Kolloidales Gold (auch Goldwasser oder aurum potabile) ist eine Sole mit fein verteilten, winzigen Partikeln aus elementarem Gold mit einer Größe von 2 bis 100 nm in destilliertem Wasser.

Kolloidales Gold für therapeutische Zwecke

In der Medizin des Mittelalters fand Gold als "aurum potabile" eine Verwendung. In diesem Zusammenhang wird auch von Aurotherapie oder Chrysotherapie gesprochen. Auch heute noch wird in der Pseudomedizin kolloidales Gold mit der Behauptung, es aktiviere das "Drüsensystem", vertrieben. Kolloidales Gold soll den Energiefluss im Körper, vor allem in der Zirbeldrüse (Epiphyse) und der DNA verbessern. Dies, so wird behauptet, könne zu zahlreichen therapeutischen Zwecken genutzt werden.

Als Einsatzgebiete werden genannt: Schmerzlinderung bei Gelenksentzündungen, Verbesserung der Gehirnfunktionen, Verminderung der schädlichen Auswirkungen von Stress, Lösung von Depressionen, Angst, Trauer und Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit, bei ADHS, Erhöhung der Libido, die Regulation von Herzrhythmus und die Milderung von Asthma. Außerdem wird behauptet, kolloidales Gold hemmt das Tumorwachstum bei Krebs. Kolloidales Gold soll dabei oral eingenommen werden.

Für alle diese Behauptungen fehlen wissenschaftliche Nachweise. Risiken bei der Anwendung von kolloidalem Gold sind vor allem Gefahren, die sich aus der Anwendung von Nanoteilchen ergeben.

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