Frank Willy Ludwig

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Frank Willy Ludwig aus D-16248 Liepe (bei Eberswalde) ist der Begründer einer neopaganen-braunesoterischen Bewegung aus dem deutschen rechten Milieu der "Selbstversorger" und "fölkischen Siedler" mit Namen Urahnenerbe Germania (UAE). Nach eigenen Angabe sehe Ludwig es als seine Aufgabe:(Zitat) "Wachsen und Gedeihen unseres eigenen Familienstammes, die Aufklärung des deutschen Folkes und das Aufräumen der eigenen Heimat". Ludwig bezeichnet sich selbst als Bauingenieur, Umweltschutztechniker, Gärtner und Coach für "Inner Wise" - Kurse. Nach eigenen Angaben sei er auch Forscher für eine slawisch arische Weden - Religion. Bevor er sich seinem Urahnenerbe Germania widmete, war Ludwig für eine Strassenbaufirma tätig, bei der er später kündigte. 1996 will Ludwig eine Art Erweckungserlebnis mit "Augenblicken höchsten Glücks" erlebt haben, mit Visionen von Delphine, Mantatänzen, Waldtieren und Bäumen, wie er schreibt. Danach sei er auf der "Suche" gewesen und habe sich mit Esoterik, Büchern und dem Internet befasst und dabei ungenannte "russische Freunde" kennengelernt. Vorbilder für ihn seien Erfahrungen von Vorfahren und Ahnen.

Aktuell betreibt Frank Willy Ludwig verschiedene Internetwebseiten mit der typischen Sprachregelung der deutschen rechts-nationalen Szene ("Weltnetzseite", "Folk", "fölkisch" usw), die mit leicht verfremdeten Hakenkreuzsymbolen und weiteren an die Nazizeit erinnernden Symbolen geschmückt sind. Ludwig ist Propagandist einer rechtsautonomen Selbstversorgerbewegung, die "Waldgartensiedlungen von bis zu 200 Familien" vorsieht. Propagiert werden "Gesunde Ernährung, natürliches Umfeld" und Vollbeschäftigung auf so genannten Familienlandsitzen mit einem Hektar eigenen Land. Als Kritiker eines staatlichen Schulsystems werden auch Bestrebungen für private eigene Schulen erkennbar, die der eigenen Ideologie angepasst sein sollen. So heisst es (Zitat): Unsere Kinder besuchen Waldschulen und können sich frei entfalten. Offenbar ist für die gemeinten Waldschulen die so genannte Waldschule Tekos (Schetinin Schule) in Russland gemeint.

Vorbild für das Projekt Urahnenerbe Germania ist die aus Russland stammende esoterische Bewegung mit starken rechtsextremen Tendenzen, die Anastasiabewegung. Die Anastasiabewegung beruft sich auf die fiktive Gestalt einer Anastasia und "Tochter der Taiga" des russischen Autors Wladimir Megre. Laut Megre lebe Anastasia halbnackt unter wilden Tieren in russischen Wäldern und ernähre sich von Nüssen. Um die entsprechenden Zedernnüsse ist zwischenzeitlich eine Art Business entstanden. Die Bücher von Megre stellen einen Mix aus Naturreligion, Esoterik und Verschwörungstheorien und Geschichtsrevision dar.