Mainz Free TV: Unterschied zwischen den Versionen

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image:Bodo Schickentanz Propaganda 2018.jpg Anprangern von ungeliebten Journalisten unter dem Motto "Ich bin stolz ein Verschwörungstheoretiker zu sein!"
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image:Bodo Schickentanz Propaganda 2018.jpg|Anprangern von ungeliebten Journalisten unter dem Motto "Ich bin stolz ein Verschwörungstheoretiker zu sein!"
 
image:Bodo Schickentanz mit Segelschiff.jpg|Bodo Schickentanz mit Modellgaleone
 
image:Bodo Schickentanz mit Segelschiff.jpg|Bodo Schickentanz mit Modellgaleone
 
image:Bodo Schickentanz Stirnband.jpg|Mit Markenzeichen Stirnband und Segelschiff aus anderer Perspektive
 
image:Bodo Schickentanz Stirnband.jpg|Mit Markenzeichen Stirnband und Segelschiff aus anderer Perspektive

Version vom 14. Dezember 2018, 13:31 Uhr

Mainz Free TV.jpg
Von links nach rechts: "Verschwörungssachverständiger" Bodo Schickentanz, Markus Fiedler, Frank Höfer (Nuoviso) und Robert Stein
Robert Stein interviewt Bodo Schickentanz (2018)

Mainz Free TV ist der Name eines YouTube-Kanals von Bodo Schickentanz (geb. 5. August 1968 in Mainz), der um das Jahr 2014 entstand. Mit seinen YouTube-Videos verbreitet Betreiber Schickentanz vor allem pauschale Kritik an deutschen öffentlich-rechtlichen Medien, der deutschen Presse und auch der deutschsprachigen Wikipedia. In Beiträgen werden auch Verschwörungstheorien um den 11. September 2001 verbreitet, gegen einen Kapitalfaschismus gewettert und zu einem War on Terror aufgerufen. Auch weiß Betreiber Schickentanz als Truther angeblich, dass der russische ehemalige russische Agent Sergei Wiktorowitsch Skripal, seine Tochter und zwei Unbeteiligte nicht durch GRU-Agenten vergiftet wurden. Obwohl Schickentanz sich in seinen Videos mitunter auf Wikipedia-Recherchen bezieht, ist er sich unter Berufung auf Markus Fiedler und Dirk Pohlmann sicher, dass in der deutschsprachigen Wikipedia eine "Mafia" unterwegs sei, die Meinungsmanipulation betreibe.

Im Eigenverständnis sieht sich der bislang wenig bekannte Kanal als eine Art Gegengewicht zum so genannten „Mainstream-Journalismus“ und sei auch als eine Mischung aus „faktischer Analyse und menschlicher Emotion“ zu verstehen.

Für seine Videoaktivitäten ruft Schickentanz zu Spenden auf sein Bankkonto bei der Sparkasse Mainz auf.

Nach Angaben des Betreiber Schickentanz sei sein Projekt aus seinem Engagement bei Mainzer „Montagsmahnwachen“ entstanden. Er selbst habe in Mainz organisatorisch an den Montagsmahnwachen teilgenommen.

Die ansonsten szenetyypisch eindimensionalen Video-Beiträge sind gelegentlich für Zuschauer anspruchsvoll: in ein- oder zweistündigen Beiträgen mit gleicher Kameraeinstellung in seiner Wohnung mit Modell-Segelschiff wechselt Schickentanz innerhalb von Sekunden das Thema (Beispiele:[1][2]). Sein längster Beitrag dauert 3 Stunden und 49 Minuten und ist für Zuschauer mit Arbeitstätigkeit und Familie wohl nur durch Aufteilung des Videos anzusehen. Als eine Art Markenzeichen für seine auch von Selbstmitleid durchzogenen Videos können Stirnband und roter Audi ("Das feuerrote Spielmobil") gesehen werden.

Rezeption

Auf Beachtung stieß Schickentanz mit seinem Projekt beim ähnlich gesinnten Projekt Nuoviso. 2018 wurde er von Robert Stein interviewt.

Bodo Schickentanz

Bodo Schickentanz ist als selbständiger Grafiker, Fotograf und Filmemacher tätig. Er war von August 1996 bis Juni 2018 als freier Mitarbeiter und Grafiker bei der deutschen Fernsehanstalt ZDF (und 3SAT) tätig. Bei 3SAT arbeitete er im Team der Sendung Makro und erzeugte Effekte für die Sendereihe "Terra X - Expedition ins Unbekannte". Schickentanz betreibt die Einmann-Firma "IMR - freie grafik".[3] Eine Recherche ergibt, dass er für die Firma Lufthansa[4], ein Theater in Taunusstein, die GDKE*-Rheinland-Pfalz, die Mainzer Kammerspiele und das Mainzer Kammerorchester tätig war. Im Sommer 2018 behauptete Schickentanz, er sei wegen seiner Tätigkeit als "Mainz Free"-YouTuber beim ZDF fristlos entlassen worden. Allerdings belegt er dies nicht überzeugend, denn anderenorts bezeichnet sich Schickentanz nicht als Angestellter des ZDF, sondern als "Selbstständiger": "Ich habe im ZDF als freier Mitarbeiter gearbeitet. Das sind diese.. besonderen Arbeitsverträge mit 110 Tagen im Jahr.."[5]

Galerie

Weblinks

Quellennachweise