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*''Fazit<br>Eine Behandlung nach dem Coimbra-Protokolls als Zusatztherapie für MS-Patienten ist nach unserer Ansicht nur im Rahmen eines Studienprotokolls zu rechtfertigen, um weitere Erkenntnisse über diesen Ansatz zu erlangen. Bislang gibt es aus wissenschaftlicher Sicht jedoch noch keine Erkenntnisse, die den Einsatz des Coimbra-Protokolls befürworten: randomisierte kontrollierte Studien sind ganz klar notwendig, um den Einsatz von ultrahochdosiertem Vitamin D zu rechtfertigen und um mögliche schädliche Auswirkungen sehr hoher Vitamin D-Dosen ausschließen zu können.''<br>Quelle: DMSG, HOCHDOSIERTES VITAMIN D ALS ZUSATZTHERAPIE IN DER BEHANDLUNG DER MULTIPLEN SKLEROSE? – EIN UPDATE- 28.9.2017<ref>https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-therapien/hochdosiertes-vitamin-d-als-zusatztherapie-in-der-behandlung-der-multiplen-sklerose-ein-update/</ref>
 
*''Fazit<br>Eine Behandlung nach dem Coimbra-Protokolls als Zusatztherapie für MS-Patienten ist nach unserer Ansicht nur im Rahmen eines Studienprotokolls zu rechtfertigen, um weitere Erkenntnisse über diesen Ansatz zu erlangen. Bislang gibt es aus wissenschaftlicher Sicht jedoch noch keine Erkenntnisse, die den Einsatz des Coimbra-Protokolls befürworten: randomisierte kontrollierte Studien sind ganz klar notwendig, um den Einsatz von ultrahochdosiertem Vitamin D zu rechtfertigen und um mögliche schädliche Auswirkungen sehr hoher Vitamin D-Dosen ausschließen zu können.''<br>Quelle: DMSG, HOCHDOSIERTES VITAMIN D ALS ZUSATZTHERAPIE IN DER BEHANDLUNG DER MULTIPLEN SKLEROSE? – EIN UPDATE- 28.9.2017<ref>https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-therapien/hochdosiertes-vitamin-d-als-zusatztherapie-in-der-behandlung-der-multiplen-sklerose-ein-update/</ref>
*''..MS  ist  unvorhersehbar,  sie  verläuft nicht linear. Die Patienten, die über eine Verbesserung mit dem Coimbra ­Protokoll berichten, hätten möglicherweise auch ohne diese Therapie eine Besserung erfahren. Wir wissen aus vielen kontrollierten Studien, dass es bei jeder Behandlung einen ausgeprägten Placebo­Effekt gibt. Dagegen gibt es mittlerweile 16 zugelassene Substanzen, bei denen in großangelegten, kontrollierten und doppel­blinden Studien nachgewiesen ist, dass sie die Schubrate,  die  Behinderungsprogression  und die Entzündungstätigkeit in der Kernspintomografie reduzieren können. Darauf basiert unsere wissenschaftlich orientierte Medizin, und nur dafür bezahlt unser Gesundheitssystem.<br>Ich will ja nicht abstreiten, dass Vitamin D hilft. Aber in diesem Fall fehlt die wissenschaftliche Evidenz. Nur mit einer Doppelblindstudie könnte man den Placebo­Effekt ausschließen. Daher sehe ich das Coimbra Protokoll kritisch. Unabhängig davon ist die medizinisch sinnvolle Therapie mit Vitamin D bei erniedrigten Serumspiegeln oder die Einnahme von Vitamin D vor allem in den Wintermonaten zu sehen. 1000 bis 2000 Einheiten pro Tag rate ich meinen MS­Patienten..''<ref>Prof. Peter Flachenecker, Chefarzt des auf MS spezialisierten Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad, zitiert in Esslinger Zeitung "Blickpunkt: Vitamin D als Therapiemittel", 10.2.2019</ref>
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*''..MS  ist  unvorhersehbar,  sie  verläuft nicht linear. Die Patienten, die über eine Verbesserung mit dem Coimbra ­Protokoll berichten, hätten möglicherweise auch ohne diese Therapie eine Besserung erfahren. Wir wissen aus vielen kontrollierten Studien, dass es bei jeder Behandlung einen ausgeprägten Placebo­Effekt gibt. Dagegen gibt es mittlerweile 16 zugelassene Substanzen, bei denen in großangelegten, kontrollierten und doppel­blinden Studien nachgewiesen ist, dass sie die Schubrate,  die  Behinderungsprogression  und die Entzündungstätigkeit in der Kernspintomografie reduzieren können. Darauf basiert unsere wissenschaftlich orientierte Medizin, und nur dafür bezahlt unser Gesundheitssystem.<br>Ich will ja nicht abstreiten, dass Vitamin D hilft. Aber in diesem Fall fehlt die wissenschaftliche Evidenz. Nur mit einer Doppelblindstudie könnte man den Placebo­ Effekt ausschließen. Daher sehe ich das Coimbra Protokoll kritisch. Unabhängig davon ist die medizinisch sinnvolle Therapie mit Vitamin D bei erniedrigten Serumspiegeln oder die Einnahme von Vitamin D vor allem in den Wintermonaten zu sehen. 1000 bis 2000 Einheiten pro Tag rate ich meinen MS ­Patienten..''<ref>Prof. Peter Flachenecker, Chefarzt des auf MS spezialisierten Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad, zitiert in Esslinger Zeitung "Blickpunkt: Vitamin D als Therapiemittel", 10.2.2019</ref>
 
*''“When we started with vitamin D and found out that it was effective, we made a life choice. We left academia behind – this thing of drugs here, drugs there, launches of drugs, testing of new drugs, allegedly satisfactory successes. We put it all aside and thought only of the interest of the patient who was there, at our office, in that moment.”'' Cicero G. Coimbra
 
*''“When we started with vitamin D and found out that it was effective, we made a life choice. We left academia behind – this thing of drugs here, drugs there, launches of drugs, testing of new drugs, allegedly satisfactory successes. We put it all aside and thought only of the interest of the patient who was there, at our office, in that moment.”'' Cicero G. Coimbra
  
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