Gerhoch Reisegger: Unterschied zwischen den Versionen

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*[http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2003_09/reisegger.html DÖW: Neues von ganz rechts. Verschwörungsdenker unter sich, September 2003]
 
*[http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2003_09/reisegger.html DÖW: Neues von ganz rechts. Verschwörungsdenker unter sich, September 2003]
 
* [http://www.doew.at/aktuell/mitt/mitt_archiv/168.pdf DOEW-Mitteilungen, Oktober 2004 (pdf) Seite 7 ]
 
* [http://www.doew.at/aktuell/mitt/mitt_archiv/168.pdf DOEW-Mitteilungen, Oktober 2004 (pdf) Seite 7 ]
* [http://www.youtube.com/watch?v=ZXnBolFDbOA]
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* Vortrag vor Neonazis von Peter Schmidt [http://www.youtube.com/watch?v=ZXnBolFDbOA]
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* Axel Stoll bei Psiram [http://psiram.com/ge/index.php/Axel_Stoll]
  
 
==Quellennachweise==
 
==Quellennachweise==

Version vom 8. September 2012, 13:30 Uhr

Gerhoch Reisegger

Gerhoch Reisegger (geb. 1941) ist ein österreichischer Antisemit, Holocaustleugner, rechtsgerichteter Publizist und Verschwörungstheoretiker aus Thalheim bei Wels in Oberösterreich.

Kurzbiographie

Reisegger erwarb 1997 sein Physik-Diplom an der TU Wien. Seine Aufgabe war Bearbeitung des Bandes „Grundlagen der Konstruktion und Bemessung von Tragwerken“ des Handbuches der Geotechnik. Als Unternehmer war er mehrere Jahre in der IT-Branche tätig. Seit ca.2001/2002 beschränkt sich seine Tätigkeit auf rechtsradikale Publikationen und Vorträge. Er gibt an, selbständiger Unternehmensberater zu sein. Nebenbei ist er noch Reserveoffizier des österreichischen Bundesheeres.

Aktivitäten

Seinen Ruf als internationaler "shooting star" der Neonazi-Szene erlangte Reisegger als Referent bei einer Nazi-Konferenz im Januar 2002 in Moskau vor Holocaust-Leugnern, Mitarbeitern von Radio Islam sowie des "Ku Klux Klan", wie die britische Zeitung "searchlight" berichtet.[1] Seinen Durchbruch in der deutschsprachigen Neonazi-Szene erreichte Reisegger mit seinem ersten Buch, das sich mit Verschwörungstheorien zum Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 befasst. Mit obskuren Theorien, Hass auf die USA und Antisemitismus zieht Reisegger durch Deutschland und Österreich und hält Vorträge bei Neonazi-Gruppen.[2]

In einer Broschüre des Bundesamtes für Verfassungsschutz heißt es:[3]

Zu den bekanntesten Vertretern rechtsextremistischer Verschwörungs­theorien zählt der österreichische Autor Gerhoch REISEGGER, dessen Bücher zum 11. September 2001 im „Hohenrain-Verlag“, einem Tochterunternehmen des Tübinger „Grabert-Verlages“ veröffentlicht wer­den. Bei ihm heißt es: "zur Errichtung der „Neuen Weltordnung“ „bedarf es ‚konvergenter‘ Anstrengungen, eben jener des ‚Fürsten der Welt‘, dessen Herrschaft anscheinend angebrochen ist. Seine Hauptstadt ist Washington oder New York, die Ostküste, seine Mittel der entfesselte Finanzkapitalismus mit ‚fiat money‘, die gewaltigste (und gewalttätigste) Militärmaschinerie, Führungskräfte, moderne Geheimdienste und die Herrschaft über die Medien“.[4]

Während er in Österreich im revanchistischen und freiheitlichen Milieu ("Haus der Heimat", Initiative Freiheitlicher Frauen usw.) als Referent auftritt, sucht er im Ausland offen Kontakte zu Neonazis. So traf er sich etwa im Oktober 2004 in Moskau mit Kadern des Kampfbundes Deutscher Sozialisten (KDS). Aus einem Bericht über diesen "Meinungsaustausch": "Bei einem guten Tropfen und scharfen Gerichten gab es mit dem revisionistischen Autor heiße Diskussionen über strategische Fragen des Kampfes gegen den US-Imperialismus und seine zionistischen Hintermänner." [5]

Als Mitglied der Charity-Organisation "Round Table"[6] steht Reisegger andererseits in Teilen der rechtsradikalen Szene unter Verdacht, an einer dort postulierten angeblichen "jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung" als "Söldner" teilzunehmen.[7]

Publikationen

Sein erstes Buch erschien 2003 unter dem Titel "Wir werden schamlos irregeführt. Vom 11. September zum Irak-Krieg" im Hohenrain-Verlag. Grundlage dieses Buches ist der Antisemitimus und der Hass auf elitäre Kreise der USA. Ausgangpunkt seines Buches sind die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf das Pentagon und die Türme des World Trade Center. Im Folgenden verwebt Reisegger geopolitische Ziele und Rüstungsinteressen sowie einen Machthunger der USA mit diesem Terror-Anschlag. Als Ziel unterstellt Reisegger den USA und Israel den Einmarsch in den Irak und eine Ressourcensicherung an den Erdölvorkommen. Reisegger behauptet als angeblichen Hintergrund, dass die USA fast bankrott, die Wirtschaft unproduktiv und die Militärausgaben zu hoch gewesen seien und somit zur Ablenkung ein zweites Pearl Habour habe geschaffen werden müssen.

Im Rahmen seiner Verschwörungstheorie stellt er insbesondere folgende Behauptungen auf:

  • Es gab keine Flugzeuge, die einen Terroranschlag ausgeführt haben.
  • Die Türme des World Trade Center wurden durch montierte Sprengsätze von einem Kommando der US-Regierung zum Einsturz gebracht.
  • Alle Bildaufnahmen mit Flugzeugen sind gefälscht.
  • Die US-Politiker wollten dem drohenden Absturz des Dollar und dem damit drohenden Wirtschaftszusammenbruch entgegenwirken.

Hinter dem Autor Christian Guthart und dessen Buch "11.September" aus dem Verlag "SKD Bavaria" wird auch Reisegger vermutet. Seine Nähe zur islamistischen Szene und nahezu identische Thesen bieten zumindest Anlass für diese Vermutung.[8]

Mit seinem zweiten Buch aus dem Jahr 2004 "11.September. Die Bildbeweise" legt Reisegger nach. Mittels einer CD mit von ihm interpretiertem Fotomaterial glaubt er Fotomontagen beweisen zu können. Unter Zuhilfenahme von Physik und Mathematik stellt er Thesen zur Sprengung der Türme des World Trade Center auf.

Die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean nahm er zum Anlass, den Text des australischen Verschwörungstheoretikers Joe Vialls zu übersetzen. Auch hier wird pauschal "Amerikanern und Juden" die Schuld am Tsunami zugewiesen; Die Katastrophe sei angeblich durch eine Atombombenzündung unter Wasser hervor gerufen worden. Als so gen. Strippenzieher sieht er Wall-Street-Banker, die nach dem Beinahe-Verlust von Afghanistan und dem Irak nach neuen Möglichkeiten suchten, die Welt zu kontrollieren. In diesem Fall, behauptet die Publikation, sei Indien mit in das Komplott eingebunden worden.[9] Nachredner und Stimmungsmacher für die Thesen von Reisegger sind insbesondere Axel Stoll und Peter Schmidt. [10]

Schema dieser Verschwörungstheorien

Die Erfinder solcher Theorien beschuldigen Regierung und Geheimdienste der USA, die Anschläge wissentlich zugelassen oder sogar selbst geplant und ausgeführt zu haben (inside job). Gerne wird auch postuliert, dahinter stecke ein angebliches „Weltjudentum“, der Mossad, die Freimaurer oder andere als feindlich wahrgenommene Gruppen, Religionen oder Staaten, wobei hinsichtlich der Kombinationen Plausibilität und Rationalität in der Regel nicht einbezogen werden. Das Aufdecken der „wahren“ Täter werde durch Zensur oder Selbstzensur der westlichen Massenmedien verhindert, womit gleichzeitig die eigene Rolle als angeblicher Verkünder der Wahrheit überhöht wird. Verschwörungstheorien werden demagogisch zur Volksverhetzung eingesetzt. Die Komplexität einer verschwörerischen Planung und Durchführung von Aktionen derartiger Größenordnung wird ebenfalls ignoriert. In der Sicht der Verschwörungstheoretiker übernimmt deren ideologischer Feind den Part des „wahren Verschwörers“, der ohne Moral tausende Menschen tötet und dem damit die Rolle als das „Böse an sich“ zugewiesen wird.

Werke

  • Wege aus dem Globalisierungschaos: Grundlagen für eine neue Wirtschaftsordnung. Hohenrain-Verlag 2009, ISBN 3891800851
  • Die Türken kommen. Sprengstoff für Deutschland und Europa. Hohenrain-Verlag 2005, ISBN 3891800746
  • (Mitherausgeber): Wie kann der Mittelstand die Globalisierung bestehen? Aton-Verlag, 2005, ISBN 3980947815
  • Weg mit den Benesch-Dekreten! Grabert-Verlag, 2004, ISBN 3878472048
  • 11. September. Die Bildbeweise. Hohenrain-Verlag, 2004, ISBN 389180072X
  • Wir werden schamlos irregeführt! Vom 11. September zum Irak-Krieg. Hohenrain-Verlag, 2003, ISBN 3891800681

Weblinks

Quellennachweise


Dieser Text ist teilweise oder vollständig der deutschen Wikipedia entnommen