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Um von der fehlenden Evidenz für eine Anwendung von Chlordioxid abzulenken, wird in der Befürworterszene gerne auf eine Art "Strohmann-Argumentation" zurückgegriffen. Demnach würde die Anwendung von Chlordioxid von Seiten der wissenschaftlichen Medizin nicht wegen fehlender Evidenz und Gefahren abgelehnt werden, sondern weil wirtschaftliche Interessen der Pharmaindustrie die Einführung von Chlordioxid verhinderten. Tatsächlich aber werden in der Medizin zahlreiche zugelassene Arzneimittel jeden Tag eingesetzt, deren Patent schon lange abgelaufen ist, und die inzwischen zu sehr niedrigen Preisen in Ländern wie Indien oder China in grosser Menge hergestellt werden. Siehe dazu den Artikel [[Angebliche Unterdrückung nicht patentierbarer Wirkstoffe in der Medizin]].
 
Um von der fehlenden Evidenz für eine Anwendung von Chlordioxid abzulenken, wird in der Befürworterszene gerne auf eine Art "Strohmann-Argumentation" zurückgegriffen. Demnach würde die Anwendung von Chlordioxid von Seiten der wissenschaftlichen Medizin nicht wegen fehlender Evidenz und Gefahren abgelehnt werden, sondern weil wirtschaftliche Interessen der Pharmaindustrie die Einführung von Chlordioxid verhinderten. Tatsächlich aber werden in der Medizin zahlreiche zugelassene Arzneimittel jeden Tag eingesetzt, deren Patent schon lange abgelaufen ist, und die inzwischen zu sehr niedrigen Preisen in Ländern wie Indien oder China in grosser Menge hergestellt werden. Siehe dazu den Artikel [[Angebliche Unterdrückung nicht patentierbarer Wirkstoffe in der Medizin]].
 
==Chlordioxid in Südamerika==
 
==Chlordioxid in Südamerika==
In Südamerika wird die Promotion von der dominikanischen Republik aus betrieben. Dort ist eine [[Scheinkirche]] mit dem Namen "Iglesia Génesis II de Cura y Sanación"<ref>Iglesia Génesis II de Cura y Sanación - Genesis II Church of Health  & Healing, Barrio Casandra Damiron, Santa Cruz, 81000, Barahona Dominican Republic</ref> aktiv.
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In Südamerika wird Promotion für die Anwendung von Chlordioxid von der dominikanischen Republik aus betrieben. Dort ist eine [[Scheinkirche]] mit dem Namen "Iglesia Génesis II de Cura y Sanación"<ref>Iglesia Génesis II de Cura y Sanación - Genesis II Church of Health  & Healing, Barrio Casandra Damiron, Santa Cruz, 81000, Barahona Dominican Republic</ref> aktiv.
    
Nach nicht überprüfbaren Gerüchten sollen in Südamerika und Ungarn Menschenversuche mit Chlordioxid an COVID-19 Patienten durchgeführt worden sein. Auch von Madrid ist die Sprache. So gibt es Informationen dass MMS-Händler und Ärzte Hand in Hand Chlordioxid bei COVID-19 in Ecuador eingesetzt haben, wobei in diesem Falle eine Gruppierung AENI genannt wird. Es scheint sich dabei um die inzwischen offenbat inaktive "association of ecuadorians in New England" aus Massachusetts (USA) zu handeln. Die Rede ist von mindestens 198 Patienten bei zwei Versuchen. Der Behandlungserfolg soll 97% betragen haben. Dieser Wert wurde dadurch berechnet dass bei einem der Menschenversuche von 104 Teilnehmern drei gestorben seien (101/104=97%). Allerdings bleibt unklar warum das Überleben dem eingesetzten Chlordioxid zugeschrieben wird. Auch in Kolumbien sollen an einem Hospital San Carlos in Bogotá COVID-19 Patienten behandelt werden. Als Namen werden die Behandler Eduardo Insignares-Carrione (Firma Magnofarma/Barranquilla und Gründer einer Fundación Génesis), Yohanny Andrade und Oswaldo Leyva genannt. Das kolumbianische Instituto Nacional de Vigilancia de Medicamentos y Alimentos (Invima) veröffentlichte im Juli 2018 eine Warnung vor MMS. MMS darf in Kolumbien nicht verkauft werden.<ref>https://app.invima.gov.co/alertas/ckfinder/userfiles/files/ALERTAS%20SANITARIAS/medicamentos_pbiologicos/2018/Junio/Alerta%20No_%20%23077-2018%20-%20MMS%20%E2%80%93%20Milagroso%20Suplemento%20Mineral%20.pdf</ref> In Budapest (Ungarn) sollen ebenfalls COVID-19 Patienten mit Chlordioxid behandelt worden sein, genannt werden die Namen Maria Wittmann, Kristof Kaly-Kullai, Zoltán Noszticzius (Solumium Ltd. - Mundwasser mit Chlordioxid) und Laszlo Rosivall.
 
Nach nicht überprüfbaren Gerüchten sollen in Südamerika und Ungarn Menschenversuche mit Chlordioxid an COVID-19 Patienten durchgeführt worden sein. Auch von Madrid ist die Sprache. So gibt es Informationen dass MMS-Händler und Ärzte Hand in Hand Chlordioxid bei COVID-19 in Ecuador eingesetzt haben, wobei in diesem Falle eine Gruppierung AENI genannt wird. Es scheint sich dabei um die inzwischen offenbat inaktive "association of ecuadorians in New England" aus Massachusetts (USA) zu handeln. Die Rede ist von mindestens 198 Patienten bei zwei Versuchen. Der Behandlungserfolg soll 97% betragen haben. Dieser Wert wurde dadurch berechnet dass bei einem der Menschenversuche von 104 Teilnehmern drei gestorben seien (101/104=97%). Allerdings bleibt unklar warum das Überleben dem eingesetzten Chlordioxid zugeschrieben wird. Auch in Kolumbien sollen an einem Hospital San Carlos in Bogotá COVID-19 Patienten behandelt werden. Als Namen werden die Behandler Eduardo Insignares-Carrione (Firma Magnofarma/Barranquilla und Gründer einer Fundación Génesis), Yohanny Andrade und Oswaldo Leyva genannt. Das kolumbianische Instituto Nacional de Vigilancia de Medicamentos y Alimentos (Invima) veröffentlichte im Juli 2018 eine Warnung vor MMS. MMS darf in Kolumbien nicht verkauft werden.<ref>https://app.invima.gov.co/alertas/ckfinder/userfiles/files/ALERTAS%20SANITARIAS/medicamentos_pbiologicos/2018/Junio/Alerta%20No_%20%23077-2018%20-%20MMS%20%E2%80%93%20Milagroso%20Suplemento%20Mineral%20.pdf</ref> In Budapest (Ungarn) sollen ebenfalls COVID-19 Patienten mit Chlordioxid behandelt worden sein, genannt werden die Namen Maria Wittmann, Kristof Kaly-Kullai, Zoltán Noszticzius (Solumium Ltd. - Mundwasser mit Chlordioxid) und Laszlo Rosivall.
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