Kopschina-Kork

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Kopschinakork.jpg

Kopschina-Kork (Abschirmkork, Strahlenschutz-Kork nach Kopschina) ist ein Scharlatanerieprodukt des Erfinders, Buchautors und Heilpraktikers Andreas Kopschina (1928-1999) zur Abschirmung von so genannten Erdstrahlen.

Kopschina-Korkplatten

Hierbei handelt es sich um 10 mm dicke Plattern aus Kork, die in verschiedenen Größen für etwa 100 Euro je Quadratmeter im Handel für Elektrosmog-Schutzprodukte angeboten werden. Die Anbieter behaupten, dass die Korkplatten nach den gleichen Wirkmechanismen wie die Homöopathie funktionierten. Laut einer pseudowissenschaftlich formulierten Hypothese in der Korkplattenwerbung böten die Platten letztendlich deshalb Schutz vor den angeblichen Erdstrahlen, weil sich "bis zu 20 Millionen mikrofeine Luftblasen auf einen Kubikzentimeter Kork" befänden (manchmal werden auch 40 Millionen genannt). Die Luftblasen seien in der Lage, die Erdstrahlen "zu brechen" und somit zu "96% [...] gründlich zu eliminieren". Eine "Bewegungsenergie der Erdstrahlen" werde dabei in Wärme umgewandelt.

Zur Anwendung soll der Kunde die gekaufte Platte unters Bett legen. Wichtig sei es allerdings, zusätzlich alle "reflexverdächtigen" Gegenstände aus dem Schlafraum zu entfernen. Das sind laut Kopschina Spiegel, Lampen, Elektrogeräte und alle Metallteile.

Ein wissenschaftlicher Nachweis der Existenz von Erdstrahlen ist unbekannt. Zum Nachweis einer Wirksamkeit von Korkmatten in dem hier gemeinten Sinn fehlen seriöse Veröffentlichungen oder nachvollziehbare Daten.

Andreas Kopschina

Andreas Kopschina

Kopschina war ein hessischer Rundfunk- und Fernsehtechnik-Meister. Er war im Kundendienst und für die Firma Grundig tätig. "Medizinische und psychologische Studien" und ein "Studium der Naturheilkunde" ließen ihn nach eigenen Angaben zum Heilpraktiker werden. Seine von ihm berichteten Fähigkeiten auf dem Gebiet der Radiästhesie mit Wünschelruten brachten ihn dazu, in Erdstrahlen die Ursache von Krankheiten zu vermuten und auf die Idee zu kommen, Korkplatten zum "Abschirmen" der angenommenen Erdstahlen zu patentieren und zu vertreiben. In Kopschinas Haus in 34292 Ahnatal bei Kassel residieren ein Institut für Geopathologie und ein Berufsfachverband der Geopathologen und Baubiologen e.V. Kopschina hielt auch Seminare über seine Ansichten zu Erdstrahlen. Seiner Ansicht nach müsste eine Vielzahl erreichter "echter Heilungen chronischer Krankheiten [...] jeden Kritiker zum Schweigen bringen".

Kopschina war auch Gründer eines "Institut für Geopathologie", welches eine kostenpflichtige "Ausbildung zum Geopathologen nach Kopschina" anbietet. Der Kurs soll die Absolventen befähigen, "geopathische Störzonen" aufzufinden.

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