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Ballistol (von Ballistik und oleum - lat. für Öl) ist der Handelsname eines mineralölhaltigen Waffen- und Pflegöls der deutschen Firma F.W. Klever GmbH. Ballistol galt lange Zeit als „Wunder-Öl“.
Das Produkt spielt auch in der Alternativmedizin eine Rolle als vermeintlichen Heilmittel bei verschiedenen Zuständen und Erkrankungen.

Ballistol als Heilmittel in der Alternativmedizin

Der Hersteller von Ballistol hütet sich ganz offensichtlich das Produkt zur Behandlung (und Selbstbehandlung) bei krankhaften Zuständen zu bewerben um das deutsche Heilmittelwerbegesetz einzuhalten. Dennoch wird eine Broschüre von 1904 als "historisches Dokument" verbreitet, in der der damalige Hersteller gesundheitlich relevante Wirkungen von Ballistol anpreist.
Anekdotisch kursieren jedoch in Jägerkreisen und bei Sportschützen Berichte über angebliche positive Effekte nach der (oralen) Einnahme des Waffenöls Ballistol. So soll der Genuss bei Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen hilfreich sein, genauso wie bei der usserlichen Behandlung von Wunden und Insektenstichen.

Bei Anhänger der Alternativmedizin gilt Ballistol gelegentlich ebenfalls als eine Art Wunderprodukt.

Chemische Zusammensetzung

Die Rezeptur von Ballistol wird geheim gehalten. Ballistol enthält als wesentlichen Bestandteil Weißöl aus Petroleum (Paraffinöl). Weitere Inhaltsstoffe sind Ölsäure, verschiedene Alkohole, Mineralöl und weitere Substanzen. Um dem Produkt einen angenehmen Geruch zu verleihen, werden ätherische Öle zugesetzt.

Geschichte

Ballistol wurde 1904 vom deutschen Chemiker Helmut Klever als Waffenöl für die deutsche Armee entwickelt. Bereits 1874 hatte der Vater des Ballistol-Erfinders, Friedrich Wilhelm Klever, in Köln die Chemische Fabrik F.W. Klever gegründet. Er begann mit der Produktion von Ölen und Fetten auf Kohlebasis und kaufte dazu ein eigenes Bergwerk um an die Rohstoffe zu gelangen. Seitdem wird es weitgehend unverändert hergestellt. Es wurde in deutschen Armeen von 1905 to 1945 als Vielzwecköl, und vor allem als Waffenöl, eingesetzt. Um die Jahrhundertwende suchte das Kaiserliche Heer ein Universal-Öl, welches nicht nur die Metallteile der Waffen, sondern auch die Holzschäfte und das Lederzeug pflegen und konservieren sollte.

1935 wurde aus dem Allzwecköl Ballistol das zuvor als Arzneimittel zugelassene Neo-Ballistol weiterentwickelt, welches gesundheitlich relevante Wirkungen entfalten sollte.

Siehe auch

Weblinks

Quellennachweise


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