Masernausbrüche an Waldorfschulen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 20. April 2011, 07:54 Uhr

Durch die impfkritische Einstellung vieler Anthroposophen, insbesondere zur MMR-Impfung, treten regelmäßig an Waldorfschulen Masernausbrüche auf. Die Krankheit wird dabei besonders unter Waldorfschulen und deren Umfeld übertragen. Masern sind gemäß der anthroposophischen Medizin eine „Kinderkrankheit“, aus der das Kind angeblich gestärkt hervorgehen soll. Nachfolgend sind einige der Masernausbrüche, die an Waldorfschulen ihren Ursprung nahmen, aufgeführt.

Quelle: Robert-Koch-Institut, 2010[1]

2007

Anfang Juni 2007 brachen an der Freien Waldorfschule in Gerresheim die Masern aus. Insgesamt erkrankten in der Schule und im unmittelbaren Umfeld 57 Menschen.[2][3][4]

2008

Im Frühjahr 2008 brachen an einer Waldorfschule in Gütersloh die Masern aus. Das Gesundheitsamt schloss Kinder ohne Impfschutz vom Unterricht aus. Sie durften bis zum 22. April, dem Ende der möglichen Ansteckungszeit nicht mehr zur Schule. Die Infektion ging von sieben Schülern aus, die sich zuvor in den Ferien angesteckt hatten. 32 der 153 überprüften Schüler waren ohne Impfschutz.[5]

2010

Im April 2010 kam es an einer Berliner Waldorfschule zu einem Ausbruch der Masern, wie sich ein ungeimpfter Schüler bei einer Indienreise infizierte und die Krankheit nach seiner Rückkehr auf Mitschüler übertrug. Der Anteil geimpfter Kinder betrug an dieser Schule nur 70%. Die Infektion sprang über Geschwister und Freunde auf andere Kinder in anderen Schulen und Kindertagesstätten über. Auch in Brandenburg sind zehn Masern-Fälle registriert worden. Alle Erkrankten besuchten Waldorfschulen. Insgesamt wurden 62 Fälle registriert, die alle ungeimpfte Personen betraf.[6]

Im März 2010 brachen an einer Waldorfschule in Essen die Masern aus. Bis zum 19.05.2010 wurden insgesamt 71 Masernerkrankungen an das Gesundheitsamt gemeldet. Allerdings wurden Geschwisterkinder teilweise nicht einem Arzt vorgestellt und somit nicht gemeldet, so dass die Fallzahl tatsächlich höher lag. Von den Erkrankten besuchten 30 Waldorfschulen und 20 waren Patienten anthroposophischer Ärzte, die von einer Impfung abrieten. Von den 71 Fällen erhielt nur ein Kind die empfohlenen 2 MMR-Impfdosen und in zwei weiteren Fälle lediglich die Grundimmunisierung. Alle anderen waren ungeimpft. [7][8] [9] An der Waldorfschule war die Beteiligung der Eltern an der eingeleiteten Impfkampagne gering.[10]

2011

Im April 2011 haben sich 26 Kinder der Waldorfschule in Offenburg aller Klassenstufen mit Masern infiziert. Insgesamt wurden 34 Masern-Fälle gemeldet. Das Gesundheitsamt schloss daraufhin die Schule ab dem 15.04.2011 bis nach den Osterferien. [11]

An der Freien Waldorfschule im Freiburger Stadtteil St. Georgen brachen im April 2011 die Masern aus. Kinder ohne Impfschutz wurden vom Unterricht ausgeschlossen. In der Folge breitete sich die Krankheit auf fünf weitere Schulen aus.[12]

Weblinks

Quellenverzeichnis