Jewgeni Nikolajewitsch Podkletnow: Unterschied zwischen den Versionen

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Podkletnow behauptet, im September 1996 in Finnland bei Experimenten mit rotierenden Hochtemperatursupraleitern an der Universität Tampere einen Effekt der [[Antigravitation|Abschirmung des Gravitationsfelds]] beobachtet zu haben<ref>E. E. Podkletnov: Weak gravitation shielding properties of composite bulk YBa_2Cu_3O_ {7-x} superconductor below 70 K under em field. Arxiv preprint cond-mat/9701074. 1997</ref>. Ein Gegenstand oberhalb des Supraleiters habe eine geringere Gewichtskraft als normal erfahren, selbst im Stockwerk oberhalb des Versuchsraums sei der Effekt noch nachweisbar gewesen. Sein Experiment konnte bisher von unabhängiger Stelle und auch von Forschern in Zusammenarbeit mit Podkletnow nicht reproduziert werden.<ref>N. Li, D. Noever, T. Robertson, R. Koczor, W. Brantley: Static test for a gravitational force coupled to type II YBCO superconductors. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 281, Nr. 2-3, 1997, S. 260–267 (doi:10.1016/S0921-4534(97)01462-7)</ref><ref>C. Woods: Gravity Modification by High Temperature Superconductors. In: Joint Propulsion Conference & Exhibit, Salt Lake City, Utah, 8-11 July, 2001. 2001, S. AIAA 2001-3363 (Abstract)</ref><ref>G. Hathaway, B. Cleveland, Y. Bao: Gravity modification experiment using a rotating superconducting disk and radio frequency fields. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 385, Nr. 4, 2003, 88–500 (doi:10.1016/S0921-4534(02)02284-0)</ref> Dennoch wurde mit venture-Risikokapital ein privates "California Institute for Physics and Astrophysics" in Palo Alto<ref>http://www.calphysics.org/</ref> gegründet, um den Effekt in eine gewinnbringende Technik zu verwandeln. Ein Mitstreiter von Podkletnov war der italienische Physiker Giovanni Modanese (geb. 1964). Podkletnow selbst behauptet allerdings, seine Experimente seien bestätigt, jedoch wolle er die beteiligten Forscher vor der Kritik der Fachwelt schützen. Seine Aussagen sind deshalb höchst umstritten.
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Podkletnow behauptet, im September 1996 in Finnland bei Experimenten mit rotierenden Hochtemperatursupraleitern an der Universität Tampere einen Effekt der [[Antigravitation|Abschirmung des Gravitationsfelds]] beobachtet zu haben.<ref>E. E. Podkletnov: Weak gravitation shielding properties of composite bulk YBa_2Cu_3O_ {7-x} superconductor below 70 K under em field. Arxiv preprint cond-mat/9701074. 1997</ref> Ein Gegenstand oberhalb des Supraleiters habe eine geringere Gewichtskraft als normal erfahren, selbst im Stockwerk oberhalb des Versuchsraums sei der Effekt noch nachweisbar gewesen. Sein Experiment konnte bisher von unabhängiger Stelle und auch von Forschern in Zusammenarbeit mit Podkletnow nicht reproduziert werden.<ref>N. Li, D. Noever, T. Robertson, R. Koczor, W. Brantley: Static test for a gravitational force coupled to type II YBCO superconductors. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 281, Nr. 2-3, 1997, S. 260–267 (doi:10.1016/S0921-4534(97)01462-7)</ref><ref>C. Woods: Gravity Modification by High Temperature Superconductors. In: Joint Propulsion Conference & Exhibit, Salt Lake City, Utah, 8-11 July, 2001. 2001, S. AIAA 2001-3363 (Abstract)</ref><ref>G. Hathaway, B. Cleveland, Y. Bao: Gravity modification experiment using a rotating superconducting disk and radio frequency fields. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 385, Nr. 4, 2003, 88–500 (doi:10.1016/S0921-4534(02)02284-0)</ref> Dennoch wurde mit venture-Risikokapital ein privates "California Institute for Physics and Astrophysics" in Palo Alto<ref>http://www.calphysics.org/</ref> gegründet, um den Effekt in eine gewinnbringende Technik zu verwandeln. Ein Mitstreiter von Podkletnov war der italienische Physiker Giovanni Modanese (geb. 1964). Podkletnow selbst behauptet allerdings, seine Experimente seien bestätigt, jedoch wolle er die beteiligten Forscher vor der Kritik der Fachwelt schützen. Seine Aussagen sind deshalb höchst umstritten.
  
 
Der Österreicher [[Martin Tajmar]] gab ebenfalls an, mit rotierenden Supraleitern einen antigravitativen Effekt erzielt zu haben. Tajmar hat ein internationales Patent auf ein ''Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsgenerator'' angemeldet.<ref>WO 2007/082324 A1: Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsfeldgenerator. Erfinder: Martin Tajmar, J. Clovis de Matos. Anmeldedatum: 08.01.2007</ref>
 
Der Österreicher [[Martin Tajmar]] gab ebenfalls an, mit rotierenden Supraleitern einen antigravitativen Effekt erzielt zu haben. Tajmar hat ein internationales Patent auf ein ''Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsgenerator'' angemeldet.<ref>WO 2007/082324 A1: Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsfeldgenerator. Erfinder: Martin Tajmar, J. Clovis de Matos. Anmeldedatum: 08.01.2007</ref>
  
 
==Forschung zu Gravitationswellen==
 
==Forschung zu Gravitationswellen==
Podkletnov und der italienische Physiker Giovanni Modanese behaupteten im Jahre 2001 einen anderen Effekt entdeckt zu haben. Und zwar sollte ein "Impulse Gravity Generator" hochfrequente Gravitationwellen durch Anwendung von Hochspannung bei Supraleitern erzeugen<ref>http://arxiv.org/abs/physics/0108005</ref>.
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Podkletnov und der italienische Physiker Giovanni Modanese behaupteten im Jahre 2001 einen anderen Effekt entdeckt zu haben. Und zwar sollte ein "Impulse Gravity Generator" hochfrequente Gravitationswellen durch Anwendung von Hochspannung bei Supraleitern erzeugen.<ref>http://arxiv.org/abs/physics/0108005</ref>
  
 
==Siehe auch==
 
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==Weblinks==
 
==Weblinks==
 
* http://en.wikipedia.org/wiki/Eugene_Podkletnov
 
* http://en.wikipedia.org/wiki/Eugene_Podkletnov
* [http://www.esa.int/SPECIALS/GSP/SEM0L6OVGJE_0.html ESA.int - Towards a new test of general relativity?], 23. März 2006 (englisch)
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*[http://www.esa.int/SPECIALS/GSP/SEM0L6OVGJE_0.html ESA.int - Towards a new test of general relativity?], 23. März 2006 (englisch)
 
* Alpha Centauri|antigravitation-2003-ID1208268584966|Gibt es Antigravitation?
 
* Alpha Centauri|antigravitation-2003-ID1208268584966|Gibt es Antigravitation?
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/531382/ Sendungsabschrift "Forschung Aktuell"], Deutschlandfunk, 15. August 2006
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*[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/531382/ Sendungsabschrift "Forschung Aktuell"], Deutschlandfunk, 15. August 2006
* [http://www.dradio.de/download/66245/ Sendungsmanuskript "Wissenschaft im Brennpunkt"], Deutschlandfunk, 6. April 2007
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*[http://www.dradio.de/download/66245/ Sendungsmanuskript "Wissenschaft im Brennpunkt"], Deutschlandfunk, 6. April 2007
  
 
==Quellennachweise==
 
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Version vom 6. September 2011, 22:21 Uhr

Jewgeni Nikolajewitsch Podkletnow

Jewgeni Nikolajewitsch Podkletnow (Евгений Николаевич Подклетнов, Eugene Podkletnov) ist ein russischer Chemiker und Materialwissenschaftler. Zurzeit ist er am Moscow Chemical Scientific Research Centre tätig.

Antigravitation

Podkletnov-Experiment

Podkletnow behauptet, im September 1996 in Finnland bei Experimenten mit rotierenden Hochtemperatursupraleitern an der Universität Tampere einen Effekt der Abschirmung des Gravitationsfelds beobachtet zu haben.[1] Ein Gegenstand oberhalb des Supraleiters habe eine geringere Gewichtskraft als normal erfahren, selbst im Stockwerk oberhalb des Versuchsraums sei der Effekt noch nachweisbar gewesen. Sein Experiment konnte bisher von unabhängiger Stelle und auch von Forschern in Zusammenarbeit mit Podkletnow nicht reproduziert werden.[2][3][4] Dennoch wurde mit venture-Risikokapital ein privates "California Institute for Physics and Astrophysics" in Palo Alto[5] gegründet, um den Effekt in eine gewinnbringende Technik zu verwandeln. Ein Mitstreiter von Podkletnov war der italienische Physiker Giovanni Modanese (geb. 1964). Podkletnow selbst behauptet allerdings, seine Experimente seien bestätigt, jedoch wolle er die beteiligten Forscher vor der Kritik der Fachwelt schützen. Seine Aussagen sind deshalb höchst umstritten.

Der Österreicher Martin Tajmar gab ebenfalls an, mit rotierenden Supraleitern einen antigravitativen Effekt erzielt zu haben. Tajmar hat ein internationales Patent auf ein Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsgenerator angemeldet.[6]

Forschung zu Gravitationswellen

Podkletnov und der italienische Physiker Giovanni Modanese behaupteten im Jahre 2001 einen anderen Effekt entdeckt zu haben. Und zwar sollte ein "Impulse Gravity Generator" hochfrequente Gravitationswellen durch Anwendung von Hochspannung bei Supraleitern erzeugen.[7]

Siehe auch

Weblinks

Quellennachweise

  1. E. E. Podkletnov: Weak gravitation shielding properties of composite bulk YBa_2Cu_3O_ {7-x} superconductor below 70 K under em field. Arxiv preprint cond-mat/9701074. 1997
  2. N. Li, D. Noever, T. Robertson, R. Koczor, W. Brantley: Static test for a gravitational force coupled to type II YBCO superconductors. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 281, Nr. 2-3, 1997, S. 260–267 (doi:10.1016/S0921-4534(97)01462-7)
  3. C. Woods: Gravity Modification by High Temperature Superconductors. In: Joint Propulsion Conference & Exhibit, Salt Lake City, Utah, 8-11 July, 2001. 2001, S. AIAA 2001-3363 (Abstract)
  4. G. Hathaway, B. Cleveland, Y. Bao: Gravity modification experiment using a rotating superconducting disk and radio frequency fields. In: Physica C: Superconductivity and its applications. 385, Nr. 4, 2003, 88–500 (doi:10.1016/S0921-4534(02)02284-0)
  5. http://www.calphysics.org/
  6. WO 2007/082324 A1: Verfahren zur Erzeugung eines Gravitationsfeldes und Gravitationsfeldgenerator. Erfinder: Martin Tajmar, J. Clovis de Matos. Anmeldedatum: 08.01.2007
  7. http://arxiv.org/abs/physics/0108005


Dieser Text ist teilweise oder vollständig der deutschen Wikipedia entnommen