Biomonitor: Unterschied zwischen den Versionen

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Fachliteratur wird von Seiten des Herstellers und der Anbieter nicht genannt, und lässt sich auch nicht in wissenschaftlichen Datenbanken finden.
 
Fachliteratur wird von Seiten des Herstellers und der Anbieter nicht genannt, und lässt sich auch nicht in wissenschaftlichen Datenbanken finden.
  
Der Biomonitor wurde in Österreich zur Glaubhaftmachung einer Beschneiungsanlage der Firma ERSO eingesetzt, worüber das österreichische Fernsehen unkritisch berichtete. Die Firma ERSO behauptet so genannten "rechtsdrehenden Schnee" erzeugen zu können, der spekulativ auch mit gesundheitlich positiven Effekten bei Kindern ins Gespräch gebracht wird.
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Der Biomonitor wurde in Österreich zur Glaubhaftmachung einer Beschneiungsanlage der Firma ERSO eingesetzt, worüber das österreichische Fernsehen ORF unkritisch berichtete. Die Firma ERSO behauptet so genannten "rechtsdrehenden Schnee" erzeugen zu können, der spekulativ auch mit gesundheitlich positiven Effekten bei Kindern ins Gespräch gebracht wird.
  
 
In der Medizin findet der Biomonitor keine Anwendung. Das Gerät kostet etwa 3600 € bis rund 5000 € (2018), kann aber auch für 99 € (plus MWSt) pro Monat gemietet werden.
 
In der Medizin findet der Biomonitor keine Anwendung. Das Gerät kostet etwa 3600 € bis rund 5000 € (2018), kann aber auch für 99 € (plus MWSt) pro Monat gemietet werden.

Version vom 8. Dezember 2019, 17:42 Uhr

Biomonitor (auch "B.E.A.T.Source System") ist der Name eines pseudomedizinischen Diagnosesystems aus dem Bereich der Bioresonanz, welches als "Bioimpendanzmesssystem" vorgestellt wird. In der Werbung für den Biomonitor heisst es, dass das System in der Lage sei elektromagnetische Felder einer untersuchten Person derart zu erfassen, dass eine "Aussage über den Zustand des Menschen" möglich sei. Ein nachvollziehbare und genaue Beschreibung des unterstellten Funktionsprinzips wird nicht offengelegt. Stattdessen heisst es unklar:

..Das Ziel des B.E.A.T.Source System ist es zu ermöglichen das elektromagnetische Feld des Menschen oder Tieres, sprich die Schwingungen der Zellen des jeweiligen Lebewesen, zu messen und einzuordnen. Aufbauend darauf sollen über ein pulsierendes Magnetfeld die gefundenen Bio-Informationen auf den Patienten moduliert zurückgeführt werden..[..]..Das System besteht aus einem digitalen Archiv, das verschiedenste Frequenz-Spektren wie zum Beispiel von Organen, homöopathischen Nosoden und Arzneien etc., beinhaltet und einem Magnetfeldgenerator. Eine eigens dafür entwickelte Software ermöglicht die Aktivierung der im Archiv befindlichen Frequenz-Spektren werden durch das Magnetfeld auf den Menschen oder auf das Tier übertragen und entfalten dort Ihre Wirkung..

Fachliteratur wird von Seiten des Herstellers und der Anbieter nicht genannt, und lässt sich auch nicht in wissenschaftlichen Datenbanken finden.

Der Biomonitor wurde in Österreich zur Glaubhaftmachung einer Beschneiungsanlage der Firma ERSO eingesetzt, worüber das österreichische Fernsehen ORF unkritisch berichtete. Die Firma ERSO behauptet so genannten "rechtsdrehenden Schnee" erzeugen zu können, der spekulativ auch mit gesundheitlich positiven Effekten bei Kindern ins Gespräch gebracht wird.

In der Medizin findet der Biomonitor keine Anwendung. Das Gerät kostet etwa 3600 € bis rund 5000 € (2018), kann aber auch für 99 € (plus MWSt) pro Monat gemietet werden.

Methode

Zur Verwendung kommt ein kleines Kunststoffkästchen mit 128 kleinen, stiftförmigen Elektroden. Vor der eigentlichen Messung wird die Haut der untersuchten Person mit einem Leitgel (wie beim EKG) eingerieben. Anschliessend wird das Kästchen mit den Stiften auf die Haut der untersuchten Person gedrückt. Auf einem angeschlossenen Computersystem (in der Regel ein notebook) erscheint auf dem Bildschirm eine so genannte Pyramide.

Anbieter

Einer der Anbieter ist die Firma BIREGS GmbH aus Oberursel (Deutschland) von Gebhard Weiler. Ein anderer Anbieter ist die Firma BEAT International, die ihren Sitz in Saint George auf der karibischen Insel Dominica hat. Biregs bietet (2019) auf seinen Webseiten einen Kalender an, der auf der pseudwissenschaftlichen Hypothese des Global Scaling von Hartmut Müller basiert.[1] Global Scaling wurde für zahlreiche Scharlatanerieprodukte und Dienstleistungen eingesetzt und führte zuletzt u einer mehrjährigen Verurteilung ihres Erfinders Müller. Auch die Firma BEAT bewarb Global Scaling bis etwa 2017.

Siehe auch

Quellennachweise