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==Kritik==
 
==Kritik==
Es gibt bis heute keine einzige, legal zugelassene Hildegard-Arznei. Die meisten der von Hildegard von Bingen verwendeten Pflanzen kann man in jeder Apotheke (i.d.R. ohne Rezept) kaufen. Hertzka propagiert die Hildegard-Medizin als eine Heilweise für jedermann. Theoretische Grundlagen der Körperfunktion, deren Ursachen und Behandlung von Krankheiten scheinen für ihn bedeutungslos zu sein. Die Wirksamkeit der Hildegard-Medizin ist wissenschaftlich nicht bewiesen.
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Es gibt bis heute keine einzige, legal zugelassene Hildegard-Arznei. Die meisten der verwendeten Pflanzen kann man in jeder Apotheke (i.d.R. ohne Rezept) kaufen. Hertzka propagiert die Hildegard-Medizin als eine Heilweise für jedermann. Theoretische Grundlagen der Körperfunktion, deren Ursachen und Behandlung von Krankheiten scheinen für ihn bedeutungslos zu sein. Die Wirksamkeit der Hildegard-Medizin ist wissenschaftlich nicht bewiesen.
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Die Medizinhistorikerin Irmgard Müller, die zu den naturheilkundlichen Schriften Hildegards publiziert hat, bezeichnet die so genannte Hildegard-Medizin als nicht authentisch und nicht auf den Hildegard zugeschriebenen Schriften basierend. Zutreffend müsste sie daher eigentlich als „Hertzka-Medizin“ bezeichnet werden. Es handele sich um ein „therapeutisches Konstrukt profitbewusster Marktstrategen“.<ref>Irmgard Müller: Wie authentisch ist die Hildegardmedizin? Zur Rezeption des Liber simplicis medicinae Hildegards von Bingen im Codex Bernensis 525. In: Hildegard von Bingen. Prophetin durch die Zeiten. Hrg.v. Edeltraut Forster u. der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard, Eibingen. Freiburg, Basel, Wien 1997, S. 420-430</ref><ref>Charlotte Kerner: [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0715/wissenschaft/0001/index.html „Wie könnt ihr Heilmittel geben, ohne eure Tugend dazu zu tun?“] (BZ 15. Juli 1998)</ref>
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Die Medizinhistorikerin Irmgard Müller, die zu den naturheilkundlichen Schriften Hildegards publiziert hat, bezeichnet die so genannte Hildegard-Medizin als nicht authentisch und nicht auf den Hildegard zugeschriebenen Schriften basierend. Zutreffend müsse sie daher eigentlich als „Hertzka-Medizin“ bezeichnet werden. Es handele sich um ein „therapeutisches Konstrukt profitbewusster Marktstrategen“.<ref>Irmgard Müller: Wie authentisch ist die Hildegardmedizin? Zur Rezeption des Liber simplicis medicinae Hildegards von Bingen im Codex Bernensis 525. In: Hildegard von Bingen. Prophetin durch die Zeiten. Hrg.v. Edeltraut Forster u. der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard, Eibingen. Freiburg, Basel, Wien 1997, S. 420-430</ref><ref>Charlotte Kerner: [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0715/wissenschaft/0001/index.html „Wie könnt ihr Heilmittel geben, ohne eure Tugend dazu zu tun?“] (BZ 15. Juli 1998)</ref>
    
==Weblinks==
 
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