Elektrosmog-Schutzprodukte

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Im Umfeld von Mobilfunkkritikern, von Elektrosmogaktivisten und auf dem Esoterikmarkt tummeln sich viele Anbieter von so genannten Elektrosmog-Schutzprodukten, die auf unterschiedliche Weise vor den möglichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung und so genanntem Elektrosmog schützen sollen.

Unterschiedbar sind bei diesen Produkten zwei Bereiche:

  • Ein Teil dieser Produkte funktioniert auf Basis nachvollziehbarer Wirkmechanismen. Dazu gehören funktionstüchtige Anzeigegeräte oder Messgeräte, die in der Lage sind Feldstärken elektromagetischer Felder anzuzeigen. Ein weiterer Bereich sind Abschirmvorrichtungen und feldabschirmende Materialien sowie die Netzfreischalter, die die Spannungsversorgung auf Leitungen nur bei Gebrauch freigeben. Bei allen derartigen Produkten lässt sich nicht nur ein plausibles oder wissenschaftlich nachgewiesenes Wirkprinzip erkennen, die Wirksamkeit selbst ist stets falsifizierbar durch Anwendung etablierter Messverfahren möglich. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit derartiger Produkte und nach der Kosten-Nutzen Relation ist jedoch im Einzelnen bei jedem Produkt zu prüfen. Manche der Produkte können auch durchaus schädliche Wirkungen haben, etwa dann, wenn sie auf Grund eines Noceboeffekts den Kunden regelmässig und auf neue an die mögliche Anwesenheit elektromagentischer Felder erinnern und so rein psychogen Effekte erzielen. So verlassen manche "Elektrosensible" ihren "geschützten" und abgeschirmten Wohnraum nur mit HF-Inikatorgeräten, die automatisch bei Anwesenheit eines HF-Feldes einen akustischen Alarm auslösen. Auch gibt es eine Fülle von HF-dichten Tapeten oder Vorhängen, ferner Vorrichtungen, die Elektrosmog aus Steckdosen fernhalten sollen.
  • Ein sehr grosser Teil der Elektrosmog-Schutzprodukte (der insbesondere auf dem Esoterikmarkt beworben wird), wird mit angeblichen Wirkmechanismen angeboten, für die es physikalisch keine plausibel zu machende Erklärung gibt. Meist werden diese Produkte mit Begründungen aus der Esoterik angeboten, sowie mit pseudowissenschaftlichen Erläuterungen.

Produktkategorien

Elektrosmog-Aufkleber und "Chips"

Mit physikalisch nicht plausiblen Begründungenw eren häufig und zahlreich Aufkleber angeboten, die an oder in Handys geklebt werden sollen oder

Beispiele sind: Atox Bio Computer, AlphaPrevent-System, Biophone und Bioguard, BIOPOL (hilft auch gegen Erdstrahlen und belebt Wasser), Bioshield, Coufal, E-MuneChip, Feldprozessor, Gabriel-Chip, HarmonyChip Memon Transformer, Neutralizer (auch unter dem Namen Raysaver auf dem Markt), Nord Süd Gleichrichter (ein historisches Konzept aus der Anfangszeit derartiger Produkte), Phi-Lambda-Technology,Raymaster,


Steckdosenzubehör

Körbler IT-Stecker,

Vor Elektrosmog schützende Armbanduhren

Auf dem Markt sind spezielle Armbanduhren mit Wunderwirkung wie die ISEE ENERGYWATCH, Tesla Uhr.

Produkte nach Wilhelm Reichs Orgonlehre

Auch Produkte aus dem Umfeld der Wilhelm Reich-Anhänger sind dazuzuzählen, wie die so genannten Cloudbuster.

Elektrosmogschützende Lebensmittel

Mit esoterischen Begündungen wird auch ein angeblich "elektrosmog-resistentes" und "feinclusteriges" Mineralwasser auf Naturkostmessen präsentiert, das mineralarme Laurentana-Wasser mit Herkunft aus einer Quelle im entfernten Piemonte (Norditalien). Aufgrund seiner Mineralienarmut solle es eine entschlackende Wirkung haben und "Gifte und Schlackenstoffe" wie ein Schwamm aufsaugen und Zellen ausspülen können. Das Beste am Laurentana-Wasser sei aber, dass es "rechtsdrehende Energien" beinhalte, um "Blockaden im Meridiansystem zu lösen und damit Krankheiten vor[zu]beugen." Während alle anderen Flaschenwässer durch die Einwirkung eines Mobiltelefons in ihrer Struktur "destabilisiert" würden, "verstärke" sich die ideale Ausgangsstruktur von Laurentana "sogar noch". Dies habe an der Uni Stuttgart der Raumfahrtwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Kröplin im Rahmen eines "Projektes Apollo" herausgefunden.

Tests zu angeblichen Elektrosmog-Schäden

Im Bereich der Alternativmedizin werden verschiedene, nicht validierte und stets von den Krankenkassen nicht erstattungsfähige Verfahren angeboten, die angebliche "Elektrosmogschäden" mit einem Bluttest nachweisen sollen. So wird beispielsweise behauptet, dass die Anwesenheit elektromagnetischer Felder zu einem stapelförmigen Aneinanderhaften (Rollenbildung) von roten Blutkörperchen führe. Es wird versucht, dies mit dunkelfeldmikroskopischen Untersuchungen zu belegen.