Gesellschaft für biophysikalische Medizin

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Die Gesellschaft für biophysikalische Medizin e.V. (GBM) ist ein Verein aus Dresden[1] (vormals Aidlingen bei Stuttgart[2][3]) Die Anschrift war zuvor mit der des Verein-Schriftführers Dieter Schneider sowie einer "Schneider GmbH" identisch[4], die Produkte wie "Testhilfen" und "Testhilfen für Kinesiologie und Biofeldtest" anbietet.

Die GBM wurde 1991 als gemeinnütziger Verein gegründet und soll 470 Mitglieder haben. Vorstandsvorsitzender ist aktuell (2016) Albrecht Hempel, Mitglieder des Vorstands sind Gesine Korts , Günter Eimermacher , Katrin Lachmann, Matthias Lippmann, Arne Ströhlein und Hans Stadelmann. Ein "wissenschaftlicher Beirat" nennt als Mitglieder Thomas Beckmann, Rainer Fromknecht, Kathrin Hubatsch, Theodor Klein, Albrecht Schulze und Ulrike Wacker. Mitglied ist auch Gerhard Klügl, ein so genannter "Aurachirurg".

Offenbar lautete eine vorherige Vereinsbezeichnung "Gesellschaft für physikalische und medizinisch angewandte Radiästhesie (GPMR) e.V". Diese war 1991 in Böblingen von dem Physiker Paul Schweitzer gegründet worden, dem Erfinder eines Biofeldtest (BFT).[5]

Der Verein mit offensichtlicher Nähe zur Anthroposophie ist Förderer verschiedener esoterisch-ausserwissenschaftlicher Methoden und Verfahren aus der Pseudomedizin, der Radiästhesie und des Geistheilens.

Vereinszweck im Eigenverständnis

Laut Vereinssatzung will der Verein Personen und Institutionen vereinen, die

an der praktischen Ausübung, der Weiterentwicklung und Förderung der physikalischen Radiästhesie und ihrer medizinischen Anwendung interessiert sind.

Laut Verein soll dadurch der Verbreitung einer so genannten "physikalischen Radiästhesie" als Wünschelrutemethode zur "Erforschung" von biophysikalischen Felder und deren möglichen gesundheitlichen Auswirkungen nachgeholfen werden. Laut Vereinssatzung sei dabei

..eine wissenschaftliche Bestätigung der Erfahrung, daß die pathogene Wirkung von biophysikalischen Feldern ein wesentlicher Faktor für die Entstehung und den Verlauf von chronischen Krankheiten ist.

Im Endeffekt will der Verein die Radiästhesie zur "Erforschung" der Wirkung elektromagnetischer Felder (HF-EMF) einsetzen, offenbar im Sinne des so genannten Elektrosmog-Diskussion. Allerdings schliesst der Verein überraschender Weise auch elektromagnetische Felder natürlichen Ursprungs (etwa Sferics) in seine Überlegungen ein.

Beachtung werden auch Überlegungen zu einer esoterischen "Biologischen Wirkung von Planeten" durch Planetentöne, die durch "Oktavwellenlängen von Planeten" menschliche Chakren beeinflussen könnten. Hier zeigen sich eindeutige Anknüpfungspunkte zur antroposophischen Medizin. Aus Vereinssicht hilfreis sei therapeutisch ein so genannter "Bioenergie-Modulator" zur "Fernbeeinflussung von biologischen Systemen" wie Mensch, Tier, Pflanze oder "Gewässern".

Weitere Vereinsthemen sind Produkte wie "AuraImmun" zum "Schutz des menschlichen Energiekörpers", oder "NaturTransfer" zur "biologischen Qualitätsverbesserung des Trinkwassers". Auch ist nur für Insider verständlich von einem Unsichtbaren feinstofflichen Körper und deren Wirkung auf den Gesundheitszustand die Rede. Ein derartiger hypothetischer unsichtbarer feinstofflicher Körper (siehe Artikel Feinstofflichkeit) sei mit dem aus christlichen Religionen her bekannten Heiligenschein identisch, vermutet man bei Verein. Das behauptete Phänomen sei demnach objektiv nachweisbar. Allerdings wird zur Glaubhaftmachung nur auf pseudowissenschaftliche Verfahren wie Kirlianfotografie, Aurafotografie, Kinesiologie, Biofeldtest, Elektroakupunktur oder Biophotonenmessung, verwiesen, die wissenschaftlich nicht anerkannt sind.

Biofeldtest nach Paul Schweitzer und Bioenergie-Modulator

Breiten Raum nehmen auf Vereins-Webseiten Betrachtungen zu einem pseudomedizinisch-diagnostischen Verfahren namens Biofeldtest ein, zu dem jedoch keine seriös zu nennende Literatur auffindbar ist. So erfährt man, dass dieses "biophysikalische" Verfahren zur "Diagnose" von Krebserkrankungen, Geopathien, Elektrosmog und Elektrosensibilität, Wetterfühligkeit, MCS (multiple chemical sensitivity), Allergien, Zahnherden und als "Test der Verträglichkeit von Nahrungsmitteln" geeignet sei.

Weiteres Thema ist ein "Bioenergie-Modulator".

Warnend weist der Verein darauf hin: Die beschriebenen Methoden und Wirkungen sind wissenschaftlich noch nicht anerkannt.

Weblinks

Quellennachweise

  1. Gesellschaft für biophysikalische Medizin e.V. (GBM e.V.), Wiener Str. 67, D-01219 Dresden
  2. Gesellschaft für biophysikalische Medizin e.V., Böblinger Strasse 1, DE-71134 Aidlingen
  3. Gesellschaft für biophysikalische Medizin e.V., Böblinger Str. 3, D-71134 Aidlingen
  4. Schneider GmbH, D-71134 Aidlingen, Böblinger Str. 3
  5. Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren, Heft 5/1991, Seite 353