Encephaloscan

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Encephaloscan (auch fr. encéphaloscan comparatif, vergleichender Encephaloscan) ist die Bezeichnung für eine Ultraschalluntersuchung, die im Umfeld mobilfunkkritischer Kreise eingesetzt wird, um eine so genannte Elektrosensibilität nachzuweisen. Die in der wissenschaftlichen Medizin unbekannte Methode wird aktuell (Mai 2011) hauptsächlich in Frankreich eingesetzt.

Fachliteratur zum Thema lässt sich in medizinischen Datenbanken nicht auffinden. Die Medline-Datenbank meldet keine Treffer bei einer Suche nach "encephaloscan".

In Frankreich wird die Methode von einem Professor Dominique Belpomme für 210 Euro durchgeführt, die Kosten werden von den Kassen nicht übernommen. Belpomme ist Präsident des Vereins ARTAC und kann als Erfinder der Methode angesehen werden. ARTAC und Belpomme führen zahlreiche gesundheitliche Störungen und Krankheiten auf die Anwesenheit elektromagnetischer Wellen und insbesondere des Mobilfunks zurück, und betreibt Forschung zum Thema der Elektrosensibilität. Nach Belpommes Ansicht wären bis zu 10% der Bevölkerung elektrosensibel. Folgen seien die "Fatigue" (chronische Müdigkeit), Schlaflosigkeit, Depression sowie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Multiplen Sklerose oder der Alzheimerschen Erkrankung bei jungen Menschen. Im Rahmen einer Hypothese von Belpomme soll die Elektrosensibilität auf die Anwesenheit von Magnetosomen im Gehirn zurückzuführen sein. Die Magnetosome sollen dabei kleinste "Elektromagneten" darstellen, die sich aus der Verschaltung von Neuronen ergeben sollen.

Methode

Zur Methode liegen nur ungenaue Angaben vor. Demnach soll es sich um eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) handeln. Die mit 2 MHz ausgeführte Untersuchung soll die durch die Herztätigkeit auftretenden Druckschwankungen des Blutflusses im Bereich des Halses getrennt in beiden Körperhälften erfassen. Gesucht wird dabei nach einer Hypo- oder Hyperpulsatilität (fr. hyperpulsatilité, hypopulsatilité), die nach Ansicht der Befürworter der Methode mit einer „Elektrosensibiltät“ oder aber auch der Disposition zur Migräne korrelieren soll.