Dieter Jossner auf einer DGEIM-Veranstaltung 2009

Dieter Jossner ist Elektroingenieur und Erfinder und Hersteller von pseudomedizinischen Geräten. Er ist Inhaber der Firma medical electronics GmbH in Rheinau bei Baden-Baden. Je nach Quelle wird Jossner auch als Physiker, Biophysiker oder "Lasertechnologe" bezeichnet. Tatsächlich verwendet er in einigen seiner Geräte Halbleiterlaser und vor allem Leuchtdioden. Er beschäftigt sich aber auch mit Anwendungen von magnetischen und elektrischen Feldern in der Alternativmedizin. Jossner tritt selten öffentlich in Erscheinung; 2005 und 2009 hielt er Vorträge auf Veranstaltungen der DGEIM.

Einige von Dieter Jossner entwickelte Geräte

 
Wasserenergetisierer AQA 707
 
Photonentherapie mit Hyperphoton 3D

AQA 707

Dieses Gerät zur "Wasserenergetisierung" ist im Prinzip ein simpler Magnetrührer, wie er in Labors benutzt wird. Der Unterschied besteht darin, dass das Rühren als "Verwirbelung" bezeichnet wird und bunte LED-Lämpchen das Wassergefäß anleuchten. Diese Lampen werden als "Photonenquellen" bezeichnet, die angeblich "Biophotonenenergie" ins Wasser strahlen. Außerdem wird auf die esoterische Vorstellung eines Wassergedächtnisses Bezug genommen. Dieses Gedächtnis werde beim AQA 707 durch das Rühren "gelöscht", woraufhin das Wasser "bereit" sei, mit den Photonen "neue, gesunde Informationen aufzunehmen". Getränke sollen durch eine solche Behandlung bekömmlicher werden. Wenn man den Rührer abschaltet, könne man mit den Photonen auch den Raum "energetisieren".

LSI 2090

Das "universelle Laser-Photonen und Magnetfeld-Therapiesystem" LSI 2090 werde unter anderem in der "energetischen Homöopathie" eingesetzt. Dank der "Super-Delta-Frequenz", ebenfalls eine Erfindung von Jossner, könne mit dem Gerät die körpereigene Produktion von Endorphinen angeregt werden. Eine ältere Version hat die Bezeichnung LSI 2030.

Hyperphoton 3D und MSP 310

Ähnliches wie für das LSI 2090 wird für das Hyperphoton 3D versprochen, eine Farblicht-Lampe, die aus einer Anzahl Leuchtdioden zusammengesetzt ist und kein gewöhnliches Licht, sondern "Biophotonen" aussende. Das Licht kann amplitudenmoduliert werden, wahlweise mit "Alpha- und Super-Delta-Frequenzen, um das Gehirn zur Produktion von Endorphinen anzuregen", mit einem "Poly-Frequenz-Spektrum" oder mit externen Quellen, z.B. Musik. Mit der Lampe könne man die "seelische Stimmungslage" und die Gehirnleistung verbessern. Das Gerät wird auch unter den Bezeichnungen BioPhoton Prophymed und Laser Photon 3D vertrieben. Eine einfachere und billigere Ausführung ist das MPS 310 ("Medical Photo System").

Frequenzgenerator TFG 910

Soweit der Werbung zu entnehmen ist, handelt es sich um einen Rauschgenerator, der weißes Rauschen abgibt, von Jossner "Poly-Frequenz-Spektrum" genannt. Das Rauschen könne mit einer Frequenz von 0,1 Hz bis 10 kHz amplitudenmoduliert ("gepulst") werden. Mit diesem Signal könne man dann wahlweise LED-Lampen wie MSP 310 oder auch eine Magnetspule ansteuern, um so für die Gesundheit positive Effekte zu erzielen. Bestimmte Frequenzen wie die beliebte "Schumann-Frequenz" können besonders einfach abgerufen werden.

LPU 09

Beim diesem Gerät zur Ultraschall- und Lasertherapie werde durch ein "Poly-Spektral-Ultraschall-Verfahren" jede Zelle "exakt auf ihrer Resonanzfrequenz zum Mitschwingen angeregt". Wie das funktionieren und welchen therapeutischen Nutzen es haben soll, bleibt allerdings unklar.

MSL 710

Das MSL 710, die Buchstaben stehen für "Multi Signal Laser", ist das Kernstück des Ingenium-Systems. Es sind darin Elemente aus Radionik, Bioresonanz, Elektroakupunktur, Elektroakupunktur nach Voll, Jossners Spezialgebiet "Lichttherapie" sowie Magnetfeldtherapie (PEMF) kombiniert.

NSA 07

Das Taschengerät "Neuro-Sync Alpha" wird als ein "Elektrofeldstimulator mit Frequenzen, die das Gehirn unter besonders idealen biologischen Bedingungen erzeugt", angeboten. Damit sei der als "Superlearning bekannte Effekt portabel jederzeit verfügbar". Nebenbei sollen die schädlichen Auswirkungen von Elektrosmog erheblich reduziert werden.

REBA-Testgerät

Über dieses Gerät (siehe Psychosomatische Energetik), das Ähnlichkeit mit Bioresonanz-Geräten hat, wird mitgeteilt:

"Dem Patienten wird durch das Reba-Testgerät ein so genanntes "Polyfrequenzspektrum" zugeführt, welches aus der Lasertechnologie bekannt ist [...] Jossners Idee war es, die Frequenzen der Hirnströme zur Ausgangsbasis zu nehmen. [...] Bei der Konstruktion des Gerätes wurden die Frequenzbereiche des EEG´s dabei um den Faktor 1.000 erhöht (statt Hertz nun Kilohertz), was offenbar an der "Resonanzfähigkeit" und den Testergebnissen nichts ändert. Der Vorteil bei diesem größeren Frequenzbereich besteht nun darin, dass der größte Teil energetischer Phänomene mit erfasst wird, deren Frequenzen meist wesentlich höher sind als die des Gehirns."

ZMR 703

Auf Vorstellungen des Arztes Bodo Köhler beruht das ZMR 703. Die Buchstaben stehen für "Zelle & Milieu–Revitalisierung". Das Gerät wird vor allem zur Behandlung chronischer Erkrankungen beworben. Durch Biofeedback könne der Organismus damit "Entgleisungen innerhalb weniger Minuten gezielt ausgleichen." Ein Merkmal des Gerätes sei ein "Polyfrequenzstrahler", der "bioenergetische Informationen" gleich mehrfach übertrage, nämlich als Farblicht, als Magnetfeld, als elektrisches Feld und in Form von Skalarwellen.

Elektrosmog

Bereits 1999 wusste Jossner Beunruhigendes für Brillenträger zu berichten: "Leute mit einer Metallrahmenbrille beispielsweise haben nichts anderes auf der Nase als einen Kurzschlussring für die Gehirnwellen der beiden Hemisphären. Durch diesen Kurzschluss erhöht das Gehirn nachweislich den Stoffwechsel, um ihn zu kompensieren. Meist schaffen aber Blut und Arterien die dafür nötige beträchtlich erhöhte Sauerstoffzufuhr nicht. Menschen mit einer Metallrahmenbrille haben daher vielfach ein ständiges Energiedefizit in ihren Gehirnfunktionen." Außerdem sei die Länge der Brillenbügel "nahezu perfekt auf die Wellenlänge der von den heutigen Handys ausgestrahlten Mikrowellen abgestimmt", was zur Folge habe, dass telefonierende Brillenträger "sich geradezu eine Hirnstörung oder sogar einen Tumor" züchteten.[1]

Quellennachweise

  1. U. Arndt: Forschung auf freiem Felde. Esotera 6/1999, S. 22-26