Guido Grandt

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Guido Grandt (Bildquelle:[1])

Guido Grandt (geb. 21. April 1963) ist ein deutscher freier TV-Produzent und Autor von Sachbüchern und verschwörungstheoretischen Werken und lebt in Balingen-Frommern. Guido Grandt ist auch Inhaber des gugra-Media-Verlags[2] in Balingen und ist wie sein Bruder Michael Grandt für den Kopp Verlag tätig, der sich auf Verschwörungsliteratur und pseudowissenschaftliche Themen spezialisiert hat.

Themen von Grandts Werken und von Vorträgen der Grandt-Brüder waren zunächst Anthroposophiekritik, mit Veröffentlichung im Alibri-Verlag ("Waldorf-Connection") sowie "Schwarzbuch Anthroposophie" in dem die Brüder Grandt Rudolf Steiner beispielsweise als Mitglied des "O.T.O." (Ordo Templi Orientis) bezeichnen.[3] Es folgte eine Schaffensperiode die Verschwörungstheorien um das Freimaurertum, das Winnenden-Massaker, den Tod von Uwe Barschel, den Unfall von Jörg-Haider (ein "Ritualmord"), Satanismus und Kindesmissbrauch (siehe auch: Kindesmissbrauch-Fakes) hervorbrachte.[4] Durchgängiges Merkmal sind der Konjunktiv, Worte wie "vielleicht", eine schwache Quellenlage sowie häufige Eigenzitate.

Die Beachtung in den Medien blieb Grandts Werken und Theorien bislang bis auf Ausnahmen versagt. Auf seiner Webseite zeigt Grandt zwar eine Rubrik "Rezensionen", diese offenbart jedoch nur wenige ausgesuchte (und meist nicht zuordenbare) Lesermeinungen bei Amazon. Die zahlreichen negativen Amazon-Kommentare zu seinen Werken sind nur bei Amazon selbst zu finden.

Aufmerksamkeit fand Guido Grandt mit seinen Ansichten zum Satanismus in einer Show des deutschen Privatfernsehens, der "Meiser-Show". Zitat G. Grandt: [...] Es gibt nach wie vor Ritualmorde, äh, auch letztes Jahr in Finnland, in Spanien und in Polen, aber auch in USA gibt es Belege. Da holen wir auch die ganzen Unterlagen ein. Es gibt nachweislich Ritualmord im satanistischen Kontext. In Deutschland ist es sehr schwierig, die Beweisbarkeit einzubringen, weil die Behörden es einfach nicht glauben wollen [...].[5]

Grandt und die Freimauerer

Ein Schwerpunkt von Grandts Schaffen bezieht sich auf das Freimauerertum. In Anlehnung an geläufige Vorurteile (so Verwendung von Zitaten von Karl-Heinz Zunneck) beschreibt Grandt die Freimaurerei als eine die Politik und "Hochfinanz" infiltrierende und verschwiegene Gruppierung mit "Geheimpolitik", die möglicherweise für Revolutionen, Kriege und Wirtschaftskrisen verantwortlich zu machen sei. Eine Freimaurerverschwörung sieht Grandt auch beim Tod von Uwe Barschel (1987) am Werk. Grandt: "Inzwischen hat fast jeder begriffen, dass es Mord war", und: "Meine Mord-Theorie sieht folgendermaßen aus: Der vermeintliche Logenbruder Uwe Barschel, vielleicht in die Freimaurerei eingeführt durch den vermeintlichen Logenbruder Gerhard Stoltenberg, zollte in der politischen Affäre vor der Landtagswahl seinem vermeintlichen Logenbruder Björn Engholm keinen Respekt und verfiel in eine 'eitle Selbstbespiegelung' [...]". Eine "Kette von Indizien" hätte sich aus seinen Recherchen für sein »Schwarzbuch Freimaurerei« ergeben. Grandts These ist dass Freimaurer Barschel ermordet hätten und eine Selbsttötung vorgetäuscht hätten. Laut Grandt sei er bei seinen Recherchen bedroht, observiert und "abgehört" worden. Ein "Fachmann" habe festgestellt, dass Grandts Telefonleitung "überlagert" gewesen war: "Bei Gesprächen gab es Dopplungen, Rauschen und Echos." Dies ist zwar kein Zeichen für eine Überwachungsmaßnahme, sondern für eine Störung, aber "belastendes Material" habe Grandt sicherheitshalber bei einem Anwalt hinterlegt. Grandt: "Die Leute wissen das und lassen mich in Ruhe." Angaben die den Absatz seiner Werke fördern, und in der Bewerbung seines Freimaurerwerk daher stets nicht fehlen.

Freimaurer würden möglicherweise auch in Kontakt zu "berüchtigten" Illuminaten-"Orden" stehen, für deren aktuelle Existenz jedoch kein Beleg vorliegt.

Grandt und der Amoklauf von Winnenden

Der in den Medien häufig thematisierte Amoklauf in Winnenden (Albertville-Realschule) mit 16 Todesopfern ist laut Grandt möglicherweise die Tat von zwei Tätern gewesen. Statt eines wahllosen Massakers habe es sich um "gezielte Exekutionen" gehandelt. Pünktlich auf den Tag genau ein Jahr nach dem Ereignis brachte Grandt dazu ein Buch im Kai Homilius Verlag auf den Markt, in dem er seine Spekulationen über angebliche polizeiliche Versäumnisse und angebliche geheimnisvolle Vorgänge und Vertuschungen schildert, von dem Medieninteresse und dem Ausmaß des Massakers profitierend. So habe der Täter Tim eine Schusstechnik beherrscht, die "nur in der Polizeiausbildung in den USA gelehrt und von der britischen Armee im Kampf gegen die IRA angewandt werde". Tim K. habe sich auch wohl nicht selbst getötet, sondern sei "hingerichtet" worden und stand möglicherweise unter Drogen.

Quellennachweise

  1. Schwarzwälder Bote
  2. gugra-Media-Verlag, Guido Grandt, Friedrichstraße 4, D-72336 Balingen
  3. Werke: Schwarzbuch Anthroposophie und Waldorf-Connection
  4. Grandt, Guido und Michael: Satanismus. Die unterschätzte Gefahr, Patmos Verlag, Düsseldorf 2000
  5. http://rafa.at/19story4.htm