Basenpulver: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Basenpulver''' sind in der [[Alternativmedizin]] Präparate, die einer so genannten [[Übersäuerung]] entgegenwirken sollen. Ein Nutzen derartiger Basenpulver ist nicht plausibel, da das zu Grunde liegende alternativmedizinische Konzept einer Übersäuerung eine klassische [[Krankheitserfindung]] ist und medizinisch nicht anerkannt ist, bzw mit der behandlungsbedürftigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose Azidose] verwechselt werden kann. Eine Wirksamkeit von Basenpulvern zur Prävention etwaiger zukünftiger Krankheiten konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
 
'''Basenpulver''' sind in der [[Alternativmedizin]] Präparate, die einer so genannten [[Übersäuerung]] entgegenwirken sollen. Ein Nutzen derartiger Basenpulver ist nicht plausibel, da das zu Grunde liegende alternativmedizinische Konzept einer Übersäuerung eine klassische [[Krankheitserfindung]] ist und medizinisch nicht anerkannt ist, bzw mit der behandlungsbedürftigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose Azidose] verwechselt werden kann. Eine Wirksamkeit von Basenpulvern zur Prävention etwaiger zukünftiger Krankheiten konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
  
Die hessische Verbraucherzentrale bezeichnet basische Ernährung und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel als überflüssig. In ihrer Stellungnahme heißt es: ''„Die natürlichen Puffersysteme des Körpers, eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst, mäßig tierischen Lebensmitteln, viel Trinken sowie Bewegung schützen ausreichend vor Übersäuerung.“''
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Die hessische Verbraucherzentrale bezeichnet basische Ernährung und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel (zu denen Basenpulver gehört) als überflüssig. In ihrer Stellungnahme heißt es: ''„Die natürlichen Puffersysteme des Körpers, eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst, mäßig tierischen Lebensmitteln, viel Trinken sowie Bewegung schützen ausreichend vor Übersäuerung.“''
 
Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: ''„Eine basenüberschüssige Kost bringt keine nachweisbaren gesundheitlichen Vorteile. Eine Übersäuerung des Körpers ist beim Gesunden nicht zu befürchten, da Puffersysteme den Säure-Basen-Spiegel im Blut und Gewebe konstant halten.“''
 
Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: ''„Eine basenüberschüssige Kost bringt keine nachweisbaren gesundheitlichen Vorteile. Eine Übersäuerung des Körpers ist beim Gesunden nicht zu befürchten, da Puffersysteme den Säure-Basen-Spiegel im Blut und Gewebe konstant halten.“''
  

Version vom 17. August 2015, 09:42 Uhr

Basenpulver sind in der Alternativmedizin Präparate, die einer so genannten Übersäuerung entgegenwirken sollen. Ein Nutzen derartiger Basenpulver ist nicht plausibel, da das zu Grunde liegende alternativmedizinische Konzept einer Übersäuerung eine klassische Krankheitserfindung ist und medizinisch nicht anerkannt ist, bzw mit der behandlungsbedürftigen Azidose verwechselt werden kann. Eine Wirksamkeit von Basenpulvern zur Prävention etwaiger zukünftiger Krankheiten konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Die hessische Verbraucherzentrale bezeichnet basische Ernährung und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel (zu denen Basenpulver gehört) als überflüssig. In ihrer Stellungnahme heißt es: „Die natürlichen Puffersysteme des Körpers, eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst, mäßig tierischen Lebensmitteln, viel Trinken sowie Bewegung schützen ausreichend vor Übersäuerung.“ Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: „Eine basenüberschüssige Kost bringt keine nachweisbaren gesundheitlichen Vorteile. Eine Übersäuerung des Körpers ist beim Gesunden nicht zu befürchten, da Puffersysteme den Säure-Basen-Spiegel im Blut und Gewebe konstant halten.“

Fertigprodukte sind in der Regel Nahrungsergänzungsmittel und werden unter Handelsnamen wie beispielsweise Nimbasit, Erbasit oder Alkala N verkauft.

Inhaltsstoffe

In der Regel enthalten die so genannten Basenpulver um Mischungen von Mineralsalzverbindungen mit Saccharose und/oder Lactose.

Siehe auch

Literatur

Quellennachweise