namens. Weitere Quersummen der Platzenergien werden für die Buchstaben links und rechts des Charakterkerns berechnet. Sie geben angeblich Aufschluss über das Handlungspotential eines Menschen (links) sowie sein Denkpotential (rechts). Zudem berechnet man die so genannten "Charakterschalen“ ebenfalls über Quersummen. Die äußere Charakterschale wird aus dem ersten und dem letzten Buchstaben gebildet. Zudem können auch alle Buchstaben gedeutet werden, die nicht (!) in dem Namen vorkommen.[1]

Laut Hoefler wähle eine “geistige Welt” für jede „ungeborene Seele“ die Eltern mit einem jeweils „passenden“ Nachnamen aus.

Literatur

  • Uwe Peter Kanning: Von Schädeldeutern und anderen Scharlatanen. Unseriöse Methoden der Psychodiagnostik. 2009 Dustri-Verlag München ISBN-10: 3899676033

Weblinks und Quellenverzeichnis