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Berger tritt seit dem Amtsantritt Papst Benedikts&nbsp;XVI. als Gegner eines von ihm namentlich bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. und auf dem rechtsextremen Blog ''kreuz.net'' verorteten „Vulgärtraditionalismus“<ref>David Berger: {{Webarchiv | url=http://www.kath.net/detail.php?id=12554 | wayback=20070927235118 | text=Über den ‚Vulgärtraditionalismus‘ ''(kath.net)''}}, und {{Webarchiv | url=http://kreuts.net/wordpress/?p=91 | wayback=20070809084523 | text=''Lustvolles Entsetzen: Eine Glosse über den Traditionalismus (kreuts.net)''}} sowie {{Webarchiv | url=http://kreuts.net/wordpress/?p=225 | wayback=20120127195116 | text=Interview hierzu vom 22.&nbsp;Januar 2011}}.</ref> auf und vermutete Verbindungen zwischen der umstrittenen Website und der Priesterbruderschaft;<ref>Deutschlandfunk, 3. Mai 2011 Kreuz.net – umstrittenes katholisches Online Forum</ref> diese Vermutung hat er jedoch aufgrund neuerer Hinweise im Oktober 2012 revidiert und nimmt an, hinter kreuz.net steckten im kirchlichen Dienst stehende Personen.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=17602 David Berger: ''„Die Spuren zu kreuz.net verdichten sich“.''] queer.de, 11.&nbsp;Oktober 2012.</ref> Auf kreuz.net wurde Berger mehrmals an Leib und Leben bedroht.<ref name="tagesspiegel-3686778">{{Internetquelle |autor=Claudia Keller |url=http://www.tagesspiegel.de/kultur/reaktionaere-katholiken-die-reliquie-der-vorhaut-christi/3686778.html |titel=Die Reliquie der Vorhaut Christi |werk=Der Tagesspiegel |datum=2011-01-03 |zugriff=2015-02-20}}</ref><ref>Joachim Frank: [https://www.ksta.de/david-berger-schwuler-theologe-wird-bedroht-9959318 ''Schwuler Theologe wird bedroht.''] In: ''Kölner Stadt-Anzeiger'', 11.&nbsp;November 2011.</ref>
 
Berger tritt seit dem Amtsantritt Papst Benedikts&nbsp;XVI. als Gegner eines von ihm namentlich bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. und auf dem rechtsextremen Blog ''kreuz.net'' verorteten „Vulgärtraditionalismus“<ref>David Berger: {{Webarchiv | url=http://www.kath.net/detail.php?id=12554 | wayback=20070927235118 | text=Über den ‚Vulgärtraditionalismus‘ ''(kath.net)''}}, und {{Webarchiv | url=http://kreuts.net/wordpress/?p=91 | wayback=20070809084523 | text=''Lustvolles Entsetzen: Eine Glosse über den Traditionalismus (kreuts.net)''}} sowie {{Webarchiv | url=http://kreuts.net/wordpress/?p=225 | wayback=20120127195116 | text=Interview hierzu vom 22.&nbsp;Januar 2011}}.</ref> auf und vermutete Verbindungen zwischen der umstrittenen Website und der Priesterbruderschaft;<ref>Deutschlandfunk, 3. Mai 2011 Kreuz.net – umstrittenes katholisches Online Forum</ref> diese Vermutung hat er jedoch aufgrund neuerer Hinweise im Oktober 2012 revidiert und nimmt an, hinter kreuz.net steckten im kirchlichen Dienst stehende Personen.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=17602 David Berger: ''„Die Spuren zu kreuz.net verdichten sich“.''] queer.de, 11.&nbsp;Oktober 2012.</ref> Auf kreuz.net wurde Berger mehrmals an Leib und Leben bedroht.<ref name="tagesspiegel-3686778">{{Internetquelle |autor=Claudia Keller |url=http://www.tagesspiegel.de/kultur/reaktionaere-katholiken-die-reliquie-der-vorhaut-christi/3686778.html |titel=Die Reliquie der Vorhaut Christi |werk=Der Tagesspiegel |datum=2011-01-03 |zugriff=2015-02-20}}</ref><ref>Joachim Frank: [https://www.ksta.de/david-berger-schwuler-theologe-wird-bedroht-9959318 ''Schwuler Theologe wird bedroht.''] In: ''Kölner Stadt-Anzeiger'', 11.&nbsp;November 2011.</ref>
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Im Oktober 2012 übernahm Berger die Koordination einer vom Bruno Gmünder Verlag initiierten „Kopfgeldaktion“, in der Absicht, gegen eine Belohnung in Höhe von über 15.000 Euro die Betreiber von kreuz.net mit dem Ziel ihrer rechtskräftigen Verurteilung zu ermitteln.<ref name="sz-1493780">{{Internetquelle |autor=Vanessa Steinmetz |url=http://www.sueddeutsche.de/medien/schwulen-kampagne-stoppt-kreuznet-betet-fuer-uns-1.1493780 |titel=„Stoppt kreuz.net“: Schwuler Verlag bittet Bischöfe um Hilfe |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-10-12 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Er vertritt die These, dass kreuz.net die konservative Wende der katholischen Kirche in Extremform spiegelte.<ref name="zeit-201243">{{Internetquelle |autor=David Berger |url=http://www.zeit.de/2012/43/kreuz-net-homophobie-kirche |titel=Homophobie: Hasspredigen auf Katholisch |werk=Die Zeit |datum=2012-10-28 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Während die Deutsche Bischofskonferenz diese Kampagne nicht unterstützte, arbeiteten die römisch-katholische Kirche in Österreich und die Schweizer Bischofskonferenz mit Berger zusammen.<ref>[http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F166421%2Findex.html ''Von Himmel und Hölle – Wer steckt hinter kreuz.net?''] Kulturzeit, gesendet von 3sat am 30.&nbsp;November 2012.</ref><ref name="zeit-2012-10-31">{{Internetquelle |autor=Stefanie Schütten |url=http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/Kreuz.net/komplettansicht |titel=Kreuz.net: Stecken Kirchenleute hinter der homophoben Webseite? |werk=Die Zeit |datum=2012-10-31 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Im Herbst 2012 stellten sich Verbindungen zwischen kreuz.net und dem ''Netzwerk katholischer Priester'' heraus.<ref>Rudolf Neumaier, Frederik Obermaier: ''Im Namen des Herrn''. [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880 S. 1,] [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880-2 S. 2,] [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880-3 S. 3.] ''[[Süddeutsche Zeitung]]'', 17.&nbsp;November 2012</ref><ref name="sz-1530764">{{Internetquelle |autor=Rudolf Neumaier |url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/skandal-um-kreuznet-neue-hinweise-auf-betreiber-der-hetzseite-1.1530764 |titel=Skandal um kreuz.net – Neue Hinweise auf Betreiber der Hetzseite |werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] |datum=2012-11-22 |zugriff=2015-02-20}}</ref><ref name="SPON-869517">{{Internetquelle |autor=Birger Menke |url=http://www.spiegel.de/panorama/kreuz-net-priester-gibt-textlieferungen-an-hetzportal-zu-a-869517.html |titel=Hetzportal: Priester gibt Textlieferungen an kreuz.net zu |werk=Spiegel Online |datum=2012-11-27 |zugriff=2015-02-20}}</ref>
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Im Oktober 2012 übernahm Berger die Koordination einer vom Bruno Gmünder Verlag initiierten „Kopfgeldaktion“, in der Absicht, gegen eine Belohnung in Höhe von über 15.000 Euro die Betreiber von kreuz.net mit dem Ziel ihrer rechtskräftigen Verurteilung zu ermitteln.<ref name="sz-1493780">{{Internetquelle |autor=Vanessa Steinmetz |url=http://www.sueddeutsche.de/medien/schwulen-kampagne-stoppt-kreuznet-betet-fuer-uns-1.1493780 |titel=„Stoppt kreuz.net“: Schwuler Verlag bittet Bischöfe um Hilfe |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-10-12 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Er vertritt die These, dass kreuz.net die konservative Wende der katholischen Kirche in Extremform spiegelte.<ref name="zeit-201243">{{Internetquelle |autor=David Berger |url=http://www.zeit.de/2012/43/kreuz-net-homophobie-kirche |titel=Homophobie: Hasspredigen auf Katholisch |werk=Die Zeit |datum=2012-10-28 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Während die Deutsche Bischofskonferenz diese Kampagne nicht unterstützte, arbeiteten die römisch-katholische Kirche in Österreich und die Schweizer Bischofskonferenz mit Berger zusammen.<ref>[http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F166421%2Findex.html ''Von Himmel und Hölle – Wer steckt hinter kreuz.net?''] Kulturzeit, gesendet von 3sat am 30.&nbsp;November 2012.</ref><ref name="zeit-2012-10-31">{{Internetquelle |autor=Stefanie Schütten |url=http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/Kreuz.net/komplettansicht |titel=Kreuz.net: Stecken Kirchenleute hinter der homophoben Webseite? |werk=Die Zeit |datum=2012-10-31 |zugriff=2015-02-20}}</ref> Im Herbst 2012 stellten sich Verbindungen zwischen kreuz.net und dem ''Netzwerk katholischer Priester'' heraus.<ref>Rudolf Neumaier, Frederik Obermaier: ''Im Namen des Herrn''. [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880 S. 1,] [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880-2 S. 2,] [http://www.sueddeutsche.de/panorama/umstrittene-internetseite-kreuznet-im-namen-des-herrn-1.1525880-3 S. 3.] ''Süddeutsche Zeitung'', 17.&nbsp;November 2012</ref><ref name="sz-1530764">{{Internetquelle |autor=Rudolf Neumaier |url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/skandal-um-kreuznet-neue-hinweise-auf-betreiber-der-hetzseite-1.1530764 |titel=Skandal um kreuz.net – Neue Hinweise auf Betreiber der Hetzseite |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-11-22 |zugriff=2015-02-20}}</ref><ref name="SPON-869517">{{Internetquelle |autor=Birger Menke |url=http://www.spiegel.de/panorama/kreuz-net-priester-gibt-textlieferungen-an-hetzportal-zu-a-869517.html |titel=Hetzportal: Priester gibt Textlieferungen an kreuz.net zu |werk=Spiegel Online |datum=2012-11-27 |zugriff=2015-02-20}}</ref>
    
Am 2.&nbsp;Dezember 2012 ging kreuz.net aus bisher nicht öffentlich bekannten Gründen vom Netz. Die ''Süddeutsche Zeitung'' betrachtete dies als Verdienst Bergers und der von ihm koordinierten Aktion „Stoppt kreuz.net“.<ref name="sz-1539685">{{Internetquelle |autor=Matthias Drobinski |url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/wachsender-druck-auf-betreiber-hetzportal-kreuznet-ist-offline-1.1539685 |titel=Hetzportal kreuz.net ist offline |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-12-02 |zugriff=2015-02-20 |zitat=Wenn sich kreuz.net nun vorerst aus dem Netz verabschiedet hat, kann sich diesen Erfolg allein die Initiative ‚Stoppt kreuz.net!‘ des Berliner Schwulen-Verlages Bruno Gmünder und ihr Koordinator David Berger auf die Fahnen schreiben.}}</ref>
 
Am 2.&nbsp;Dezember 2012 ging kreuz.net aus bisher nicht öffentlich bekannten Gründen vom Netz. Die ''Süddeutsche Zeitung'' betrachtete dies als Verdienst Bergers und der von ihm koordinierten Aktion „Stoppt kreuz.net“.<ref name="sz-1539685">{{Internetquelle |autor=Matthias Drobinski |url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/wachsender-druck-auf-betreiber-hetzportal-kreuznet-ist-offline-1.1539685 |titel=Hetzportal kreuz.net ist offline |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-12-02 |zugriff=2015-02-20 |zitat=Wenn sich kreuz.net nun vorerst aus dem Netz verabschiedet hat, kann sich diesen Erfolg allein die Initiative ‚Stoppt kreuz.net!‘ des Berliner Schwulen-Verlages Bruno Gmünder und ihr Koordinator David Berger auf die Fahnen schreiben.}}</ref>
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== Debatte um Felix Rexhausen ==
 
== Debatte um Felix Rexhausen ==
Am 27.&nbsp;März 2014 beschloss die Stadt Köln auf Antrag des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen die Benennung eines Platzes am Hauptbahnhof Köln nach dem Schriftsteller und Mitgründer der deutschen Sektion von Amnesty International, Felix Rexhausen.<ref>[http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=160378 Bezirksvertretung Innenstadt Köln, Az BV1/0055/2014, Tagesordnungspunkt 7.13]</ref> Im Mai 2015 wurde die Benennung ausgesetzt, nachdem Berger Rexhausen vorgeworfen hatte, sich 1969 positiv über Pädophilie geäußert zu haben. Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen widersprach Bergers Darstellung, der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen-Politiker]] Volker Beck forderte eine Untersuchung der Vorwürfe gegen Rexhausen.<ref>[http://www.ksta.de/koeln/platzbenennung-am-koelner-hauptbahnhof-wirbel-um-paedophilie-vorwuerfe-gegen--felix-rexhausen,15187530,30636020.html Bettina Janecek: ''Wirbel um Pädophilie-Vorwürfe gegen Felix Rexhausen''.] Kölner Stadt-Anzeiger vom 6.&nbsp;Mai 2015</ref> Nachdem die Vorwürfe Bergers geprüft wurden, wurde beschlossen, den Platz am 10.&nbsp;Dezember 2015 einzuweihen, da sich die Vorwürfe Bergers „in Luft aufgelöst“ hätten, wie der zuständige Bezirksbürgermeister erklärte.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=24573 queer.de]</ref>
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Am 27.&nbsp;März 2014 beschloss die Stadt Köln auf Antrag des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen die Benennung eines Platzes am Hauptbahnhof Köln nach dem Schriftsteller und Mitgründer der deutschen Sektion von Amnesty International, Felix Rexhausen.<ref>[http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=160378 Bezirksvertretung Innenstadt Köln, Az BV1/0055/2014, Tagesordnungspunkt 7.13]</ref> Im Mai 2015 wurde die Benennung ausgesetzt, nachdem Berger Rexhausen vorgeworfen hatte, sich 1969 positiv über Pädophilie geäußert zu haben. Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen widersprach Bergers Darstellung, der Grünen-Politiker Volker Beck forderte eine Untersuchung der Vorwürfe gegen Rexhausen.<ref>[http://www.ksta.de/koeln/platzbenennung-am-koelner-hauptbahnhof-wirbel-um-paedophilie-vorwuerfe-gegen--felix-rexhausen,15187530,30636020.html Bettina Janecek: ''Wirbel um Pädophilie-Vorwürfe gegen Felix Rexhausen''.] Kölner Stadt-Anzeiger vom 6.&nbsp;Mai 2015</ref> Nachdem die Vorwürfe Bergers geprüft wurden, wurde beschlossen, den Platz am 10.&nbsp;Dezember 2015 einzuweihen, da sich die Vorwürfe Bergers „in Luft aufgelöst“ hätten, wie der zuständige Bezirksbürgermeister erklärte.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=24573 queer.de]</ref>
    
Aufgrund der Vorwürfe gegen Rexhausen erstattete der LGBT-Arbeitskreis Nordrhein-Westfalen der Partei Die Linke Strafanzeige gegen Berger wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=25198 ''Linke erstattet Strafanzeige gegen David Berger.''] queer.de vom 9.&nbsp;Dezember 2015</ref>
 
Aufgrund der Vorwürfe gegen Rexhausen erstattete der LGBT-Arbeitskreis Nordrhein-Westfalen der Partei Die Linke Strafanzeige gegen Berger wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.<ref>[http://www.queer.de/detail.php?article_id=25198 ''Linke erstattet Strafanzeige gegen David Berger.''] queer.de vom 9.&nbsp;Dezember 2015</ref>
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